von Marie Fuhr
Kamen. Nach langer, harter Arbeit ist es endlich soweit: Das Städtische Gymnasium Kamen ist nun offiziell eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Am Donnerstag (3. Juli) wurde die Auszeichnung an die Schule übergeben. Schulleiter Gahlen eröffnete die kleine Feier im Innenhof der Schule, an der alle Schüler und Lehrer teilnahmen, mit ein paar Begrüßungsworten. Anschließend erklärten die Schüler, die das Projekt an die Schule geholt hatten, was es eigentlich heißt jetzt diese Auszeichnung zu tragen. Jede Schule braucht dazu auch einen Paten oder eine Patin. Das Gymnasium konnte die international erfolgreiche Tennisspielerin Dinah Pfitzenmaier für sich gewinnen. Die 22-jährige war vor drei Jahren selbst Abiturientin an der Schule und weiß, dass Rassismus auf ihren Reisen zu Turnieren immer wieder zu Problemen führt: „Deshalb unterstütze ich dieses Projekt sehr gerne und habe sofort zugesagt, als ich gefragt wurde.“
Große Probleme mit Rassismus sieht das Gymnasium bei sich nicht, deshalb habe man die Auszeichnung durchaus verdient. Sevgi Kahramann-Brust von der kommunalen Integrationsstelle im Kreis Unna, die die Auszeichnung übergibt, weiß aber auch: „Das Projekt ist jetzt nicht zu Ende. Es wird weitergeführt und jedes Jahr wird es an der Schule neue Aktionen zum Thema Rassismus oder Diskriminierung geben.“
Jetzt ist es wichtig, das das Schild „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nicht einfach so in der Schule hängt, sondern alle Schulmitglieder die Werte, die dahinter stehen, auch einhalten. Schließlich haben 86% der Leute an der Schule für das Projekt unterschrieben.
Die Ereignisse am Gymnasium überschlagen sich also weiter und es ist noch lange nicht Schluss, denn morgen ist der letzte Tag des Schulleiters Georg Gahlen.







