Sonderreglung Zulassungsstelle: Abmelden von Fahrzeugen via Postweg

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kennzeichenUNKWKreis Unna. Die Kreisverwaltung hat seit 18. März für Publikumsverkehr geschlossen. Das betrifft auch die Zulassungsstelle. Wer sein Fahrzeug allerdings lediglich abmelden möchte, kann das ab heute auch ohne Besuch im Kreishaus erledigen. Dafür notwendig sind ein Zugang zur Internetseite kreis-unna.de, ein funktionierender Drucker sowie stabiles Verpackungsmaterial zum Versenden der Kennzeichen.

Das Formular zur Stilllegung des Fahrzeugs ist als PDF-Datei zum Downloaden auf kreis-unna.de (Suchbegriff: Anträge und Formulare, Kategorie "Straßenverkehr", "Zulassungsvollmacht") hinterlegt. Dieses muss vollständig ausgefüllt und unterzeichnet werden. Für die Stilllegung des Fahrzeugs benötigt werden außerdem:

Zulassungsbescheinigung (Teil 1) im Original
Kennzeichenschild(er)
Angabe einer Rücksendeanschrift.

Es können ausschließlich vollständige Anträge bearbeitet werden. Der Personalausweis wird hierfür nicht benötigt.

An die Rücksendeanschrift wird die entwertete Zulassungsbescheinigung versendet. Die Kennzeichen werden nicht zurück geschickt. Die entstandenen Gebühren werden in Form eines Gebührenbescheides der Rücksendung beigefügt.

Falls das identische Kennzeichen bei einer späteren Wiederzulassung erneut verwendet werden soll, ist eine Neuprägung bei einem Schildermacher nötig.

Ausnahmereglung zur Eindämmung des Infektionsrisikos
Die Möglichkeit der Beantragung auf dem Postweg gilt ausschließlich für die Zeiten der Schließung der Kreisverwaltung Unna zur Eindämmung des Infektionsrisikos mit dem neuartigen Coronavirus. Damit sollen betroffene Bürger nicht durch die Zahlung von Kfz-Steuern und Haftpflichtversicherungsbeiträgen, bei nicht genutzten Fahrzeugen zusätzlich belastet werden. Eine Ausweitung auf weitere Zulassungsvorgänge ist nicht möglich und daher auch nicht vorgesehen. PK | PKU

Corona: Neue Verfügung der Stadt Kamen setzt Erlasse des Landes um

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Amtliches

abgesagt2KWKamen. Die Stadt Kamen hat heute mehrere Erlasse der Landesregierung umgesetzt und eine ergänzte Allgemeinverfügung erlassen, die ab dem 19. März 2020 gültig ist. Danach sind alle Veranstaltungen (öffentliche und private) untersagt. Spiel und Bolzplätze sind geschlossen. Auch alle weiteren Freizeiteinrichtungen (z.B. Sportstätten, Cafés, Bars oder Bildungseinrichtungen) bleiben zu. Die Details sind in der aktuellen Verfügung enthalten, die auf der Internetseite der Stadt Kamen unter www.stadt-kamen.de auf dem Bereich „Coronavirus“ eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Nach der Verfügung dürfen Restaurants und Speisegaststätten nur noch von 6 bis 15 Uhr geöffnet werden. Weitere Auflagen zur Risikominimierung gelten ganztägig. Übernachtungsangebote jeglicher Art zu touristischen Zwecken sind untersagt. Grundsätzlich sind alle Verkaufsstellen des Einzelhandels ab dem 19. März 2020 zu schließen. Öffnen dürfen:

- der Einzelhandel für Lebensmittel
- Wochenmärkte
- Abhol- und Lieferdienste
- Getränkemärkte
- Apotheke
- Sanitätshäuser
- Tankstellen
- Banken und Sparkassen
- Poststellen
- Friseure
- Reinigungen
- Waschsalons
- der Zeitungsverkauf
- Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
- der Großhandel

Auch Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen.

Alle Verkaufsstellen müssen die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und Vermeidung von Warteschlangen treffen. Im Übrigen gelten die Regelungen aus der Allgemeinverfügung vom 16. März 2020 der Stadt Kamen weiter fort.

