Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Nochmals gute Entwicklung vor den Ferien

am . Veröffentlicht in Amtliches

© Bundesagentur für ArbeitKreis Unna. Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 50 Personen (-0,3 Prozent) auf 14.999. Im Vergleich zu Juni 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 1.758 Personen (-10,5 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat weiterhin 7,1 Prozent.

„Im vergangenen Monat hat es noch einmal einen leichten Abbau der Arbeitslosigkeit im Kreis Unna gegeben, insbesondere in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen“, kommentiert der neue Agenturgeschäftsführer Thomas Keyen die aktuelle Entwicklung. Dass der Abbau nicht mehr so deutlich ausgefallen ist wie im Vormonat, sei laut Keyen saisontypisch: „Wir bewegen uns auf die Sommerferien zu und damit auf eine Zeit, in der wenig Neueinstellungen vorgenommen werden.“ Entsprechend geht Keyen für die nächsten Monate eher von leicht steigenden Arbeitslosenzahlen aus. Belege dafür, dass sich die eingetrübten Konjunkturaussichten nach den Ferien auch in Unna zeigen würden, gäbe es laut Thomas Keyen jedoch nicht: „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Jahr positiv auf dem Arbeitsmarkt abschließen werden.“

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.087 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg um 45 (4,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 244 Jugendliche (-18,3 Prozent) gesunken. Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Juni wurden 3.148 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem leichten Rückgang um vier Personen (-0,1 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 278 ältere Arbeitslose (+8,1 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.667 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind sechs Arbeitslose (-0,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Juni 2017 waren 308 ausländische Arbeitslose (+7,7 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 948 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit reduzierte sich im Berichtsmonat um 80 Personen (-1,3 Prozent) auf 5.997. Im Vorjahresvergleich sind das 889 Personen (-12,9 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat erhöhte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um sieben Personen (0,5 Prozent) auf 1.378. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 128 Personen (-8,5 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat sank im Juni die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um sechs Personen auf 948. Damit hatten im Berichtsmonat 6,3 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.578 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 516 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 94 aus dem Balkan, 71 aus dem Irak und 40 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 65,2 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 134 (14,1 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 317 (33,4 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 284 (30,0 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im vergangenen Monat unterschiedlich in den Kommunen des Kreises Unna. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Werne (-3,7 Prozent bzw. 33 auf 851). Danach folgen Bönen (-2,0 Prozent bzw. 13 auf 631), Holzwickede (-1,3 Prozent bzw. sechs auf 455), Kamen (-1,2 Prozent bzw. 21 auf 1.728), Unna (-0,8 bzw. 16 auf 1.870) und Bergkamen (-0,7 Prozent bzw. 17 auf 2.344). In Schwerte erhöhte sich die Arbeitslosigkeit am wenigsten stark (+0,3 Prozent bzw. vier auf 1.271), danach folgen Selm (+0,7 Prozent bzw. sechs auf 881), Lünen (+0,9 Prozent bzw. 41 auf 4.448) und Fröndenberg (+1,0 Prozent bzw. fünf auf 520).

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