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Kreis Unna. Zum nächsten Treffen des Gesprächskreises für Angehörige von Menschen mit einer psychischen Erkrankung, sind interessierte betroffene Angehörige herzlich eingeladen.
Das Treffen findet am Dienstag, 2. Dezember, in der Zeit von 18 bis 19.30 Uhr im Besprechungsraum des Hellmigium im Severinhaus Kamen, Nordenmauer 18 statt. Treffpunkt ist der Haupteingang des Hellmig Krankenhauses.
Bei den Gruppentreffen geht es um gegenseitigen Erfahrungsaustausch und um den Umgang mit Problemen, die sich im Zusammenleben mit einem psychisch erkrankten Angehörigen ergeben. Durch die Gespräche sollen die Teilnehmenden Entlastung finden, Orientierungshilfen erhalten und psychosoziale Einrichtungen kennenlernen. Es ist auch möglich, zu besonderen Themen (Betreuungsrecht, Medikament etc.) Referenten einzuladen.
Für das Gruppentreffen ist eine Voranmeldung erforderlich. Kontakt und Anmeldung: Michelle Hoffmann (Sozialpsychiatrischer Dienst Kreis Unna), Fon 0 23 03 27-21 29, E-Mail
Weitere Informationen zu Selbsthilfegruppen gibt es bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.). Ansprechpartnerin ist Laura Schwarz, Fon 0 23 03 27 28 29, E-Mail
PK | PKU
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Kreis Unna. Plötzlich kribbeln Lippen und Zunge, dem Kind fällt das Atmen schwer, es bekommt Hautausschlag oder Durchfall, schlimmstenfalls Atemnot und Herz-Kreislauf-Probleme. All das nur wegen weniger Erdnüsse, die der Nachwuchs gerade gegessen hat. Für Eltern ist es ein Horrorszenario, einen anaphylaktischen Schock beim eigenen Kind zu erleben. Dann ist schnelle Hilfe nötig. „Bei Verdacht auf einen anaphylaktischen Schock sollten Eltern unverzüglich den Notruf 112 wählen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Nach Angaben der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) leiden in den Industrieländern etwa ein bis zwei Prozent der Kinder an einer Erdnussallergie. Erdnüsse zählen zu den häufigsten Auslösern einer Lebensmittelallergie, die schon im Kleinkindalter auftreten kann.
Bei einer Lebensmittelallergie reagiert der Körper mit einer überschießenden Abwehrreaktion auf normalerweise ungefährliche Stoffe. Die Erdnussallergie ist eine sogenannte Typ-I-Allergie. Voraussetzung dafür ist ein Erstkontakt mit dem Allergen, der in der Regel symptomlos verläuft und auch als Sensibilisierung bezeichnet wird. Erst beim zweiten Kontakt kommt es dann zu Symptomen. Schon kleinste Mengen einer Erdnuss können ausreichen, um innerhalb von Sekunden oder Minuten lebensbedrohliche Symptome wie Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufschock (anaphylaktischer Schock) hervorzurufen. Die Erdnussallergie bleibt oft lebenslang bestehen. Etwa die Hälfte aller Kinder mit einer Lebensmittelallergie entwickelt im Laufe des Lebens ein allergisches Asthma oder einen allergischen Schnupfen. „Bei Verdacht auf eine Lebensmittelallergie sollten Eltern mit ihrem Kind eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt am besten in einer auf Allergien spezialisierten Praxis aufsuchen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Kock.
Andere Nüsse in der Regel keine Gefahr
Steht die Diagnose Erdnussallergie fest, sollten Betroffene erdnusshaltige Nahrungsmittel konsequent meiden. Hasel- und Walnüsse sowie andere Nusssorten können sie jedoch weiterhin essen. Beim Einkauf ist es daher wichtig, immer die Zutatenlisten zu lesen. Denn laut Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) der EU müssen die 14 häufigsten Auslöser von Allergien und Unverträglichkeiten immer angegeben werden. Diese Pflicht zur Allergenkennzeichnung gilt sowohl für verpackte Lebensmittel als auch für lose Ware, etwa an der Bedientheke oder im Restaurant. Dort müssen die Allergeninformationen leicht zugänglich sein, zum Beispiel durch einen Aushang im Laden, als Hinweis auf der Speisekarte oder auf Nachfrage.
Tipps für zuhause
Solange das Kind noch klein ist, sollten am besten alle gefährlichen Nahrungsmittel aus dem eigenen Haushalt verbannt werden. Auch wenn es größer und verständiger wird, bewahren Eltern die Speisen mit und ohne Allergen möglichst räumlich getrennt auf. Eine Kennzeichnung der Produkte erleichtert dem Kind die Auswahl: Ein grüner Punkt für erlaubte und allergenfreie Nahrung, ein roter für verbotene. Da kleinste Spuren von Erdnüssen ausreichen können, um eine schwere Reaktion auszulösen, sollten auch separate und saubere Schneidbretter, Messer und Gläser genutzt werden, um versehentliche Kontaminationen auszuschließen. Bei einer diagnostizierten Erdnussallergie sollte immer ein Notfallset mit geeigneten Medikamenten/Spritzen für den Fall eines anaphylaktischen Schocks mitgeführt werden.