Ergänzte Allgemeinverfügung Veranstaltungen

Landesregierung beschließt weitere Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung

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Soforthilfe in Höhe von 150 Millionen Euro für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
Ministerpräsident Laschet: „Befinden uns in einer schweren Krise – für die Gesundheit, für den Wohlstand und für den Zusammenhalt in unserem Land.“ / Weitere kontaktreduzierende Maßnahmen beschlossen / Wirtschaftsgipfel am Donnerstag

Düsseldorf. Die Landesregierung teilt mit: Das Landeskabinett hat am Dienstag, 17. März 2020, weitere umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus sowie zur Stärkung der medizinischen und pflegerischen Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Anzahl sozialer Kontakte in der Bevölkerung weiter zu reduzieren und so die Ausbreitung des Corina-Virus zu verlangsamen. Zu diesem Zweck wurde unter anderem beschlossen, weitere Einrichtungen und Angebote zu schließen oder zu untersagen, die Öffnungszeiten und Auflagen von Restaurants enger zu fassen und Übernachtungsangebote nur zu ausschließlich nicht touristischen Zwecken weiterhin zuzulassen. Zugleich wird für wichtige Angebote des täglichen Bedarfs die Öffnung an Sonn- und Feiertagen gestattet. Hierzu zählen beispielsweise Geschäfte des Einzelhandels für Lebensmittel und Apotheken.

Bei den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern sowie bei weiteren Einrichtungen der medizinischen und pflegerischen Versorgung bestehen erhebliche Bedarfe aufgrund der Erfordernisse zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Als Soforthilfe werden Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen der medizinischen und pflegerischen Versorgung zusätzliche Mittel in Höhe von 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Entwicklung der Infektionen mit dem Corona-Virus in Nordrhein-Westfalen ist nicht nur dynamisch, sondern dramatisch. Es muss nun der Letzte verstehen: Wir befinden uns in einer schweren Krise – für die Gesundheit, für den Wohlstand und für den Zusammenhalt in unserem Land. Die Landesregierung arbeitet Tag und Nacht daran, die Corona-Virus-Pandemie einzudämmen. Wir arbeiten dabei eng mit der Bundesregierung, aber auch im Länderkreis und mit unseren Freunden in Belgien und den Niederlanden zusammen. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, das Virus erfolgreich zu bekämpfen und möglichst viele Menschenleben zu retten. Es geht um Leben und Tod. So einfach ist es. Und so schlimm.“

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Mit dem heutigen Erlass ergänzen wir die kontaktreduzierenden Maßnahmen, die wir bereits am Sonntag ergriffen haben. Dass die Bundesregierung unsere Regelungen explizit als Vorbild für ihre Empfehlungen genannt hat, bestätigt uns in unserer Einschätzung, dass wir mit Besonnenheit und Entschlossenheit gehandelt haben. Das wird auch künftig Maßgabe unseres Handelns sein.“

Die weiteren Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus und zur Bewältigung der Auswirkungen beinhalten unter anderem folgende Eckpunkte:

Weitere kontaktreduzierende Maßnahmen: In Ergänzung zu den am 15. März 2020 angeordneten Maßnahmen gelten ab dem 16. März 2020 beziehungsweise 17. März 2020 weitere Maßnamengelten, um zu einer weiteren Verzögerung der Infektionsdynamik beizutragen.

Folgende Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angebote sind zu schließen beziehungsweise einzustellen: Alle Kneipen, Cafés, Opern- und Konzerthäuser (ab 16. März), alle Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen, Reisebusreisen, jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen (ab 17. März), Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und ähnliche Einrichtungen (ab 16. März), Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen (ab 16. März).

Alle Spiel- und Bolzplätze sind zu schließen.

Der Zugang zu Bibliotheken (außer Bibliotheken an Hochschulen), Mensen, Restaurants und Speisegaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen ist zu beschränken und nur unter strengen Auflagen (sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich) zu gestatten. Auflagen sind Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Tischen von 2 Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen etc. Restaurants und Speisegaststätten dürfen frühestens ab 6 Uhr öffnen und sind spätestens ab 15 Uhr zu schließen.

Folgenden Geschäften ist bis weiteres auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr gestattet (dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag): Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten sowie Apotheken, außerdem Geschäften des Großhandels.

Sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes müssen die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlagen treffen.
Übernachtungsangebote dürfen nur zu nicht touristischen Zwecken genutzt werden. Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt.

(Den Erlass mit allen angeordneten Maßnahmen finden Sie unter www.land.nrw/corona)

Wirtschaftsgipfel der Landesregierung: Neben den gesundheitlichen Auswirkungen ist das Corona-Virus auch eine sehr ernste Herausforderung für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung hat dazu bereits viele Gespräche geführt und kurzfristige Maßnahmen für in Not geratene Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Weg gebracht. Ministerpräsident Armin Laschet, Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sowie Finanzminister Lutz Lienenkämper werden sich am Donnerstag mit den Spitzen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft und den Sozialpartnern in einer Videokonferenz austauschen. Ziel ist, die Unterstützungsprogramme weiter auszubauen und passgenaue finanzielle Hilfen für Betroffene bereitzustellen. An den Gesprächen nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter der NRW.BANK sowie der Banken- und Sparkassenverbände teil.

