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    Flugschule sucht neues Gelände

    Foto: Revierwings Peter SeifertKamen. „Die Freiheit, wie ein Vogel durch die Lüfte zu fliegen, mit Wind, Wetter und Thermik zu spielen – eines der schönsten Dinge der Welt“, sagt Peter Seifert. Jetzt sucht der Fluglehrer ein neues Gelände, um seine Flugschule am Leben zu erhalten.
    Peter Seifert (62) ist Malermeister in Wickede (Ruhr) und betreibt nebenbei die Flugschule „Revierwings“. „Aufgewachsen bin ich in Essen. Da flogen die Segelflugzeuge immer über unser Haus“, erzählt er. Schon als kleiner, achtjähriger Junge habe ihn die Fliegerei fasziniertund er begann, Flugmodelle zu bauen. Mit 14 begann er seine Segelflugschulung, zwei Jahre später wurde er vom „Deutschen Aero Club“ als bester Nachwuchspilot des Jahres 1968 ausgezeichnet.
    „Mit 32 Jahren habe ich in den Alpen zum ersten Mal Drachenflieger gesehen. Das war sofort mein Ding – unabhängig von einer Mannschaft fliegen zu können“, sagt Seifert.In den 1980 Jahren wurde er zum Drachen- und1996 zum Gleitschirmpiloten ausgebildet, „und nach verschiedenen Lehrgängen in Theorie und Praxis habe ich dann 2001 die staatliche Prüfung als Fluglehrer für Gleitsegel und Hängegleiter abgelegt.2008 folgte die Fluglehrerprüfung fürs Motorschirm-Fliegen, 2013 erwarb ich die Flugberechtigung für Ultraleichtflugzeuge.“
    Nachdem Seifert Ender der 1970er-Jahre seinen Malerbetrieb in Essen aufgebaut hatte, widmete er sich der Gründung einer eigenen Flugschule. „Auf Suche eines neuen Wirkungskreises konnte ich 2012 eine Kooperation mit dem Flugplatz in Kamen-Heeren schließen. Aufgrund eines schriftlichen Vertrages mit dem alten, mittlerweile abgewählten Vorstands zogen meine Frau und ich vor 6 Monaten nach Wickede (Ruhr)“, führt er aus. Auch seinen Malerbetrieb habe er dorthin verlegt.
    „Auf Anweisung des neuen Vorstands wurde das Motorschirmfliegen mit sofortiger Wirkung untersagt. Da ich immer mehr eingeschränkt werde, suche ich für den Windenschleppstart-und den Motorschirmbetrieb mit Gleitschirmen ein neues Gelände“, sagt Seifert. „Ferner sind die Betriebszeiten für das Gleitschirmfliegen auf dem Flugplatz Kamen-Heeren morgens von Sonnenaufgang bis ca. 10 Uhr und abends von ca. 19 Uhr bis Sonnenuntergangfestgelegt, weil dann die Segelflieger den Platz beanspruchen. Leider kann ich den Gleitschirmpiloten, zu diesen Zeiten, nur bedingt unseren schönen Flugsport anbieten. Sie wollen schließlich auch einmal die Thermik für längere Flüge nutzen können.“ Thermik entstehe aber nur zur wärmeren Tageszeit.
    „Ich möchte Piloten ausbilden, die sich später sicher im Luftraum bewegen können“, doch dafür brauche man selbstverständlich ein Fluggelände. Dieses sucht er jetzt. Sein Aufruf richtet sich an Landwirte und Grundstücksbesitzer im Radius von 50 km rund um Kamen. „Am besten wäre ein geradlinig verlaufender Feld-Wirtschaftsweg als Verbindung von zwei Flächen, dieje ca. 80 mal 80 Meter groß sein sollten. Es kann aber auch gerne ein rechteckiges Gelände von 30 Meter Breite und 800 Meter Länge sein.“Bevorzugt sei der Haarstrang oder nördlich der A 2. Dazwischen bestehe die Kontrollzone von Dortmund, welche für die Einfachfliegerei nicht geeignet sei.
    Dieses Grundstück, das der Flugschule als „Schleppgelände“ dienen soll, ist nötig, um mittels eines Quads die Schleppseile auszuziehen, um dann mittels Schleppwinde die Gleitschirme in die Luft zu ziehen. „Immer faszinierend, insbesondere für Nichtpiloten“, freut sich Seifert. „Was gibt es Schöneres als ein Stoffpäckchen aus dem Rucksack zu holen und einfach davon zu schweben?Quasi das Flugzeug aus dem Kofferraum“, so Seifert. „Während des Fluges sitzt der Pilot bequem in einem Sitzgurrt. Gesteuert wird der Gleitschirm mit den Händen in Schlaufen, verbunden mit zwei Steuerleinen. Mithilfe von Aufwinden sind stundenlange Flüge und für fortgeschrittene Piloten Streckenflüge bis über 100 km keine Seltenheit.“
    Sein Wissen will Peter Seifert weitergeben, seine Faszination teilen. „Deshalb hoffe ich, dass sich Grundstücksbesitzer bei mir melden und ich schnellstmöglich ein neues Gelände finde.“

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