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    Schwerste Verletzungen bei Festa Italiana erlitten: Haftstrafe für den Täter

    von Andreas Milk

    Kamen. Ein heute 34 Jahre alter Kamener hatte am Rande der Un(n)a Festa Italiana 2025 in der Nachbarstadt schwerste Verletzungen erlitten. Der Verantwortliche ist jetzt vom Unnaer Schöffengericht zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der Handwerks-Azubi aus Menden soll dem Kamener außerdem 20.000 Euro zahlen. Einem zweiten Opfer aus Unna wurden 8.000 Euro zugesprochen.

    Es ging im Prozess um zwei Vorfälle in der Nacht zum 1. Juni. Der Mendener hatte sich erst in einer Gruppe am Unnaer Bahnhof aufgehalten. Dort attackierte er einen Mann aus Unna. Nicht mal eine Stunde später - gegen 3.20 Uhr - traf es den Kamener. Der Mendener schlug ihn mit der Faust zu Boden. Der Kopf des Opfers knallte auf den Asphalt. Lebensgefahr war nicht auszuschließen, heißt es in den Prozessakten. Tagelang lag der Kamener im künstlichen Koma. Er riecht und schmeckt seitdem nichts mehr, sieht Dinge doppelt, hatte einen epileptischen Anfall und vermeidet es, nachts rauszugehen.

    Der Täter, 22 Jahre, hatte in jener Nacht mehr als 2,5 Promille im Blut. Es gibt eine Vorgeschichte von Alkohol- und Kokainsucht. Er habe sich damals in einer psychischen Ausnahmesituation befunden, erklärte sein Verteidiger: Kurz vorher hatte es für den 22-Jährigen ein unangenehmes Zusammentreffen mit seiner Mutter gegeben. Zu ihr hatte der Mendener vorher lange keinen Kontakt.

    Im Gerichtssaal zeigte der junge Mann Reue, bat um Entschuldigung. Er hat freiwillig eine Therapie begonnen. Sein Ausbilder attestiert ihm mustergültigen Fleiß und Zuverlässigkeit. Seine Bewährungshelferin - es gibt Vorstrafen - nannte ihn einen "Vorzeige-Klienten". Sollte es zum Berufungsprozess kommen, könnte das Landgericht Dortmund aus der Unnaer Haft- doch nochmal eine Bewährungsstrafe machen.

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