von Andreas Milk
Kamen. Termin für eine Bergkamener "Stammkundin" beim Kamener Strafrichter - doch Maria K. (Name geändert) ließ sich nicht blicken. Jetzt kriegt sie einen Strafbefehl zugestellt, und zwar wegen Beleidigung und Bedrohung im Umfeld der Oberadener Jahnschule.
Dort hatte sie am 15. September vorigen Jahres ein Mann auf ihre - freundlich gesagt - überaus sportliche Fahrweise angesprochen. Sie hatte es extrem eilig, ihr Kind zum Unterricht zu chauffieren. Folge der Ansprache: Maria K. tickte aus. Sie nannte den Mann "Hurensohn" und drohte, sie werde ihn abstechen lassen. So jedenfalls gab es der Mann seinerzeit zu Protokoll. Dazu soll noch ein Spruch unterhalb der Gürtellinie gefallen sein, an dieser Stelle kaum zitierfähig.
Maria K. hat schon oft Leute beleidigt. Und bei früheren Gerichtsterminen wirkte sie verblüffenderweise recht umgänglich. Nein, sie sei nicht psychisch krank, hat sie einmal erklärt. Aber ganz offensichtlich hat sie eben das, was man eine kurze Zündschnur nennt. Ein Dutzend Vorstrafen haben sich mittlerweile im Bundeszentralregister in Sachen Maria K. angesammelt. Zuletzt im Sommer 2025 wurde sie verurteilt - gerade mal einen Monat später geschah der Vorfall an der Schule in Oberaden.
Die Strafe dafür: 100 Tagessätze à 15 Euro - die Zahl der Tagessätze soll Maria K.s Schuld entsprechen, die Höhe gibt das (mutmaßliche) Einkommen der Frau wieder. Legt sie gegen diesen Strafbefehl Einspruch ein, gibt es einen neuen Verhandlungstermin.






