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    Lieferfahrzeuge auf Eilater Weg: Stadt kündigt schnelle Lösung an

    Eigentlich zeigen die Verkehrszeichen genau an, wer den Radweg - hier am Kalthof - befahren darf. Dennoch ärgern sich Anwohner über Liefer- und Paketdienste, die den Weg für Fußgänger und Radfahrer als Abkürzung nutzen. Foto: KamenWeb.deEigentlich zeigen die Verkehrszeichen genau an, wer den Radweg - hier am Kalthof - befahren darf. Dennoch ärgern sich Anwohner über Liefer- und Paketdienste, die den Weg für Fußgänger und Radfahrer als Abkürzung nutzen. Foto: KamenWeb.de

    von Christoph Volkmer

    Der Eilater Weg ist zwischen 3 bis 3,5 Meter breit - und wird von einigen Lieferdiensten als Abkürzung genutzt, um von der Gartenstadt zum Kalthof zu fahren. Foto: KamenWeb.de Der Eilater Weg ist zwischen 3 bis 3,5 Meter breit - und wird von einigen Lieferdiensten als Abkürzung genutzt, um von der Gartenstadt zum Kalthof zu fahren. Foto: KamenWeb.de Kamen. Seit Mai ist der kombinierte Rad- und Fußweg zwischen Seseke und Westicker Straße fertig und wird von Radfahrern und Fußgängern rege genutzt. Der Weg ist durchgängig zwischen 3 bis 3,5 Meter breit und wird wohl genau deshalb seit einiger Zeit von Lieferfahrzeugen als Abkürzung genutzt, um von der Gartenstadt aus ohne Umwege zum Kalthof zu fahren.

    In zahlreichen Facebook-Beiträgen wird aktuell über die illegalen Spritztouren der Fahrzeuge, darunter Autos bekannter Postdienstleister, diskutiert. Besonders bei Anwohnern ist der Ärger über die Situation groß, nicht wenige sehen die Sicherheit auf dem Weg durch die Transportfahrzeuge gefährdet.

    Für die Beantwortung der Presseanfrage der Redaktion zur Thematik hat sich die Stadt am Donnerstag, 14. August, mit einem Gremium aus Bau- und Ordnungsverwaltung vor Ort selbst ein Bild der Situation verschafft.

    „Dabei ist der Entschluss gefasst worden, zwei Einfahrten, die von der Gartenstadt aus auf den Weg führen, zu verschmälern. Das wird kurzfristig gestehen“, kündigt Peter Büttner, Pressesprecher der Stadt Kamen mit. Wie das Ganze baulich umgesetzt wird, werde derzeit noch erörtert.

    Mit Pollern ist eine Lösung der Problematik nicht zu erreichen, schließlich hat das Verkehrsministerium NRW mit dem „Poller-Erlass“ die Kommunen dazu verpflichtet, alle vorhandenen Verkehrseinrichtungen, auf denen Radverkehr zugelassen ist, auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen, um die Sicherheit und Barrierefreiheit auf Radwegen zu erhöhen.

    Eine Sperrung beziehungsweise Verengung der Zufahrt am Kalthof sei ebenso nicht möglich, weil dieser Bereich als Feuerwehr-Zufahrt freigehalten werden müsse, so der Stadtsprecher. Daher gilt in dem Bereich auch ein Parkverbot. Die Zuständigkeit, wer in diesem Bereich wen kontrollieren darf, ist klar geregelt. „Für fließenden Verkehr ist die Polizei zuständig, und die Stadt für den ruhenden Verkehr“, so Büttner.

    Die Polizei habe nach einem Gespräch mit der Stadt angekündigt, künftig auch in diesem Bereich stärker tätig zu werden. „Anlieger, die ein Fahrzeug bei einem Regelverstoß sehen oder gar fotografieren, können natürlich auch eine Anzeige bei der Polizei erstatten“, so Büttner.

    Polizei bisher nicht informiert

    Auf Nachfrage bei der Pressestelle der Polizei teilt Polizeihauptkommissarin Jana Ebbinghaus mit, dass es zu der Problematik bisher keine Meldungen von Bürgern gegeben hat. „Wenn jemand solche Beobachtungen macht, kann gerne an uns herangetreten werden. Demensprechend wird das dann von uns überprüft. Wenn wir aber von nichts wissen, können wir auch nicht kontrollieren.“  

    Die Stadt zudem hat über die Wirtschaftsförderung Kontakt mit einigen Liefer- und Paketdiensten aufgenommen, um darauf hinzuweisen, dass es dort vermehrt zu Verstößen gekommen ist und eine Nutzung der Abkürzung nicht gestattet ist.

    Dass es überhaupt zu den Vorkommnissen gekommen ist, bewertet der Stadtsprecher kritisch: „Das ist für uns als Stadt sehr ärgerlich, wenn so ein Weg für Radfahrer und Fußgänger zweckentfremdet wird.“  

    „Lieferfahrzeuge nutzen den Eilater Weg als Abkürzung – Stadt Kamen kündigt schnelle bauliche Lösung an. (Foto: privat)„Lieferfahrzeuge nutzen den Eilater Weg als Abkürzung – Stadt Kamen kündigt schnelle bauliche Lösung an. (Foto: privat)

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