von Christoph Volkmer
Kamen. Stillstand ist für einen Künstler ein Zustand, den es zu vermeiden gilt. „Man muss zusehen, dass die Kunst lebendig bleibt und man immer offen für neue Ideen und Einflüsse ist“, sagt Reimund Kasper. Am vergangenen Wochenende öffnete der Designer wieder einmal sein Atelier in der Jugendstilvilla an der Hammer Straße, um sein neueste Reihe unter dem Namen „JUPP“ interessierten Besuchern zu präsentieren.
Der Künstler lässt damit die frühere Tradition mit Türbildern wieder aufleben. Waren es vor mehr als 100 Jahren noch Sprüche, die als Hingucker über den Türrahmen angebracht waren, setzten die Türbilder von Reimund Kasper die Sprache seiner sonstigen Bildwerke fort. Auf 65 bis 85 Zentimeter breiten Holzbögen sind Phantasiewelten oder aber Landschaften rund um die heimische Seseke zu sehen. Die zahlreichen Besucher und der Künstler waren sich am Wochenende einig: „Die Motive sorgen für eine ganz andere Wärme und Atmosphäre in einem Raum.“
Die „Tradition in neuem Gewand“ kam bei den Gästen so gut an, dass Kasper von den ursprünglich 60 Werken schon fast die Hälfte verkauft hat. Trotz der überaus guten Resonanz mit über 120 Besuchern wird sich Reimund Kasper demnächst wieder einem anderen künstlerischen Bereich widmen. „Ich will ja keine Kopien meiner eigenen Arbeit anfertigen“, unterstreicht er. Einen beträchtlichen Teil der Einnahmen aus den Verkäufen der Türbilder stellt der Künstler der Lebenshilfe Berlin zur Verfügung, die sich um Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörige kümmert.





