Kamen. Eine kleine, aber hochinteressierte Truppe ging mit dem Kamener und Bergkamener Gästeführer Klaus Holzer auf eine Tour, die am Kuhbach entlang bis zu seiner Mündung in die Seseke führte und von dort flußaufwärts nach Kamen, wo sie nach gut 4½ Stunden auf der Vinckebrücke endete. An einem großen Teil der Haltepunkte beschäftigte sich der Gästeführer mit dem Thema Kunst, da im Auftrage des Lippeverbandes beide Ufer von extra für ihren jeweiligen Standort entworfenen Kunstwerken gesäumt werden. Vor allem wurde versucht, Verständnis für moderne Kunst zu wecken, indem die Teilnehmer einen ersten kleinen Schlüssel in die Hand bekamen, mit dessen Hilfe es ihnen vielleicht in Zukunft gelingt, sich einen Zugang zu moderner Kunst zu verschaffen.
Aber natürlich ging es auch um die Seseke und ihre zwei Umgestaltungen in den letzten 90 Jahren und die Technik, ohne die der heutige, „natürliche", d.h., renaturierte Fluß gar nicht funktionieren würde. Ein Fluß war früher ohne Mühle nicht vorstellbar. Wie das System Mühle funktionierte, welche Bedingungen es erst ermöglichten, das war Gegenstand der Erläuterungen an der Hilsingsmühle. Und am Seseke-Körne-Winkel gab es auch noch einen Ausflug in die ganz frühe Geschichte unserer Region, zu den Germanen und ihren Kontakten zu den Römern auf dem Bergkamener Römerberg.
Und nachdem das Wetter auch noch mitspielte – ein kleiner Schauer gleich zu Beginn der Tour störte da kaum – kann man sagen: ein rundherum gelungener Ausflug.
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