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    Baseballschläger gegen den Bruder: Mit Glück kein Tötungsdelikt

    amtsgerichtKamen AMvon Andreas Milk

    Kamen. Gut ein Jahr ist es her, da schlug Dragan K. (Namen geändert) seinem Bruder Bogdan unter der Hochstraße am Rathaus mit einem eisernen Baseballschläger gegen den Hinterkopf. Es sei ein Glück für Dragan K., dass daraus keine Mordanklage entstanden sei, fand der Richter. Bogdan K. überstand die Attacke schwer verletzt. Dragan K. wurde jetzt im Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zehn Monaten verurteilt - ausgesetzt zur Bewährung. Er akzeptierte den Richterspruch.

    Vorausgegangen war der Tat am 1. Februar 2025 eine sehr angespannte Autofahrt. Die Brüder stritten auf dem Weg durch die Stadt über Familienangelegenheiten. Bogdan K. wurde es nach eigenen Angaben zu viel: Er wollte raus aus dem Wagen. Dragan saß am Steuer. Am Rathaus verließ Bogdan K. schließlich das Auto. Dragan setzte ihm nach - und holte den Schläger aus dem Kofferraum.

    Zeuginnen wurden zwei junge Frauen, die in der Nähe geparkt hatten. Und sie verhielten sich vorbildlich. Sie riefen die Polizei - und kümmerten sich um den verletzten Bogdan K., nachdem sein Bruder abgezogen war. "Hochachtung" zollte ihnen der Richter für ihren Einsatz. Eine der beiden ist Krankenschwester - Bogdan K. hatte wirklich Glück.

    Strafrechtlich ist der Bruderzwist erst mal abgehakt: Sowohl Dragan K. als auch die Staatsanwältin werden keine Berufung einlegen. Damit ist in dem Fall rechtskräftig entschieden. Dragan K. hatte erklärt, den ersten Schlag habe damals aber gar nicht er, sondern Bogdan ausgeführt. Bogdan hat von dem Baseballschläger immer noch eine Beule im Nackenbereich. Es gibt noch zwei weitere Brüder in der Familie. Sie scheinen zerstritten zu sein.

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