66.981 Auspendler verlassen täglich den Kreis Unna
Kreis Unna. 50 Prozent der 132.880 Beschäftigten, die im Kreis Unna wohnen, gehen außerhalb der Kreisgrenzen ihrer beruflichen Tätigkeit nach. So verlassen 66.981 Personen jeden Tag den Kreis, um an ihre Arbeitsstelle zu gelangen. Im Gegenzug pendeln 46.610 Menschen in den Kreis Unna ein, um hier zu arbeiten. Die Zahl der Auspendler überschreitet damit um 20.371 die der Einpendler. Die Agentur für Arbeit Hamm spricht deshalb bei der Interpretation ihrer Pendlerstatistik von einem Auspendlerüberschuss.
Insgesamt weist die Pendlerstatistik mit dem aktuellen Stand (Juni 2013) für den Kreis Unna 112.509 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze aus. Davon sind 59 Prozent mit Arbeitnehmern besetzt, die im Kreisgebiet wohnen.
„Die Pendlerzahlen zeigen, dass die Menschen im Kreis Unna flexibel und mobil sind. Insbesondere die Nachbarregionen bieten gute Beschäftigungschancen, welche auch genutzt werden. Gleichzeitig bleiben die Menschen dem Heimatkreis verbunden und nehmen lieber tägliche Fahrzeiten in Kauf, als den Wohnort zu wechseln“, stellt Harald Küst, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, fest.
Die Pendlerströme zeigen auch, wie eng die wirtschaftliche Verflechtung der Region ist. Die meisten Auspendler arbeiten in den Nachbarregionen wie Dortmund, Hamm und Märkischer Kreis. Dies sind auch die Richtungen, aus denen das Gros der Einpendler stammt.
„Pendeln als flexible Form der Arbeitskräftemobilität wird zunehmend wichtiger“, folgert der Agenturchef. „Mobilität ist neben der fachlichen Qualifikation ein wesentlicher Faktor bei der erfolgreichen Arbeitsuche. Deshalb fördert die Agentur für Arbeit Hamm die auswärtige Arbeitsaufnahme Arbeitsloser durch Mobilitätszuschüsse“ Pendler trügen im Übrigen auch zur Stärkung ihrer Heimatregionen bei. So profitiere der hiesige Einzelhandel von der Kaufkraft der Arbeitnehmer, die im Kreis Unna wohnen, fügt Küst hinzu.






