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    „Darf ich…?“ – Diese Änderungen treten ab Juni 2026 in Kraft

    Titel "Darf ich?" enthält Datei: #166484651 | © pixelkorn / Fotolia.comTitel "Darf ich?" enthält Datei: #166484651 | © pixelkorn / Fotolia.comMit dem Monatswechsel im Juni 2026 gelten in Deutschland mehrere neue Regelungen und gesetzliche Anpassungen. Die Reihe „Darf ich?“ von KamenWeb.de fasst die wichtigsten Änderungen zusammen – von neuen Verbraucherrechten über Organspenden bis hin zu steigenden Preisen.

    Widerrufsbutton wird Pflicht

    Wer online Verträge abschließt, soll diese künftig deutlich einfacher widerrufen können. Ab dem 19. Juni 2026 müssen viele Websites deshalb eine gut sichtbare und leicht erreichbare Widerrufsfunktion anbieten – etwa in Form eines Buttons.

    Verbraucher sollen damit Bestellungen, Buchungen oder andere Online-Verträge mit wenigen Klicks rückgängig machen können, ohne lange nach E-Mail-Adressen oder Kontaktformularen suchen zu müssen.

    Grundlage ist die Reform des Verbrauchervertragsrechts, die Bundestag und Bundesrat Ende 2025 beschlossen haben.

    Tankrabatt endet

    Der befristete Tankrabatt der Bundesregierung läuft Ende Juni aus. Seit dem 1. Mai 2026 war die Steuer auf Kraftstoffe um 14,04 Cent pro Liter gesenkt worden.

    Ab Juli gilt wieder der reguläre Steuersatz. Wann und in welchem Umfang die Spritpreise an den Tankstellen steigen, ist derzeit allerdings noch offen.

    Neue Regeln bei Organspenden

    Ab Juni 2026 sollen sich die Chancen auf eine Spenderniere verbessern. Bislang war eine Lebendspende meist nur zwischen nahestehenden Personen möglich – etwa innerhalb der Familie oder Partnerschaft.

    Künftig soll eine sogenannte Überkreuz-Spende helfen: Dabei werden zwei Spender-Empfänger-Paare zusammengeführt, die jeweils untereinander nicht kompatibel sind, aber „über Kreuz“ spenden können.

    Zusätzlich wird erstmals auch eine anonyme Lebendspende an unbekannte Empfänger erlaubt. Die spendende Person darf dabei allerdings nicht selbst bestimmen, wer das Organ erhält.

    Mit dem neuen Modell soll die Zahl erfolgreicher Transplantationen steigen. Laut Gesetzentwurf warteten Ende 2024 in Deutschland rund 6400 Menschen auf eine Spenderniere.

    Mehr Transparenz bei Honig

    Für Honig gelten ab dem 14. Juni 2026 strengere Kennzeichnungspflichten. Hersteller müssen künftig auf jedem Glas alle Herkunftsländer angeben, aus denen der Honig stammt.

    Enthält ein Produkt Mischungen aus mehreren Ländern, müssen zusätzlich die jeweiligen Prozentanteile genannt werden. Bisher genügte oft die allgemeine Angabe „Mischung aus EU- und Nicht-EU-Ländern“.

    Bereits vor dem Stichtag abgefüllte Gläser dürfen weiterhin verkauft werden.

    Starlink erhöht Preise

    Der Satelliteninternet-Anbieter Starlink erhöht ab Juni 2026 die Preise für Privat- und Reisetarife in Deutschland.

    Je nach Tarif steigen die monatlichen Kosten um bis zu sechs Euro. Betroffen sind sowohl stationäre Internetanschlüsse als auch mobile Angebote für unterwegs.

    Als Gründe nennt das Unternehmen gestiegene Betriebskosten, den Ausbau der Netzwerkkapazitäten und die hohe Nachfrage. Der Leistungsumfang der Tarife soll unverändert bleiben.

    Ende der MMS

    Zum 30. Juni 2026 endet in Deutschland endgültig die Ära der MMS. Die Anbieter Deutsche Telekom und 1&1 stellen den Multimedia-Dienst ein.

    Die MMS galt Anfang der 2000er-Jahre als technischer Fortschritt, konnte sich wegen hoher Kosten jedoch nie dauerhaft etablieren. Heute übernehmen Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Signal den Versand von Bildern und Videos.

    Als moderner Nachfolger gilt inzwischen der Kommunikationsstandard RCS, der Nachrichten und Medien über mobile Daten versendet. 

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