von Christoph Volkmer
Kamen-Methler. „Am besten ist unser Geschäft derzeit wohl mit einem Hubschrauber zu erreichen“, scherzt Claudia Demarczyk, während ihr Blick auf das Kreiselbauwerk im Einmündungsbereich zwischen der Königstraße und Germaniastraße gerichtet ist. Seit Frühjahr 2013 haben Bewohner und Gewerbetreibende aus der Germaniastraße eine Großbaustelle vor der Nase. „Gestern sollte hier eigentlich asphaltiert werden“, sagt Jürgen Demarczyk, Inhaber der gleichnamigen Traditions-Fleischerei. Doch rund um den neuen Kreisel herrschen noch andere Bautätigkeiten - eine Asphaltiermaschine ist nicht in Sicht. „Unsere Stammkunden kommen zu Fuß über die Baustelle“, erklärt der Fleischermeister. Andere, die es gewohnt waren, spontan und ohne Umwege direkt einen Parkplatz vor der Fleischerei zu bekommen, sind eher seltene Gäste geworden. „Uns fehlen an jedem Tag etwa 25 Kunden“, bilanziert Demarczyk. Finanzielle Einbußen hat das Familienunternehmen seit dem Baustart mit Arbeiten an Kanal-, Unterbau- und Straßenoberfläche zu verzeichnen. Eine nahezu täglich andere Verkehrsführung führe ebenso dazu, dass die Kunden bei ihrer Anfahrt zur Germaniastraße verunsichert sind, oder diese Strecke gleich meiden.
„Hoffentlich kommt der Winter nicht zu schnell“, wünscht sich Claudia Demarczyk. Denn dann - da ist sich das Paar sicher - werden die Arbeiten im Bereich um das Geschäft und den Kreisel nicht wie geplant bis Ende des Jahres fertig. „Dann würde auch noch das Weihnachtsgeschäft ins Wasser fallen“, befürchtet Jürgen Demarczyk.





