Förderverein der Zeche Monopol feiert Geburtstag wohl im kleinen Rahmen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Aus den Vereinen

monopol20KWFoto: Archiv KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Monopolverein620CVAm Lehrbienenstand sollen nach den Vorstellungen des Fördervereins alle Kamener Grundschulen Wissenswertes über Bienen lernen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deKamen. Das laufende Jahr, in dem der Förderverein Monopol 2000 seinen zweiten runden Geburtstag eigentlich groß feiern wollte, läuft nicht ideal. Seit Mitte März hat das Coronavirus viele Aktivitäten des Vereins stillgelegt, wenig später erfuhren die Mitglieder, dass der von der Industriedenkmalstiftung Dortmund gestellte Antrag für die Sanierung des Schachtes Grillo 1 im Städtebauförderungsprogramm 2020 des Landes NRW keine Berücksichtigung findet. Zu guter Letzt kann der Verein wegen der Pandemie am Tag des offenen Denkmals am 13. September nicht wie gewohnt Gäste über das Gelände führen.

Einen Tag davor, am 12. September, sollte auf dem Gelände ein größeres Fest zum 20-jährigen Bestehens des Vereins zur Förderung der Bergbau- und Industriekultur stattfinden. Dies wird nun - wenn überhaupt - im kleinen Rahmen ausgetragen. „Durch die aktuelle Krise und die von vielen erwartete zweite Welle zum Ende der Sommerferien haben wir unsere Planungen erst einmal eingestellt. Es nützt ja nichts, wenn man alles vorbereitet und dann doch nichts stattfinden kann. Wir werden spontan entscheiden, je nachdem was dann möglich ist“, sagt Vorsitzender Ulrich Marc.

Fest steht mittlerweile, dass am 13. September die Tore des ehemaligen Zechengeländes an der Heinz-Werner-Meyer-Straße beim Denkmalstag geschlossen bleiben werden. Aufgrund der Corona-Pandemie wird Deutschlands größtes Kulturevent für Denkmalpflege erstmals lediglich digital stattfinden. Dem Kamener Verein wird die Möglichkeit gegeben, sich auf der Homepage www.tag-des-offenen-denkmals.de zu präsentieren. Hier gibt es auch Anleitungen und Tipps zur Umsetzung für das digitale Angebot der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Neben dem Denkmaltag ist am ersten Juniwochenende bereits das „Seilfahrt“-Festival unter dem Förderturm ausgefallen. „Das ist alles wirklich übel, auch weil wir in diesem Jahr stärker in unser Schulprojekt einsteigen wollten. Schließlich ist unser Fernziel, dass irgendwann einmal alle Grundschulen hier auftauchen und den Lehrbienenstand und den Bergbau-Bereich kennenlernen“, bedauert der Vorsitzende.

Bisher hat im vergangenen Jahr erst eine Klasse von der Friedrich-Ebert-Schule an der Aktion teilgenommen. Nach den Vorstellungen von Ulrich Marc könnten grundsätzlich vor Ort noch mehr Themen gelehrt werden: „Ob ökologische Projekte oder aber eine Übernachtung an einem besonderen Ort - hier wäre vieles möglich.“

Mit der jüngsten Absage von Fördergeldern für die Sanierungspläne des Förderturms werde die Situation jedoch weiter erschwert. „Wir möchten den Bereich gern als außerschulischen Lernort etablieren, aber erst einmal muss der Turm saniert werden“, unterstreicht der Vorsitzende, der keine großen Hoffnungen hat, im Städtebauförderungsprogramm 2021 berücksichtigt zu werden. „Wegen den Folgen der Krise werden viele Fördertöpfe nur noch ganz klein sein. Da wird es wenig Geld für Kultur und Denkmalpflege geben“, befürchtet er.

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