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    Zeckenalarm - Urlauber sollten an Impfschutz denken

    Foto: Warnung vor Zecken in einem Waldgebiet Quelle: Wikipedia.de Author: Günther M. ApselBochum. Ob es sich bei der Zecke tatsächlich um das gefährlichste Tier in Deutschland handelt, ist nicht sicher. Sicher ist hingegen, dass das achtbeinige Spinnentier Überträger vieler Erkrankungen ist. Zu den bekanntesten gehört die Frühsommer-Meningoenzephalitis – kurz FSME. Wer sich nach einem Zeckenstich infiziert, leidet unter grippeähnlichen Symptomen bis hin zu schweren Krankheitsverläufen mit anhaltenden Folgen. Zeckenalarm herrscht bereits ab 8 Grad im Süden Deutschlands, in Österreich und einigen anderen europäischen Staaten.

    Das Robert Koch-Institut meldet eine Zunahme der FSME-Fälle – nach 2012 mit 195 Fällen waren es im vergangenen Jahr mit 420 Infektionen mehr also doppelt so viele Fälle. Da der milde Winter die Verbreitung begünstigt, steigt das Infektionsrisiko an. Zecken kommen nahezu überall in Europa vor. Nicht alle sind mit FSME-Viren belastet. In Deutschland gelten vor allem Bayern und Baden-Württemberg sowie Südhessen, Thüringen, Teile von Nordhessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland als FSME-Regionen. 142 Landkreise hat das Robert Koch-Institut als Risikogebiet identifiziert. In Europa sind vor allem Österreich, die baltischen Länder, Polen und Russland, aber auch Tschechien, die Slowakei, Ungarn sowie der Balkan belastet.

    Eine FSME-Infektion beginnt meist mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich einer Sommergrippe. Unter Umständen ist die Erkrankung damit überstanden. Bei einem Teil der Infizierten befällt das Virus aber das zentrale Nervensystem. Die Symptome: hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und oft ein steifer Nacken. Bei schweren Verläufen kommt es zur Gehirnentzündung mit zusätzlichen Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen oder Lähmungen. Auch das Rückenmark beziehungsweise die entsprechenden Nervenwurzeln können vom FSME-Virus geschädigt werden.

    „Da es bei FSME keine spezielle Therapie gibt, ist es besonders wichtig, die Erkrankung zu verhindern“, empfehlen die Gesundheitsexperten der BKK vor Ort. „Wer durchs Unterholz streift, trägt ein höheres Risiko für Zeckenstiche – da sind lange Hosen und geschlossene Kleidung hilfreich. Denn nur bei direktem Kontakt zwischen Zecke und Wirt kann es gefährlich werden. Kinder sind besonders gefährdet, das zeigen auch die Fallzahlen.“

    Wirksamen Schutz bietet die FSME-Impfung. Ein vollständiger Impfschutz besteht nach drei Injektionen, wobei in der Regel die ersten beiden im Abstand von ein bis drei Monaten erfolgen. Eine dritte Impfung nach fünf bis zwölf Monaten schließt die so genannte Grundimmunisierung ab und verleiht für mindestens drei Jahre Schutz. Urlauber, die in FSME-Gebiete reisen wollen, sollten sich daher jetzt impfen lassen. „Für unsere Versicherten übernimmt die BKK vor Ort die Kosten im Rahmen der Reiseschutzimpfungen.“ Informationen zu Reiseschutzimpfungen gibt es unter www.bkkvorort.de oder am Service-Telefon 0800 222 12 11.

    Weitere Informationen zu FSME-Risikogebieten in Deutschland (Stand: April 2014) unter www.rki.de (Epidemiologisches Bulletin Nr. 15)

    Informationen für Kinder bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.kindergesundheit-info.de

    Foto: Warnung vor Zecken in einem Waldgebiet Quelle: Wikipedia.de Author: Günther M. Apsel

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