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    8. Zeitzeichen des Kultur Kreises Kamen

    zeitz14

    Heribert Reif, Alte Kopfbuchen in Nordrhein-Westfalen –  zum Geschichtsverständnis früherer Waldnutzung

    Kamen. Am 13. November 2014 findet die Veranstaltungsreihe „Zeitzeichen“ des Kultur Kreises Kamen ihre 8. Auflage. Zum zweiten Mal geht der Blick über Kamen hinaus. Es geht um Kopfbuchen in NRW. Heribert Reif, der Referent des Abends, ist ausgewiesener Baumexperte und weiß Erstaunliches über Bäume und Holz in ihrer Bedeutung für die Kulturgeschichte zu berichten. Er selber schreibt zu diesem Vortrag:

    Die Kulturgeschichte des Menschen ist auch die Geschichte der Wälder, der Bäume und des Holzes. Das Mittelalter ist das Holzzeitalter schlechthin, und gerade dieses Jahr, das Karlsjahr 2014, nehmen wir zum Anlass, uns in die Ursprünge der Holzkultur und Waldnutzung in früheren Zeiten zu vertiefen. Karl der Große erließ eines der ersten Schutzgesetze zum Wohle des Waldes und der Bäume.
    Holznutzung ist so alt wie die Menschheit! Vom Blitzbaum, vom ersten Lagerfeuer bis zum Holz- und Kohleherd begleitet uns das Holz der Bäume, welches schon in frühester Zeit ein kostbarer Rohstoff- und Energielieferant war.

    Unsere ältesten Bäume sind zwischen 250 und 800 Jahre alt, je nach Hart- oder Weichholz, werden aber in der Erinnerung der Bevölkerung oft als 1000-jährige Bäume empfunden. Mit Hilfe der Geschichtswissenschaften können wir das Nutzungsverhalten der menschlichen Kultur bestimmen und exakt datieren. Und sie benutzt die Jahresringe der Bäume zur Bestätigung ihrer Zeitrechnung. Im Vortrag sehen Sie die letzten Reste mittelalterlicher Baumnutzung in unserer unmittelbaren Umgebung.

    Der Autor begann 1986 am Botanischen Garten Rombergpark mit seinen systematischen baumkundlichen Nachforschungen zu diesem Thema. Er entlarvt viele Falschmeldungen und irreführende Bezeichnungen, wie das Märchen von der Priorlinde in Hagen oder die Überlieferung des Glaubens an tausendjährige Eichen und Linden an Burgen, Klöstern und Kirchen.

    Hat Karl der Große unsere alten Bäume schon gekannt und hat er sich in deren Schatten aufgehalten – das ist hier die Frage?

    Zu dieser Veranstaltung am 13. November 2015 um 19.30 Uhr lädt der KulturKreisKamen Sie ins Haus der Stadtgeschichte in Kamen, Bahnhofstraße 21, ein. Der Eintritt ist frei. Spenden für Projekte des KulturKreisKamen in Kamen sind willkommen.

    Für die Umsetzung seiner Vorhaben ist der Kultur Kreis Kamen auf Spenden angewiesen, die auf das Konto des Fördervereins des Kamener Museums, Kto.Nr. 18000 39 0 99 bei der Sparkasse UnnaKamen, BLZ 443 500 60, überwiesen werden können. Der Förderverein stellt steuerlich wirksame Spendenquittungen aus (bitte Spenderadresse deutlich angeben).

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