Holzbrücke am Mühlentorweg ist nun (Stadt-) Geschichte

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Auto, Straßen & Verkehr

muehlentorweg weg 1020AGDie Holzbrücke über die Seseke am Mühlentorweg ist jetzt abgerissen worden und wird durch einen Stahlneubau ersetzt. Foto: Alex Grün für KamenWeb.de

von Alex Grün

Kamen. Die Holzbrücke am Mühlentorweg ist nun (Stadt-) Geschichte.

Generationen von Schülern aus der Kamener City haben auf ihrem Weg zum Schulzentrum in der Gutenbergstraße und zurück ihre Hacken ins Holz gehauen, Hunderte von Innenstadtbewohnern, ob nördlich oder südlich der Seseke ansässig, merken nach täglicher Überquerung erst jetzt, da sie den Umweg über die Ostenallee oder über die Bahnhofstraße in die oder aus der City nehmen müssen, was man an der Konstruktion hatte. Die 1981 erbaute Überquerung der Seseke, die als Beeskower Brücke in die Annalen der Stadt Kamen eingeht, wurde 1981 in einer Länge von 10,35 Metern und einer Breite von zwei Metern gebaut und kürzte den Weg zwischen Innenstadt und Mersch erheblich ab. Voraussichtlich innerhalb der kommenden drei Monate - je nachdem, was wettertechnisch dazwischenkommt - wird sie durch einen Neubau aus Stahl ersetzt. Genauso lange wird der Mühlentorweg von der Bahnhofstraße aus in östlicher Richtung nur als Sackgasse geöffnet sein, auch Halteverbote sind ausgesprochen worden, um der bauausführenden Firma genug Platz zum Arbeiten zu gewährleisten. Im weiteren Verlauf ist der Mühlentorweg vom Durchstich zur Ostenmauer als Einbahnstraße in Richtung Ostenallee befahrbar. Noch in dieser Woche wird auch die Brücke am Unkeler Weg vorerst aus dem Stadtbild verschwinden. Auch sie wird durch einen Stahlneubau ersetzt. Für die Arbeiten wird der Sesekeweg zwischen Henri-David-Straße und dem anliegenden Spielplatz gesperrt. Wie Axel Sandorf, zuständiger Mitarbeiter der Stadt Kamen für Brückenbauwerke, schildert, werden zunächst die Fundamente, dann der Unterbau mit Widerlagern, Auflager sowie Kammerwänden errichtet. Parallel dazu wird beim Hersteller der Überbau aus Stahl produziert, der dann mit einem Kran zum Schluss der Arbeiten auf den Unterbau gesetzt wird. Die Corona-Pandemie habe die schon länger geplanten Arbeiten ebenso hinausgezögert wie der Mangel an verfügbaren Ingenieursbüros und Prüfstatikern. In der Kostenplanung von 1,175 Millionen Euro ist auch der Neubau der Jägerbrücke über die Körne in Methler mit eingerechnet. Dieser werde voraussichtlich ebenfalls noch in 2020 in Angriff genommen, aber wahrscheinlich erst im kommenden Jahr fertig gestellt sein. Erst im Laufe der nächsten Jahre sollen indessen die Eilater Brücke und die Montreuil-Juigné-Brücke runderneuert werden.

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