Allgemeinverfügung der Stadt Kamen: Alle Versammlungen untersagt

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Amtliches

abgesagt2KWKamen. Sicherheit geht vor: Aufgrund der Corona-Pandemie sind in Kamen ab sofort bis einschließlich 19.04.2020 alle öffentlichen Versammlungen untersagt. Gemäß eines Erlasses des Landes NRW vom 15. März hat die Stadt Kamen hierzu eine Allgemeinverfügung bekannt gegeben. Hiernach werden unter anderem alle Bars, Clubs, Diskotheken, Museen, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Saunen, die Volkshochschule, Musikschule und Jugendzentren geschlossen. Wie die Stadt mitteilt, werden ebenso Zusammenkünfte in Sport- und Freizeiteinrichtungen eingestellt sowie alle Spielhallen, Wettbüros und Prostitutionsbetriebe geschlossen.

Darüber hinaus wird nach der Verfügung der Zugang zu Gaststättenbetrieben insoweit eingeschränkt, als dass alle Besucher namentlich registriert werden sowie eine Höchstzahl von 25 Personen gleichzeitig und ein Mindestabstand zwischen Tischen von zwei Metern eingehalten werden muss. Der Zugang zu Einkaufszentren, Einrichtungshäusern und ähnlichen Einrichtungen ist lediglich zur Deckung des dringenden oder täglichen Bedarfes zulässig.

Personen, die aus Risikogebieten zurückkommen, ist es zudem für einen Zeitraum von 14 Tagen untersagt, u.a. Krankenhäuser, Kindertageseinrichtungen, stationäre Einrichtungen der Pflege etc. aufzusuchen. Weitere Details sind in der ausführlichen Allgemeinverfügung des Stadt Kamen enthalten.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Deutliche regionale Unterschiede im Februar

am . Veröffentlicht in Amtliches

BAkamenKWKreis Unna. Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 24 auf 14.660. Im Vergleich zu Februar 2019 ging die Arbeitslosigkeit um 179 (-1,2 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,9 Prozent auf dem Niveau des Vormonats.

„Erfreulicherweise ist der saisonale Anstieg an Arbeitslosen bereits abgeschlossen, denn im Februar konnte Arbeitslosigkeit im Kreis Unna wieder abgebaut werden“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die einsetzende Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt. Diese zeige sich bisher zwar nur zaghaft, dafür aber früher als erwartet: „Der Winter hat, insbesondere aufgrund des milden Klimas, nahezu keine Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen und damit ist jetzt auch nicht mehr zu rechnen. Nach und nach werden alle Personengruppen wieder Arbeitslosigkeit abbauen, aktuell geschieht dies insbesondere bei Älteren und Langzeitarbeitslosen. Der Anstieg an jungen Arbeitslosen ist unkritisch zu bewerten, denn hierbei handelt es sich um eine Übergangsarbeitslosigkeit nach Beendigung von Schule oder Ausbildung, die ab dem Frühsommer zumeist in neue Beschäftigung mündet“, so Thomas Helm.

Entwicklung in einzelnen Personengruppen

Im Kreis Unna leben derzeit 1.003 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg um 30 (+3,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 75 Jugendliche (-7,0 Prozent) gesunken. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung allein waren es 493, damit 46 oder 10,3 Prozent mehr als im Januar und 20 oder 4,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei der Grundsicherung waren es aktuell 510 jüngere Arbeitslose, 16 weniger als im Vormonat und 95 weniger als im Vorjahr. Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Februar wurden 3.076 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um neun Personen gegenüber dem Vormonat (-0,3 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 101 ältere Arbeitslose (+3,2 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.959 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 39 Arbeitslose (+1,0 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Februar 2019 waren 244 ausländische Arbeitslose (-6,6 Prozent) weniger gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 1.231 geflüchteten arbeitslosen Menschen, vor einem Jahr lag ihr Bestand bei 1.070. Damit hatten im Berichtsmonat 8,4 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund, im Vorjahr waren es 7,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ist der Bestand an arbeitslosen Geflüchteten um 64 gestiegen. Die Langzeitarbeitslosigkeit reduzierte sich im Berichtsmonat um 57 Personen (-1,1 Prozent) auf 5.096. Im Vorjahresvergleich sind das 466 Personen (-8,4 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat sank die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 16 (-1,1 Prozent) auf 1.389. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Bestand leicht um fünf (+0,4 Prozent).

