Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Die Herbstbelebung hat begonnen

am . Veröffentlicht in Amtliches

© Bundesagentur für ArbeitKreis Unna.Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 689 Personen (-4,1 Prozent) auf 16.109. Im Vergleich zu September 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 966 Personen (-5,7 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 7,7 Prozent.

„Die sehr guten Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna sind Ausdruck einer spürbaren Herbstbelebung, die für viele neue Arbeitsverhältnisse gesorgt hat“, kommentiert Agenturchef Thomas Helm die aktuellen Zahlen. Dabei sei es besonders hervorzuheben, dass es in beiden Rechtskreisen, also bei Arbeitsagentur und Jobcenter, zu einer Reduzierung der Arbeitslosigkeit gekommen sei. Das gute Wetter und das anstehende Weihnachtsgeschäft werden laut Helm auch im Oktober dafür sorgen, dass mehr Menschen einen neuen Job finden: „Die Wirtschaftsaussichten sind hervorragend und wir können damit rechnen, dass diese Entwicklung sich fortsetzt.“

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.347 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 164 (-10,9 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 31 Jugendliche (+2,4 Prozent) gestiegen. Rund ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im September wurden 3.261 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 63 Personen (-1,9 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 170 ältere Arbeitslose (+5,0 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.871 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 124 Arbeitslose (-3,1 Prozent) weniger als im Vormonat. Im September 2016 waren 24 ausländische Arbeitslose (-0,6 Prozent) weniger gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 1.005 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit sank im Berichtsmonat erneut deutlich. Die Zahl hat sich um 151 Personen (-2,2 Prozent) auf 6.650 reduziert. Im Vorjahresvergleich sind das 771 Personen (-10,4 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat sank die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 10 (-0,7 Prozent) auf 1.441. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 116 Personen (-7,5 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt
Im Vergleich zum Vormonat sank im September die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 88 Personen auf 1.005. Damit hatten im Berichtsmonat 6,2 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.643 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung.

Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 511 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 109 aus dem Irak, 94 aus dem Balkan und 62 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 63 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen sind im Durchschnitt vergleichsweise jung: 185 (18,4 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 350 (34,8 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 145 (14,4 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit ging in allen Kommunen des Kreises Unna zurück. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Holzwickede (-8,1 Prozent bzw. 46 auf 519). Danach folgen Fröndenberg (-6,8 Prozent bzw. 43 auf 585), Kamen (-6,5 Prozent bzw. 129 auf 1.849), Schwerte (-6,0 Prozent bzw. 90 auf 1.412), Werne (-5,6 Prozent bzw. 58 auf 986), Selm (-5,0 Prozent bzw. 45 auf 848), Unna (-3,2 Prozent bzw. 66 auf 1.977), Bergkamen (-2,8 Prozent bzw. 73 Personen auf 2.540), Lünen (-2,6 Prozent bzw. 127 auf 4.729) und Bönen (-1,8 Prozent bzw. 12 Personen auf 664).

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