• Zeche Monopol
  • Kamener Kreuz
  • Kamener Kirchen
  • Kamen-Methler
  • Schloss Heeren

Letzte Nachrichten

    Werbung

    Spielplatz-Ärger - aber unter Erwachsenen: Geldstrafe

    amtsgericht19KWvon Andreas Milk

    Kamen. "Ein Rosenkrieg mit Wörtern und Tätlichkeiten": So beschrieb der Verteidiger von Manuel T. (37, Name geändert) das, was sich zwischen seinem Mandanten und einer Frau über längere Zeit abgespielt hatte. Hintergrund: Streit ums Umgangsrecht für zwei gemeinsame Kinder. Eine Eskalation gab es an einem Abend im vergangenen Oktober, und zwar auf einem Kamener Spielplatz. Laut Anklage nannte T. die Frau "Schlampe" und "Hure" und zog sie an den Haaren. Er hatte schon vor der Begegnung gewusst, dass er sie dort treffen würde.

    T. und die Frau haben sich anscheinend gegenseitig nichts geschenkt. Sie habe ihn als "Arschloch", "Penner" und "Säufer" tituliert, wusste T.s Anwalt weiter zu berichten. Obendrein habe sie ihm heftig in die Brust gekniffen. Überhaupt sei es ihr darum gegangen, seinem Mandanten eins auszuwischen.

    Manuel T. - wegen Körperverletzungsdelikten vorbestraft, mit Haft-Erfahrung - hat sich in der Vergangenheit schon von Alkohol und Drogen losgesagt. Er will nun auch die toxische Beziehung zur Mutter seiner Kinder abhaken. Zur Zeit Empfänger von Bürgergeld, bemühe er sich obendrein um einen Job. Dass der Zusammenstoß mit der Ex Gegenstand einer Gerichtsverhandlung wurde, lag daran, dass T. gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt hatte. Die darin nach Aktenlage festgesetzte Geldstrafe war aus seiner Sicht nicht zu stemmen.

    Jetzt wird es für ihn etwas billiger. Der Richter setzte die Strafe neu fest: 40 Tagessätze à 15 Euro wegen Körperverletzung und Beleidigung. Dazu gab es den Rat, sich künftig nicht mehr provozieren zu lassen. Das, so der Richter, sei natürlich "leicht gesagt".

    Werbung

    Suche

    Werbung