von Julian Eckert
Der zweite Sonntag im Mai steht im Zeichen ganz besonderer Frauen. Eine Hommage an die Mütter der Welt.
Mama, Mutti, Mami, Mum. Der 11. Mai diesen Jahres gehört ihr. Doch woher kommt der Muttertag und wie unterschiedlich sind die Bräuche in der Welt?
Die US-Amerikanerin Ann Maria Reeves-Jarvis gilt als Begründerin des Ehrentages. Sie wollte während des amerikanischen Bürgerkriegs in den 1860-er Jahren mit "Mütter-Freundschaftstagen" dafür sorgen, dass verwundete Mütter wenigstens die dringlichsten Güter erhielten. Hart kämpfte sie für die Anerkennung des Muttertags als offiziellen Feiertag. Dies geling jedoch erst Tochter Anna Marie Jarvis neun Jahre nach dem Tod ihrer Mutter. Rasch verbreitete sich der neugeschaffene Tag: Nach England, der Schweiz, Finnland, Norwegen und Schweden wurde er 1923 auch in Deutschland gefeiert. Es waren Blumengeschäfte, die großflächig mit "Ehret die Mutter" für den Tag warben. Blumen, Pralinen, Briefe oder einfach nur ein herzliches Beisammensein gehören seither einfach dazu. 130 Millionen Euro Umsatz machen deutsche Blumenläden in der Muttertagswoche schätzungsweise - mehr als am Valentinstag.
Doch nicht überall sind die Bräuche gleich. In Äthiopien schmieren sich Mütter Butter in das Gesicht und tanzen den "Fruchtbarkeitstanz". In Frankreich bekommen die Mütter einen Kuchen in Form eines Blumenstraußes geschenkt. Auch die Engländer verschenken einen Kuchen aus Früchtebisquit und Marzipan. Japanische Mütter werden von ihren Kindern gezeichnet und in Serbien werden die Mamas gefesselt und nur gegen Süßigkeiten wieder freigelassen.
Mütter haben wundervolles geleistet und gegeben - darum sollten sie auch an jedem Tag des Jahres geehrt und geliebt werden. Doch dieser Tag ist ein besonderer. Und: ganz gleich, wo auf der Welt: Liebe Mütter, ihr seid großartig. Danke, dass es euch gibt!
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