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    Social-Media-Shopping: Fallstricke erkennen und bewusst einkaufen

    vz2025Kamen. Viele Menschen shoppen direkt über ihre Social-Media-Kanäle. Ob Instagram, TikTok oder Facebook – einer aktuellen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zufolge nutzen 48 % der 16- bis 29-Jährigen ihre Kanäle zum Online-Einkauf, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 36 %. Insgesamt 29 % aller deutschen Internetnutzer:innen kaufen so online ein.

    „Das kann problematisch sein“, erklärt Astrid Lindner, Leiterin der Verbraucherzentrale in Kamen. „Oft führen die Designs zu unnötigen Impulskäufen, die Herkunft der Produkte ist manchmal schwer nachvollziehbar, und die Apps sammeln viele Daten.“

    Tipps der Verbraucherzentrale NRW für sicheres Social-Media-Shopping:

    Impulsivität vermeiden

    Viele Apps setzen bewusst auf Impulskäufe. Vor dem Klick auf den „Kaufen“-Button lohnt es sich zu überlegen: Brauche ich das Produkt wirklich? Gibt es günstigere oder bessere Alternativen, eventuell auch im stationären Handel? Nicht irritieren lassen von manipulativen Designs, sogenannten „Dark Patterns“, die z. B. durch Countdown-Timer oder Hinweise auf andere Interessierte Druck erzeugen.

    Werbung durch Influencer:innen kritisch betrachten
    Influencer:innen verdienen oft an beworbenen Produkten oder eigenen Kollektionen. Laut Bitkom-Umfrage ist vielen dies bewusst: 21 % finden Influencer-Werbung sympathisch, 33 % der 16- bis 29-Jährigen ebenfalls, aber knapp 43 % dieser Altersgruppe wünschen sich eine klare Kennzeichnung. Klassische Produkttests genießen weiterhin hohe Glaubwürdigkeit.

    Daten schützen
    Beim Online-Kauf sollten nur notwendige persönliche Informationen angegeben und sichere Zahlungsmethoden genutzt werden. Werbeansprachen lassen sich über App- oder Smartphone-Einstellungen einschränken. Tracking wie Standorterfassung kann deaktiviert werden, und Werbeblocker können die Flut an Anzeigen reduzieren. Besonders Plattformen wie Temu nutzen personenbezogene Daten für kommerzielle Zwecke – hier lohnt sich Vorsicht.

    Widerrufsrechte nutzen
    Wenn Produkte nicht passen oder gefallen, kann das gesetzliche Widerrufsrecht genutzt werden. Kund:innen haben ab Erhalt der Ware 14 Tage Zeit. Viele Shops bieten Online-Formulare an. Die Verbraucherzentrale NRW stellt einen Musterbrief bereit, der beim Rückversand beigelegt und zusätzlich per E-Mail an den Shop geschickt werden kann.

    Umweltaspekte bedenken
    Viele online bestellte Produkte werden zurückgeschickt – bei Bekleidung ist es oft jedes zweite Paket. Für 2025 werden rund 550 Millionen Rücksendungen in Deutschland erwartet, was mehrere hundert Tonnen CO₂ verursacht. Manche zurückgesandten Produkte werden sogar entsorgt.

    Weiterführende Informationen:

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