Familienbande im Corona-Advent: Backen und Plaudern per Telefon- und Videokonferenz

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Aus den Vereinen

familienbande18KWDas Team der Familienbande hat sich in der Zeit der Corona-Beschränkungen schon einige Alternativen für ihre Angebote einfallen lassen. Foto: Archivvon Alex Grün

Kamen. Die Corona-Krise hat auch die Besucher des Mehrgenerationenhauses des Zentrums der Familienbande in der Bahnhofstraße wieder voll im Griff. Das Team der Einrichtung hat daher nach Möglichkeiten gesucht, trotz der Beschränkungen Kontakte zu ermöglichen.

Gerade für die älteren Generationen als Risikogruppe bringt die momentane Lage viele Unsicherheiten, Ängste und Einschränkungen mit sich, gerade im Bereich der sozialen Kontakte. Um der Vereinsamung entgegenzuwirken, hat sich das Mehrgenerationenhaus Aktionen überlegt, wie sich ältere Mitbürger trotz der fehlenden Möglichkeit der persönlichen Anwesenheit mit anderen Menschen austauschen können. Das Mehrgenerationenhaus sei kein Haus, in dem mehrere Generationen unter einem Dach leben, sondern eher ein offener Treffpunkt mit vielen verschiedenen Angeboten und Veranstaltungen im Sozialraum, erläutert Nina Stollmann vom Familienbande-Team. "Unser Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Generationen miteinander zu vernetzen und einen Ort zu bieten, an dem sie sich austauschen, voneinander lernen und zusammen Zeit verbringen können", sagt sie. Die Einrichtung wolle gerade die älteren Menschen ermutigen, Angebote wahrzunehmen und einer drohenden Vereinsamung entgegenzuwirken. Aufgrund der Krise gibt es jetzt jeden Freitag von 15 bis 16 Uhr das Angebot eines "Plauderstündchens" als Telefonkonferenz, wo die Möglichkeit besteht, sich mit anderen Personen auszutauschen, Sorgen und Ängste mitzuteilen und Themen anzusprechen, die die Teilnehmer sonst noch bewegen.

Viele Angebote konnten in diesem Jahr nicht wie gewohnt vor Ort stattfinden und mussten teilweise ganz abgesagt werden. Daher haben die Mitarbeiter der Einrichtung nach Alternativen gesucht, die gemeinsame Aktivitäten auch mit Abstand ermöglichen. Darunter zählten der "bunte Zaun" vor der Einrichtung, an dem sich Menschen aus der Nachbarschaft im Sommer mit dem gebotenen Abstand austauschen konnten. Für diejenigen, denen dies nicht möglich war, wurden auch so genannte Balkongespräche angeboten, für die eine ehrenamtliche Mitarbeiterin mit dem Fahrrad zu den Menschen nach Hause gefahren ist - sozusagen als "To Go-Variante". "Als sich die Situation wieder mehr zuspitzte, haben wir uns mit dem Videokonferenz-Tool Zoom auseinandergesetzt", erklärt Nina Stollmann. Nach einer Einarbeitungsphase versucht das Team jetzt, für Nachbarn, Stammgäste und sonstige Mitmenschen da zu sein.

"Gerade die Weihnachtszeit ist für uns noch mal eine ganz besonders wichtige Zeit", sagt Stollmann. Da die adventlichen Angebote im Sozialraum in diesem Jahr nicht stattfinden können, will die Einrichtung alle Weihnachtsaktionen einfach über die visuelle Konferenz-Plattform anzubieten und trotz der Distanz ein Gefühl von Gemeinsamkeit vermitteln. Gestartet wird am Mittwoch, 2. Dezember, mit einer Plätzchenback-Aktion als Online-Meeting, getreu dem Motto: „Heike macht vor - alle anderen machen zuhause nach“. Die Teilnehmer bekommen nach der Anmeldung das Rezept mit einer Zutatenliste und dem notwendigen Link für die Videokonferenz per E-Mail nach Hause geschickt. Sie müssen sich dann nur noch am Tag der Aktion über diesen Link mit dem mitgeschickten Kenncode einloggen und sind dann live dabei. Die Aktion soll ein erster Schritt sein, auch Menschen zu erreichen, die nicht auf Facebook, Instagram oder in sonstigen sozialen Medien unterwegs sind. Weitere Infos gibt es unter www.familienbande-kamen.de oder Tel. 02307/2850510.

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