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im vergangenen Monat unterschiedlich in den zehn Kommunen des Kreises Unna. Den prozentual höchsten Rückgang verzeichnete Bergkamen (3,3 Prozent bzw. 71 auf 2.105). Danach folgen Kamen (-1,9 Prozent bzw. 32 auf 1.626), Selm (1,8 Prozent bzw. 15 auf 828) und Werne (-0,1 Prozent bzw. eine Person auf 787). In Lünen stagnierte die Arbeitslosigkeit (4.344). Angestiegen ist sie am geringsten in Holzwickede (+0,9 Prozent bzw. vier auf 444), danach folgen Unna (+1,1 Prozent bzw. 22 auf 1.966), Fröndenberg (+1,6 Prozent bzw. neun auf 568), Bönen (+2,5 Prozent bzw. 16 auf 644) und Schwerte (+3,4 Prozent bzw. 44 auf 1.348).

Kreis Unna: Grundstückspreise steigen weiter

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Amtliches

213335VDominik Finsterbusch (Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, l.), Martin Oschinski (Leiter Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, 2.v.l.) und Jochen Marienfeld (Fachbereichsleiter Geoinformation und Kataster, r.) präsentieren die Daten. Foto: Max Rolke – Kreis UnnaKreis Unna. Wer als Experte vor Jahren immer weiter steigende Grundstückspreise vorausgesagt hat, kann jetzt sagen: "Ich hatte recht." Denn wie schon im vergangenen Jahr bestätigt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Unna für das Jahr 2019 den Trend: Die durchschnittlichen Kaufpreise für Grundstücke steigen weiter.

Genauer gesagt steigen die Preise um 9 Prozent: "Bauplätze sind weiterhin knapp und in der Folge gehen Baulandpreise auch nach oben", so Martin Oschinski, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte. "Im Schnitt kostete der Quadratmeter Bauland im Kreis Unna 200 Euro. So teuer war es noch nie."

Marktbeobachtung
Diese Rückschlüsse kann Oschinski ziehen, weil der Gutachterausschuss die Preise aller im Kreisgebiet (mit Ausnahme der Städte Lünen und Unna) verkauften Grundstücke ausgewertet hat. Am teuersten waren Wohnbauflächen 2019 in Holzwickede und Werne. Auf dem Grundstücksmarkt haben 2019 knapp 600 Millionen Euro ihren Besitzer gewechselt. Vor zehn Jahren war es die Hälfte. Seit 2014 jedes Jahr rasanter Anstieg.

Was tun also gegen immer weiter steigende Preise? Die Antwort liegt auf der Hand: Mehr Bauland schaffen. Und hier liegt Selm weit vorne. In den Jahren 2013 bis 2019 hat Selm 9 Bauplätze pro 1.000 Einwohner ausgewiesen, gefolgt von Fröndenberg/Ruhr (8) und Werne (6).

Bodenpreise
Doch nicht nur die Preise für Wohnbauflächen stiegen 2019 weiter. Auch die Preise für landwirtschaftliche Flächen kletterten von 5,43 Euro pro Quadratmeter auf 6,09 Euro. Hierzu zählen Acker- und Grünland. Dabei ist festzustellen, dass die Preise im Nordkreis stabil geblieben sind, wohingegen im restlichen Kreisgebiet die Preise stiegen. Bei den forstwirtschaftlichen Flächen ist eine Steigerung von 1,46 Euro pro Quadratmeter auf 1,61 Euro (plus 10 Prozent) zu verzeichnen. PK | PKU

Info: Gutachterausschuss für Grundstückswerte
Ziel des Gutachterausschusses ist es, für Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu sorgen. Er dient der Verbraucherinformation, um eine marktgerechte Preisbildung für Immobilien nachvollziehbar zu machen. Dies geschieht unter anderem durch die Ermittlung von Bodenrichtwerten aber auch durch die Veröffentlichung eines Grundstücksmarktberichts. Dieser erscheint jährlich und gibt einen Überblick über den Immobilienmarkt des Kreisgebietes. Für Grundstücksbesitzer, Kaufinteressenten, Makler oder Banken sind die darin veröffentlichten Daten wichtige Entscheidungshilfen.

Wer sich darüber informieren möchte, wie teuer das Bauland ist, sollte einen Blick in das Portal www.boris.nrw werfen. Dort ist auch der Grundstücksmarktbericht zum Herunterladen zu finden.

Informationen über die neuen Bodenrichtwerte und den Grundstücksmarktbericht gibt es ab sofort auch in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses im Kreis Unna, Friedrich-Ebert-Straße 17, 59425 Unna, Zimmer B.622, Telefon 0 23 03 / 27-11 68.

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