Unna. „Mord am Hellweg“ wartet zum Abschluss mit Staraufgebot auf: Jo Nesbø, einer der renommiertesten und erfolgreichsten Krimiautoren weltweit, und der Schauspieler Oliver Mommsen beenden das diesjährige Festival auf dem ausverkauften Final Criminal Act am 15.11.2014 in der Rohrmeisterei in Schwerte. Jo Nesbø präsentiert seinen Kriminalroman „Der Sohn“, der am 14. November in Deutschland druckfrisch erscheint und mit dem der Autor in Norwegen, England, Dänemark und den Vereinigten Staaten sofort ganz oben in den Bestsellerlisten einstieg.
Seit dem 20. September hielten Mord, Totschlag und Verbrechen die Hellweg-Region bei der siebten Ausgabe der seit 2002 veranstalteten Biennale in Atem, natürlich rein fiktional. Insgesamt fanden im Zeitraum von gut acht Wochen 220 Veranstaltungen mit 380 Einzellesungen und über 400 Mitwirkenden statt, einschließlich des neu aufgelegten Kinderprogramms „Worte.Orte.Abenteuer“. Das Konzept, mit hochkarätigen Veranstaltungen außergewöhnliche Orte der Region literarisch zu inszenieren, zog erneut zehntausende BesucherInnen aus ganz NRW und dem gesamten Bundesgebiet in den Bann.
Allein 196 Autorinnen und Autoren aus über 25 Ländern und mehreren Kontinenten waren in der Hellwegregion zu Gast, darunter viele Weltstars wie Don Winslow (USA), Michael Robotham (Australien), Deon Meyer (Südafrika), Simon Beckett (England), Ian Rankin (Schottland), Robert Wilson (England), Jussi Adler-Olsen (Dänemark), Arne Dahl (Schweden) Donna Leon (USA/Italien), Håkan Nesser (Schweden) oder Jo Nesbø (Norwegen). Aber auch BestsellerautorInnen aus Deutschland gaben sich bei „Mord am Hellweg VII“ die Klinke in die Hand. Ausverkaufte Häuser erlebten Rita Falk, Sebastian Fitzek, Ingrid Noll, Andreas Eschbach, Klaus-Peter Wolf, Max Bentow, Nina George, Zoran Drvenkar, Petra Hammesfahr und viele mehr …
Der Zuschauerboom zu „Mord am Hellweg“ war 2014 ungebrochen und konnte gegenüber 2012 sogar um 40 Prozent gesteigert werden. In den acht Wochen des Festivals nahmen an den verschiedenen Lesungen 26.200 Besucher teil (2012: 19.000). Und dies, obwohl das Festival viel Wert darauf legt, auch kleinere Veranstaltungsorte wie z.B. den Club Geisthövel in Ahlen oder die alte Mühle in Bönen zu bespielen oder internationalen sowie nationalen Newcomern eine Chance zu bieten. Die durchschnittliche Gesamtauslastung des Angebots betrug 91 Prozent.
„Unser Festival war ein grandioser Erfolg, anders kann man es nicht ausdrücken!“, urteilt Sigrun Krauß (Kulturbereich der Kreisstadt Unna, Festivalleitung). „Wir können es noch gar nicht fassen. Ein Stück weit sind wir von dem großen Besucherandrang sogar überrascht worden!“, so Dr. Herbert Knorr (Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V., Festivalleitung) und Sigrun Krauß ergänzt: „2014 konnten wir ein Wahnsinnsprogramm mit absoluten Spitzenstars auf die Beine stellen. Das Publikum hat es uns gedankt. Es wird uns aber auch 2016 daran messen.“
Den größten Zuspruch gab es beim Familientag von „Mord am Hellweg“, der „ExtraFahrt! mit dem Hellweg Crime Express“ (gemeinsam mit Busse & Bahnen NRW veranstaltet). Knapp 4.000 Zuschauer erfreuten sich an diesem Tag an 80 verschiedenen spannenden Angeboten für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die in drei Sonderzügen und an zehn Lesebühnenpräsentiert wurden! Die Festival-Website www.mordamhellweg.de wurde im Festivaljahr mehr als sieben Millionen Mal aufgerufen, Ende des Jahres wird sich der festivalbegleitende Krimiband „Sexy.Hölle.Hellweg“ rund 4.000 Mal verkauft haben, über 10.000 Krimifans stimmten über den nächsten Preisträger des Europäischen Preises für Kriminalliteratur (RIPPER AWARD) online oder per Postkarte ab.
Auch wenn Europas größtes internationales Festival morgen endet – so steht noch die Preisverleihung des mit 11.111 Euro dotierten Europäischen Krimipreises im Frühjahr 2015 aus. Nominiert sind Jussi Adler-Olsen, Simon Beckett, Arne Dahl, Ian Rankin und Robert Wilson. Wer den Preis, der in letzter Instanz ein Publikumspreis ist, gewinnen wird, gibt die Festivalleitung Mitte Dezember bekannt. Bisherige Träger sind die schwedischen Autoren Henning Mankell (2008), Håkan Nesser (2010) und Fred Vargas (2012). Der Preis ehrt eine/n Kriminalschriftstellerin/Kriminalschriftsteller, die/der sich mit ihrem/seinem bisherigem Wirken im europäischen Ausmaß um die Kriminalliteratur verdient gemacht hat.
Viele der (internationalen) Autorinnen und Autoren waren vom Charme und der Atmosphäre der Veranstaltungsorte sowie den vielen aufmerksamen Besuchern so beeindruckt, dass sie bereits versprochen haben, wiederzukommen. Denn in zwei Jahren soll es weitergehen. Erste Vorbereitungen für 2016 und das achte Festival „Mord am Hellweg“ werden bereits getroffen.
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