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    Elektro-Fahrzeuge statt Diesel: Umbau bei der VKU läuft

    Die Arbeiten auf dem Betriebshof der VKU laufen nach Plan. Die Sanierung der Werkstatt befindet sich im Endspurt, gerade sind die höhenverstellbaren Absturzsicherungen montiert worden, die auch Betriebsleiter Klaus Matthies in Augenschein genommen hat. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deDie Arbeiten auf dem Betriebshof der VKU laufen nach Plan. Die Sanierung der Werkstatt befindet sich im Endspurt, gerade sind die höhenverstellbaren Absturzsicherungen montiert worden, die auch Betriebsleiter Klaus Matthies in Augenschein genommen hat. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    von Christoph Volkmer

    Kamen/Kreis Unna. Der Betriebshof der VKU an der Lünener Straße ist aktuell eine der größten Baustellen in Kamen. Parallel wird auf dem Gelände an vielen Ecken gearbeitet, um das Ziel zu erreichen, die heutigen Dieselbusse nach und nach durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen.

    Ein Rundgang mit Klaus Matthies, Betriebsleiter der VKU, zeigt, dass die Umrüstung des Betriebshofs auf E-Mobilität auf einem guten Weg ist. Erste Station ist die Werkstatthalle. Dort geht es per Treppe auf die höchste Ebene. Von hier aus gibt es einen guten Blick auf die bereits in Betrieb genommenen Elektrobusse mit den im Dach angebrachten Batterie-Blöcken, die von oben mit Strom aufgeladen werden. Folglich muss bei Bedarf von oben gewartet und repariert werden. Wenn es einen Schaden an einer der bis zu 650 Kilogramm schweren Batterien gibt, kann diese zudem mit Hilfe eines Krans nach unten gehoben werden.

     Die Halle West entsteht derzeit noch auf dem Betriebsgelände. Darin wird neben Ladepunkten auch eine Waschstraße eingerichtet. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deDie Halle West entsteht derzeit noch auf dem Betriebsgelände. Darin wird neben Ladepunkten auch eine Waschstraße eingerichtet. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    Die Sanierung der Werkstatt befindet sich im Endspurt, gerade sind die höhenverstellbaren Absturzsicherungen montiert worden, die bei Arbeiten auf einem Bus in gut drei Meter Höhe dafür sorgen, dass niemand runterfallen kann. Weil auch in der kalten Jahreszeit an Bussen gearbeitet wird, sind zudem Deckenstrahlheizungen installiert worden.

    Während die bisherige Werkstatt bereits über eine ausreichende Deckenhöhe verfügt, mussten die Hallen, in denen in Zukunft über 50 E-Busse gleichzeitig aufladen werden können, neu gebaut werden. Dafür wurden vor einem guten Jahr die alten Unterstellhallen abgerissen.

    In den neuen Hallen werden Busse von oben mit Strom versorgt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deIn den neuen Hallen werden Busse von oben mit Strom versorgt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deBereits geladen wird in einem Teil der 2000 Quadratmeter großen Halle Ost. „Derzeit sind auch die Gelenkbusse hier, die werden bei Fertigstellung des zweiten Bereichs der Halle dann nebenan geladen“, sagt Klaus Matthies mit dem Blick auf einen der automatischen Stromabnehmer (Pantograph), durch den ein Bus aufgeladen wird. Die benötigten Mengen an Strom sind so immens, dass das VKU-Areal über einen eigenen Stromanschluss ans nächstgelegene Umspannwerk der GSW verfügt.

    Direkt an der Halle Ost finden sich zwei weitere Ladehauben, an denen eine Schnellladung der Busse möglich ist. „Geladen wird mit 350 kW. Damit lässt sich ein leerer Bus in 75 Minuten voll aufladen. Das reicht im Sommer dann für gut 280 Kilometer und im Winter für rund 200 Kilometer“, erklärt Klaus Matthies. In der Halle wird mit 150 kW geladen, dort ist ein Bus dann nach drei Stunden „voll“.

    Waschanlage kommt noch 

    Bis auch in der Halle West gegenüber geladen werden kann, wird es noch länger dauern. Hier entsteht gerade erst der Rohbau. Künftig werden dort nicht nur weitere Busse geladen, denn auch eine Waschanlage und eine Pflege-Abteilung finden hier künftig Platz.

    Aktuell rollen sechs Solowagen und 13 Gelenkbusse als Elektrofahrzeuge der Verkehrsgesellschaft Unna GmbH durch das Kreisgebiet. Das macht rund 20 Prozent des gesamten VKU-Fuhrparks aus. In Kürze werden auch kompakte Minibusse des Typs Sigma 7 in Kamen erwartet.  

    Der erste dieser Kleinbusse des Herstellers Wisdom Motor mit 14 Sitzplätzen ist schon da und wird gerade für die Inbetriebnahme umgebaut. „Das ist nötig, denn jedes Verkehrsunternehmen hat seine eigene Technik“, sagt der Betriebsleiter. Im Gegensatz zu den großen Bussen werden diese Neuzugänge wie ein Pkw per Stecker aufgeladen. Insgesamt sieben dieser „Cityflitzer“ sollen in Zukunft auf weniger stark frequentierten Strecken zum Einsatz kommen.

    Hohe Spritpreise auch für die VKU

    Die derzeit hohen Spritpreise an den Tankstellen haben auf die Auslastung der Busse der Verkehrsgesellschaft bisher keine wahrnehmbaren Auswirkungen. „Man sieht es beim Blick auf die Straßen - die sind weiterhin voll“, so Klaus Matthies. Auch die VKU muss für Dieselkraftsoff mehr bezahlen. „Daher versuchen wir, unsere E-Busse verstärkt einzusetzen, denn wir haben einen festen Strompreis. Diesel müssen auch wir zu marktüblichen Preisen kaufen.“

    Der erste der neuen Minibusse ist da. Geladen wird per Stecker, wie Betriebsleiter Klaus Matthies und Werkstattleiter Maurice Lahr demonstrieren. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deDer erste der neuen Minibusse ist da. Geladen wird per Stecker, wie Betriebsleiter Klaus Matthies und Werkstattleiter Maurice Lahr demonstrieren. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

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