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    Zustand der NRW-Autobahnen wird untersucht

    Gelsenkirchen. In diesem Jahr läuft in neun Bundesländern die mittlerweile fünfte Wiederholungsmessung der "Zustandserfassung und -bewertung (ZEB)" auf den Bundesautobahnen. Aktuell werden auch die 2.220 Kilometer Autobahnen in Nordrhein-Westfalen untersucht. Nimmt man alle Fahrspuren zusammen, kommt man dabei allein in NRW auf rund 10.200 Messkilometer. Bis September wird es dauern, bis hier alle Autobahnen nach Spurrinnen, mangelnder Griffigkeit und Rissen untersucht worden sind. Die anschließende Auswertung der Ergebnisse wird mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen. Die Jahresmessung der Bundesautobahnen, zentral ausgeschrieben vom Landesbetrieb Straßenbau, wird neben NRW noch in Thüringen, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Schleswig-Holstein durchgeführt. Insgesamt werden 27.000 Kilometer Autobahn vermessen.

    Mit dem Abschluss der alle vier Jahre durchgeführten ZEB liegt dem Landesbetrieb Straßenbau ein objektives Gesamtbild des Autobahnnetzes in Nordrhein-Westfalen vor. Die Daten der Zustandserfassung und -bewertung sind die Voraussetzung für das Erhaltungsmanagement und gehen darüber hinaus noch in die Arbeit verschiedenster Bereiche des Landesbetriebes ein.

    Die ZEB hilft bei Priorisierungslisten und ermöglicht eine am tatsächlichen Bedarf orientierte Verteilung des Geldes im Straßenbau. Wirtschaftliche und bautechnische Analysen helfen dem Straßenbau der Zukunft. Weiterhin liefern die gewonnenen Daten im Rahmen des "Pavement-Management-Systems (PMS)" die Grundlage einer detaillierten Analyse, die eine objektive und gezielte Erhaltungsplanung von Straßen unterstützt. Werden unterschiedliche Budgets in das System eingegeben, zeigt das PMS Szenarien der voraussichtlichen Zustandsentwicklung in den kommenden Jahren.

    Die Ergebnisse enthalten Werte für Unebenheiten, Griffigkeit, Flickstellen und Risse des Asphalts oder Betons. Daraus werden Substanzwerte und Gebrauchswerte und hieraus Gesamtwerte in der Skala von 1,0 bis 5,0 ermittelt. Die Werte fließen in eine elektronische Karte ein. Auf Knopfdruck kann der gemessene Zustand der Straße in einem bestimmten Abschnitt beurteilt werden. Zur letzten Jahresmessung 2010 waren 57% der Autobahnen in einem "sehr guten" Zustand, 27 Prozent erreichten ein "gut". Sechs Prozent waren in die schlechteste Kategorie einzuordnen. Diesem im Prinzip guten Ergebnis stehen die zunehmend schlechten Ergebnisse im Bereich der Brücken, die gesondert betrachtet werden, gegenüber.

    Das Auto, das die Straßen abfährt, nimmt Quadratzentimeter für Quadratzentimeter die Fahrbahnen auf und speichert umfangreiche Werte. Es ist mit modernen Videokameras, reicher EDV-Ausstattung und hochsensiblen Stroboskopen ausgestattet und rollt dabei im fließenden Verkehr über die Straßen, um sie nach Spurrinnen, mangelnder Griffigkeit und Rissen zu untersuchen. Die Werte fließen in eine elektronische Karte ein. Auf Knopfdruck kann der gemessene Zustand der Straße in einem bestimmten Abschnitt beurteilt werden.

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