Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Jahrestiefstand der Arbeitslosigkeit im Dezember

am . Veröffentlicht in Amtliches

© Bundesagentur für ArbeitKreis Unna. Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 214 Personen (-1,4 Prozent) auf 15.164. Im Vergleich zu Dezember 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 1.293 Personen (-7,9 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 7,3 Prozent.

„Im Dezember hat sich die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna verlangsamt. Während es in der Grundsicherung noch einmal zu einem deutlichen Abbau an Arbeitslosen gekommen ist, hat sich die Anzahl an arbeitslosen Menschen im SGB III marginal erhöht“, kommentiert Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Verantwortlich für den leichten Anstieg, der sich voraussichtlich auch in den nächsten beiden Monaten fortsetzen werde, seien saisonale Gründe. So liefen zu jedem Quartals- und Jahresende Beschäftigungsverhältnisse aus, zudem führe schlechter werdendes Wetter zu eingeschränkter Betriebsamkeit in den klassischen Außenberufen. Dass aber gerade die Arbeitslosigkeit von Langzeitarbeitslosen nach wie vor sinke, gibt Helm Anlass, optimistisch ins neue Jahr zu blicken: „Die konjunkturelle Lage ist stark, was wir unter anderem an der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften ablesen können. Es wird daher verstärkt darauf ankommen, durch geeignete Qualifizierungsoffensiven auch jene Menschen fit für die angebotenen Stellen zu machen, die bisher noch nicht im Blickfeld der Unternehmer sind.“

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.045 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 49 (-4,5 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um neun Jugendliche (-0,9 Prozent) gesunken. Rund ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Dezember wurden 3.174 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 51 Personen (-1,6 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 230 ältere Arbeitslose (+6,8 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.550 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 118 Arbeitslose (-3,2 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Dezember 2016 waren 300 ausländische Arbeitslose (+7,8 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 827 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit sank im Berichtsmonat erneut deutlich. Die Zahl hat sich um 131 Personen (-2,0 Prozent) auf 6.322 reduziert. Im Vorjahresvergleich sind das 772 Personen (-10,9 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat sank die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 19 (-1,3 Prozent) auf 1.436. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 72 Personen (-4,8 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat sank im Dezember die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 22 Personen auf 827. Damit hatten im Berichtsmonat 5,5 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.562 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 436 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 86 aus dem Balkan, 75 aus dem Irak und 35 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 66 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 140 (16,9 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 271 (32,8 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 229 (27,7 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit ging in acht Kommunen des Kreises Unna zurück. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Bergkamen (-3,4 Prozent bzw. 82 auf 2.328). Danach folgen Fröndenberg (-3,4 Prozent bzw. 18 auf 517), Schwerte (-1,7 Prozent bzw. 23 auf 1.322), Bönen (-1,7 Prozent bzw. 11 auf 650), Lünen (-1,6 Prozent bzw. 72 auf 4.495), Unna (-0,9 Prozent bzw. 17 auf 1.882), Kamen (-0,5 Prozent bzw. acht auf 1.751) und Werne (-0,1 Prozent bzw. eine Person auf 876). In Holzwickede stieg die Anzahl an Arbeitslosen (+0,6 Prozent bzw. drei auf 486), ebenso wie in Selm (+1,8 Prozent bzw. 15 Personen auf 857).

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