von Marie Fuhr
Kamen. Zugegeben, momentan wird ziemlich viel über das Gymnasium berichtet, aber es ist einfach auch unglaublich viel an der Schule los.
In den vergangenen drei Tagen haben die Schülerinnen und Schüler nämlich in über dreißig Gruppen in der Projektwoche „Schule mit Courage – Wir ziehen alle an einem Strang“ gearbeitet. Es wurde getanzt, gesungen und diskutiert.
An der Wand in der 1. Etage hat ein Kurs eine riesige Weltkarte an die Wand gemalt, auf der man erkennen kann, welche ausländischen Wurzeln die Schüler haben. Auch der Schulgarten wird komplett auf den Kopf gestellt und an anderer Stelle eine Schülerzeitung entworfen. Neue Streitschlichter werden ausgebildet und Zeilen und Bilder gegen Rassismus entworfen.
Am letzten Tag der Projektwoche stellten die Schüler ihre Ergebnisse vor. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, die eine Projektgruppe der Oberstufe vorbereitet hatte. Die Schüler hatten mit ihren betreuenden Lehrern fünf Gäste zum Thema „Wie viele Regeln brauchen Schüler?“ eingeladen. Der ehemalige Kamener Polizeichef Büscher diskutierte unter anderem mit dem Jugendoffizier der Bundeswehr Hauptmann Rogge über Themen wie Leistungsdruck in der Schule. Mit dem stellvertretendem Bürgermeister Wiedemann, sowie dem Sozialarbeiter Brandhorst und dem Schulpsychologen Hunke wurden außerdem Themen wie der „Elternführerschein“ oder bereits bestehende Regeln an Schulen diskutiert. Moderator und Schüler Jan Göttker führte mit vielen verschiedenen Impulsen durch die Diskussion und gab auch dem Publikum, bestehend aus Eltern, Schülern und Lehrern, in der Aula die Möglichkeit, sich ebenfalls einzubringen, wobei die deutliche Kritik an G8 von einem der Schüler viel Zustimmung und Applaus erntete.
Am Ende gab die Diskussion den beteiligten einen abschließenden Denkanstoß zum Thema Schule und war so auch das perfekte Ende für eine gelungene Projektwoche.







