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    Im August: Polizei-"Taxi" für Schwarzfahrerin

    amtsgericht25

    von Andreas Milk

    Kamen. Eine junge Frau fährt häufig mit der Bahn durch Deutschland. Das Problem: Sie kauft vorher kein Ticket. Konsequenz: Im August soll sie mit einem Polizei-"Taxi" zum Kamener Amtsgericht gebracht werden. Der zuständige Richter hat eine Vorführung der Bergkamenerin angeordnet. Denn dem jüngsten Verhandlungstermin an diesem Dienstag (7. Juli) war sie fern geblieben.

    Noch im Oktober 2025 hatte sie dem Richter versprochen: Schluss mit der Schwarzfahrerei - er werde sie nicht wiedersehen. Da hatte sie eben eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 25 Euro bekommen. Es ging seinerzeit um rund 40 fahrscheinfreie Fahrten. Sie habe "einfach weg" gewollt, erklärte die 23-Jährige. In der Familie gebe es Probleme. Und auch im Januar 2025 war sie schon wegen "Beförderungserschleichung" verurteilt worden.

    Bei dem neuen Termin am Dienstag hätte es um Fahrten mit den "Tatorten" Basel, Lünen, Dortmund, Köln, Bochum und Düsseldorf gehen sollen. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat mehrere Anklagen auf Grundlage von Strafanzeigen der Bahnunternehmen verfasst. In allen früher abgeurteilten Fällen war es so gewesen: Die Frau machte keinerlei Scherereien, wenn Zugbegleiterinnen oder -begleiter sie ertappt hatten. Sie saß einfach nur traurig da. Was tun mit solch einer "Kriminellen"? An und für sich wäre allmählich eine Haftstrafe - zunächst ausgesetzt zur Bewährung - fällig. Und wenn dann noch ein Rückfall kommt, droht wohl tatsächlich Knast.
    Mitte kommenden Monats ist also erst einmal der nächste Termin bei Gericht. Die Polizei wird an dem betreffenden Tag früh morgens bei der Frau anschellen und sie nach Kamen bringen.

    Archiv: Auslöser Familienfrust: Fast 40 Mal "schwarz" mit der Bahn

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