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    Nach Kirmes: Feuerlöscher aus Tiefgarage geleert

    von Andreas Milk

    Kamen. Die Frühjahrskirmes 2025 war gerade ein paar Stunden vorbei, da gab es in der Kamener Innenstadt einen recht schaumigen Polizeieinsatz. Ein paar Halbwüchsige hatten in der Nacht zum 15. April vier Feuerlöscher aus der Tiefgarage an der Kampstraße geholt und den Inhalt in der Umgebung verteilt. Der Jugendrichter am Amtsgericht verhandelte nun gegen zwei Cousins, Marc (19) und Joseph (17) A. (Namen geändert). Der seltene Tatvorwurf lautete: Beeinträchtigung von Nothilfemitteln. Denn kaputt gegangen war ja schließlich nichts. Bloß waren die Feuerlöscher natürlich fürs erste unbrauchbar.

    Auf der Anklagebank äußerte sich vor allem der ältere der beiden jungen Männer, Marc A.: Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft stimme nicht. Er, sein Cousin Joseph und ein gutes Dutzend andere Leute hätten vor dem - bereits geschlossenen - Café Extrablatt gesessen. Es war nach Mitternacht. Plötzlich seien vier oder fünf Unbekannte, dunkel gekleidet, mit den Feuerlöschern aufgetaucht. Joseph A. schilderte, wie er selbst etwas von dem Löschmittel abgekriegt habe. Danach wollen die A.s verschwunden sein - aus Sorge, von der Polizei einkassiert zu werden. Geschnappt wurde von den Beamten wenig später im Bereich der Nordenmauer ein Bekannter der Cousins. Erst wurde er beschuldigt - dann wurde aus dem Beschuldigten ein Zeuge. Und dieser Zeuge gab zu Protokoll, Marc A. habe mit einem Feuerlöscher hantiert.

    Das reichte für eine Verurteilung nach Jugendstrafrecht: Marc A. muss eine Buße von 400 Euro ans Deutsche Kinderhilfswerk zahlen. Ob sein jüngerer Cousin damals auch mit drin hing, bleibt offen. Er wurde freigesprochen.

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