Kamen. Vom 26. Februar bis zum 26. März zeigt das Haus der Stadtgeschichte die Ausstellung "Wie in einem Spiegel" von Dr. Gerta Bauer.
Die Arbeiten von Gerta Bauer sind geprägt von einer lebenslangen Auseinandersetzung mit der Natur, ihren Entscheidungen und Gesetzmäßigkeiten und dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur.
Die Kunst hat sich zu allen Zeiten mit der Natur befasst. "Die Zwiesprache mir der Natur bleibt für den Künstler conditio sine qua non" so Paul Klee. Der Mensch ist selber Natur, er betrachtet sie aber als geistiges Wesen auch reflektierend, gleichsam von außen.
Unser Verhältnis zur Natur ist also sowohl von Nähe als auch von Distanz geprägt. In der Kunst benutzen wir die Natur als Projektionsebene unsere Empfindungen, Gedanken und Wertungen.
Gerta Bauer geht von exakten Naturbeobachtungen aus und setzt Naturobjekte als Gestaltungsmittel ein. Hierbei nutzt sie sowohl geometrische als auch anthropomorphe Formen für den Transformationsprozess vom Naturding zur Kunst. Dieser Verfremdungsprozess ermöglicht einen neuen Zugang zur Natur. Menschen und Naturordnung treten in einen Dialog, der neue Erfahrungen des Sehens und Erlebens erschließt und den Blick auf die gestalteten Mächte der Natur freigibt. Wenn das gelingt, trägt Kunst dazu bei, den Umgang mit der Natur als Ausbeutungsobjekt ohne Eigenwert kritisch zu hinterfragen.
Am Eröffnungsabend wird der Leiter des Hauses der Stadtgeschichte, Robert Badermann und der Kulturausschussvorsitzende, Daniel Heidler die Gäste begrüßen. Dr. Hermann Josef Bauer wird die Einführung in die Werke halten. Die musikalische Begleitung übernehmen Ina Herkenhoff, Querflöte und Jörg Lungenhausen, Gitarre.





