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    Brandanschlag in Unterkunft angedroht: Geldstrafe

    amtsgericht19KWvon Andreas Milk

    Kamen. Das hat sich gelohnt: Sieben Anklagen wurden abgehakt in einer einzigen Verhandlung vor dem Kamener Strafrichter. Unter anderem hatte sich Goran T. (Name geändert) der "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten" schuldig gemacht. Das geschah im April in einer Notunterkunft der Stadt Bergkamen. Dort drohte T. einem Mitarbeiter mit einem Brandanschlag.

    Und in eben dieser Unterkunft hatte T. sich noch weitere Male daneben benommen. Löblich immerhin: Er gab es zu - und das ausgesprochen wortreich. Weil sein Redefluss kaum zu bremsen war, verhängte der Richter im Laufe des Prozesses 300 Euro Ordnungsgeld: T. war wiederholt anderen Prozessbeteiligten ins Wort gefallen. Neben der Anschlagsdrohung ging es um einen Diebstahl von Parfüm (zum Weiterverkaufen) und Melatonin-Tabletten (zum besseren Einschlafen) bei Rossmann, um das Beschädigen eines Handys, das einer Freundin gehörte, sowie um eine weitere, vergleichsweise harmlose Drohung ("ich klatsch dir eine"). Macht insgesamt vier Vergehen - die drei übrigen Anklagen wurden fallen gelassen, weil sie fürs Strafmaß letztlich unbedeutend waren.

    Das Urteil: eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 10 Euro. T. akzeptierte - der Vertreter der Staatsanwaltschaft ebenso. Damit ist die Entscheidung des Richters rechtskräftig. T. ist derzeit ohne Job, doch das werde sich schon sehr bald ändern. Die Geldstrafe will er in Raten abstottern - und vermutlich das Ordnungsgeld.

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