Unfallkommission: Neben Stellen in Schwerte, Werne und Unna ging es um die Autobahn-Anschlussstelle Kamen zur A1 in Fahrtrichtung Bremen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Auto, Straßen & Verkehr

zone30kWFoto: Archiv KamenWeb.de

Wenig neue Unfallstellen

Kreis Unna. Der Blick der Unfallkommission richtet sich auf Straßen, die die Kreispolizei als Unfallhäufungsstellen ausgemacht hat. Vier Mal im Jahr berät sie, wie diese Stellen entschärft werden können. Dieses Mal fand die Abstimmung aufgrund der Corona-Situation nicht während einer gemeinsamen Sitzung, sondern digital statt.

Ziel der Unfallkommission ist es, gefährliche Stellen möglichst früh zu erkennen und so zu ihrer Entschärfung beizutragen. Für das dritte Quartal 2020 vermeldet die Kommission drei neue Unfallhäufungsstellen, die von der Polizei bis Ende September 2020 identifiziert wurden. Außerdem trat eine Stelle nach 2018 erneut in Erscheinung.

"Glücklicherweise gab es nur wenige neue Stellen, mit denen wir uns beschäftigen mussten", erklärt Michael Arnold, der beim Kreis für die Verkehrssicherung zuständig ist. "Ob das daran liegt, dass die Zahl der Verkehrsteilnehmer aufgrund der Corona-Situation zurückgegangen ist, ist nur eine Vermutung."

Neben Stellen in Schwerte, Werne und Unna ging es um die Autobahn-Anschlussstelle Kamen zur A1 in Fahrtrichtung Bremen.

Unfallfaktor Mensch
Im Rahmen der Analysen und Beratungen wurde erneut deutlich, dass der Faktor Mensch einen nicht unerheblichen Anteil an der Entstehung einer Unfallhäufungsstelle hat. "Manche Unfälle stehen in keinem Zusammenhang mit der Verkehrssituation oder den baulichen Gegebenheiten, sondern sind auf Fahrfehler oder das Nichtbeachten von Verkehrsregeln zurückzuführen", erklärt Michael Arnold, der beim Kreis für die Verkehrssicherung zuständig ist.

Wenn aber Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen können, regt die Unfallkommission diese auch an: Die Palette reicht von Änderungen bei der Verkehrsregelung und -lenkung über die Verkehrsüberwachung bis hin zu baulichen Maßnahmen. PK | PKU

Zusammensetzung der Unfallkommission
Die örtliche Unfalluntersuchung und damit die Arbeit der Unfallkommission ist eine gemeinsame Aufgabe von Straßenverkehrs-, Polizei- und Straßenbaubehörden. Der Unfallkommission gehören neben der Bezirksregierung alle kreisangehörigen Städte (ohne Lünen), die Kreispolizeibehörde, der Landesbetrieb Straßen NRW mit den Straßenmeistereien und der Autobahnniederlassung sowie vom Kreis die Fachbereiche Straßenbau und Fachbereich Straßenverkehr (Aufgabenbereich Verkehrssicherung) an. Dieser Fachbereich hat auch den Vorsitz der Unfallkommission.

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