Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna zeigt schon eine deutliche Frühjahrsbelebung

am . Veröffentlicht in Amtliches

© Bundesagentur für ArbeitKreis Unna.Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 39 Personen (-0,3 Prozent) auf 15.250. Im Vergleich zu April 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 1.863 Personen (-10,9 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 7,3 Prozent.

„Auch im April ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Unna erneut zurückgegangen, und das trotz längerer Kälteperiode“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die Entwicklung. Insgesamt sei es ein eher ruhiger Monat auf dem Arbeitsmarkt gewesen: „Noch vor einigen Jahren fiel die Frühjahrsbelebung stärker aus. Aber das muss kein Nachteil sein, denn umgekehrt fallen auch die Anstiege im Winter heute deutlich moderater aus, so dass die typischen Wellen innerhalb des Jahres abflachen.“ Für eine Trendwende sieht Helm jedenfalls keine Vorzeichen: „Die Konjunkturaussichten sind gut und die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch, so dass es bis zu den Sommerferien voraussichtlich in diesem Tempo weitergehen wird.“  
Unterbeschäftigung

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.074 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um zwei (-0,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 239 Jugendliche (-18,2 Prozent) gesunken. Rund ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im April wurden 3.148 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 20 Personen (-0,6 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 288 ältere Arbeitslose (+8,4 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.698 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 66 Arbeitslose (+1,8 Prozent) mehr als im Vormonat. Im April 2017 waren 340 ausländische Arbeitslose (+8,4 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 914 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit stieg im Berichtsmonat um 53 Personen (+0,9 Prozent) auf 6.145. Im Vorjahresvergleich sind das 878 Personen (-12,5 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat stieg die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um eine Person (+0,1 Prozent) auf 1.388. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 115 Personen (-7,7 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat stieg im April die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 43 Personen auf 914. Damit hatten im Berichtsmonat 6,0 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.491 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 502 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 94 aus dem Balkan, 78 aus dem Irak und 36 Iranerinnen und Iranern. Insgesamt 66 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 116 (12,7 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 329 (36,0 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 260 (28,4 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im vergangenen Monat unterschiedlich in den Kommunen des Kreises Unna. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Selm (-5,0 Prozent bzw. 47 auf 885). Danach folgen Werne (-2,2 Prozent bzw. 20 auf 887) und Lünen (-1,6 Prozent bzw. 71 auf 4.439). In Bönen blieb die Arbeitslosigkeit konstant bei 666 Personen. Den niedrigsten Anstieg an Arbeitslosen verzeichnete Schwerte (+0,1 Prozent bzw. eine Person auf 1.319), danach folgen Bergkamen (+0,5 Prozent bzw. 13 auf 2.381), Holzwickede (+0,7 Prozent bzw. drei auf 458), Unna (+0,9 Prozent bzw. 18 auf 1.930), Fröndenberg (+2,5 Prozent bzw. 13 auf 537) und Kamen (+3,0 Prozent bzw. 51 auf 1.748).

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