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    Wo ist Kamen? - Gästeführer sind vom Besuch des Internationalen Hansetages in Lübeck zurückgekehrt

    Wo ist Kamen? Gästeführer sind vom Besuch des Internationalen Hansetages in Lübeck zurückgekehrt. (Foto: Jürgen Dupke)Text und Photos: Jürgen Dupke

    Lübeck/Kamen. Die Frage nach der geografischen Lage der Stadt Kamen war die meistgestellte am Informations-Stand der Gästeführer-Gilde. Eine Abordnung der Gästeführer war vom 22. - 25. Mai 2014 nach Lübeck gereist, um dort auf dem 34. Internationalen Hansetag „ihre“ Stadt zu repräsentieren. Bekanntlich ist Kamen im letzten Jahr dem Westfälischen Hansebund der Neuzeit beigetreten.

    Die diesmal rein weibliche Delegation - Gildemeisterin Maria-Luise Steffan, Elisabeth Besten-Mennes, Hella Holtkötter, Edith Sujatta und Elke Willingmann - betreuten als mittelalterliche Ackerbürgerinnen in historischen Gewändern (zum Teil im Sonntagsstaat der damaligen Zeit) den Kamener Informationsstand.
    Elke Willingmann demonstrierte, wie Frauen früher, wenn die Männer auf dem Feld oder um Handel zu treiben unterwegs waren, auf dem Spinnrad Wolle zu Fäden verarbeiteten, während Elisabeth Besten-Mennes die alte Kulturtechnik des Brettchenwebens vorführte, um mit den so hergestellten Borden die mittelalterliche Kleidung zu verzieren.
    Wo ist Kamen? Gästeführer sind vom Besuch des Internationalen Hansetages in Lübeck zurückgekehrt. (Foto: Jürgen Dupke)Die anderen Damen versorgten indes die Lübecker und norddeutschen Besucher (von denen, wie sich im Gespräch herausstellte, erstaunlich viele westfälische Wurzeln haben) mit Informationsmaterial über Kamen. Die Kinder freuten sich über Aufkleber mit dem historischen Wappen und über Bleistifte, bei den Erwachsenen waren insbesondere die Radwanderkarten des Kreises Unna und die „Kleine Kamener Stadtgeschichte“ sehr begehrt.
    War die Hanse ursprünglich zunächst eine Vereinigung niederdeutscher Kaufleute zur Vertretung gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen, bevor sie sich von der Kaufmanns- zur Städtehanse (weiter-)entwickelte, so dient der aktuelle Hansebund der Neuzeit, in den freilich nur Städte aufgenommen werden, die auch schon im Mittelalter Mitglied waren, in erster Linie der Tourismusförderung.
    Daher nimmt auch die Gästeführer-Gilde gerne die Aufgabe wahr und wirbt auf den Hansetagen für die Stadt Kamen. Vielleicht wird dann in Zukunft immer seltener die Frage gestellt werden müssen: Wo liegt eigentlich Kamen?

     

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