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    "Memento mori" ("Gedenke deiner Sterblichkeit") - 5. Sterben und Tod in heutiger Zeit

    vhskamenKamen. Am Dienstag, den 16.12., findet um 19.30 Uhr im Haus der Stadtgeschichte die VHS-Vortragsreihe zu Sterben und Tod ihren Abschluss.

    Die von ausgefeilter Technik und einer immer differenzierteren Freizeit- und Dienstleistungskultur gekennzeichnete säkulare Gesellschaft hat in den letzten Jahrzehnten spürbare Veränderungen im Umgang mit Sterben und Tod bewirkt.

    So werden etwa Sterbebegleitung, Abschied vom Verstorbenen und Trauerarbeit immer weniger durch Familie und Verwandtschaft, Berufs- und Vereinskollegien oder Dorfgemeinschaften getragen, sondern auf professionelle Dienstleister verlagert bzw. "ausgelagert". Das Bestattungsbewerbe bietet vielfältige Bestattungsriten an, die an die Stelle der traditionellen und religiös begleiteten Beisetzung auf öffentlichen Friedhöfen zu treten beginnen, wobei sich ein Trend zur Anonymität abzeichnet. Ohne einen besonderen Zynismus an den Tag zu legen, darf man mittlerweile wohl von einer Verdrängung oder gar "Abschaffung" von Sterben und Tod sprechen, wenn man beispielsweise auf bestimmte Auswüchse des Jugend- und Schönheitskultes sowie des Gesundheits- und Fitnesswahns schaut.

    Ein völlig anderer und neuerer Aspekt ist die Diskussion über aktive und passive Sterbehilfe oder das jederzeitige Recht auf einen selbstbestimmten Tod. Hier sind nicht nur Wissenschaftler und Ethikkommissionen, sondern vor allem auch der Gesetzgeber aus Gründen der Rechtssicherheit besonders gefordert.

    Dieser Themenabend ist schwerpunktmäßig als Diskussionsforum gedacht; die Referenten Dr. H.-W. Drexhage und M. von Horadam, werden für die einzelnen Aspekte nur kurze Thesen mit einigen Erläuterungen versehen.

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