Weitere Infos zu dem Thema unter aok.de in der Rubrik Gesundheitsmagazin unter Körper & Psyche.
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Kreis Unna. Essstörungen, wie Magersucht, nehmen vor allem bei jungen Mädchen und Frauen zu und stellen ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem dar. Ein neuer Gesundheitsbericht des Kreises Unna nimmt das Thema auf, bietet Hilfestellungen an, nennt Zahlen und beleuchtet die vielfältigen Erscheinungsformen von Essstörungen. Auch ein neuer Podcast zum Thema ist erschienen.
In Deutschland und NRW verzeichnen Statistiker in den letzten 20 Jahren eine starke Zunahme der Fälle von Essstörungen. Im Fokus sind dabei vor allem junge Frauen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren. Im Kreis Unna zeigt die Statistik der ambulanten Behandlungsdiagnosen der KVWL, dass es im Jahr 2023 insgesamt 3.232 Fälle von Essstörungen gab. 2014 waren das noch 2.360 Fälle.
Was sind Essstörungen und wie entstehen sie?
Essstörungen haben vielfältige Erscheinungsbilder. Alle verbindet, dass sie durch gestörtes Essverhalten, starke psychische Belastungen und oftmals schwerwiegende körperliche Auswirkungen gekennzeichnet sind. Zu den am häufigsten diagnostizierten Essstörungen zählen Anorexia nervosa (Magesucht), Bulimia nervosa, Binge-Eating-Störung sowie Muskeldysmorphie.
Die Gründe dafür sind vielfältig und resultieren aus einem komplexen Zusammenspiel der biologischen, psychologischen und soziokulturellen Faktoren, wie der Bericht zeigt. Aber auch die Medien und besonders Social Media wirken als starker Risikofaktor oder Verstärker für Essstörungen. Der Bericht zitiert an der Stelle verschiedene Studien, um das zu belegen.
Therapie und Versorgung
Essstörungen wie Anorexie, Bulimie, Binge Eating und Adipositas stellen komplexe psychische Erkrankungen dar, deren Behandlung in Deutschland durch ein differenziertes Versorgungssystem abgedeckt wird. Es gibt Möglichkeiten der ambulanten, teilstationären oder stationären Behandlung. Aber auch Selbsthilfe und Vernetzungsangebote spielen neben der professionellen Behandlung eine wichtige Rolle im Umgang mit Essstörungen.
Im Kreis Unna kann ein erster Ansprechpartner neben dem Hausarzt auch der Jugendpsychiatrische Dienst, der Sozialpsychiatrische Dienst, die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (K.I.S.S.) oder der Mobile Gesundheitskiosk sein. In dem Zusammenhang hat die Kreisverwaltung einen neuen Podcast mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst veröffentlicht. Der Podcast ist bei Spotify, Apple Podcasts, YouTube und unter www.kreis-unna.de/podcasts zu finden.
Aktuelle Angebote
Im November sind verschiedene Angebote im Zusammenhang mit Essstörungen geplant. So führt der Sozialpsychiatrische Dienst für Schulklassen der achten Klassen vom 20. bis zum 27. November einen Workshop zum Thema Essstörungen durch. Weitere Informationen zur Ausstellung "Klang meines Körpers" sind hier zu finden: https://klang-meines-koerpers.de.
Das Amt für Kultur und Weiterbildung der Kreisstadt Unna bietet in der Stadtbibliothek (ZIB Unna) einen "Medientisch" zum Thema Essstörungen an. Empfehlungen sind auch im Online-Katalog der Bibliothek unter https://openopac.unna.de unter dem Stichwort "Essstörung" zu finden.
Eltern und Interessierte sind auch zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Essstörungen am 25. November 2025 um 17 Uhr im Hellweg Berufskolleg eingeladen. Dabei gibt es Infos zu Krankheitsbildern und Behandlungsmöglichkeiten. Auch ein Kinder- und Jugendpsychotherapeut wird vor Ort Fragen beantworten. Anmeldung sind ab sofort möglich unter: https://kreisunna.lamapoll.de/AnmeldelinkInfoveranstaltungEssst-rung. PK | PKU
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Krankenhaus und Internistenteam informieren am Samstag rund um den Herzinfarkt
Kamen. Wissenswertes rund um den Herzinfarkt, Expertenvorträge, kostenlose Gesundheits-Checks, Messungen von Blutzucker, Blutdruck und Puls, Tipps zur Gesunderhaltung der Gefäße, persönliche Gespräche und interessante Diskussionen: Das alles bietet der Herzaktionstag, zu dem die Knappschaft Klinken Kamen am kommenden Samstag, 15. November, gemeinsam mit dem Internistenteam Kamen einladen.
Unter dem Motto "Gesunde Gefäße, gesundes Herz – den Herzinfarkt vermeiden" klären Chefarzt Dr. Marcus Rottmann und Oberarzt George Soliman von der Medizinischen Klinik I der Knappschaft Kliniken Kamen sowie Dr. med. Andrés Balmaceda Schickentanz vom Internistenteam Kamen über Ursachen und Diagnostik der Herzkranzgefäßerkrankung auf. Sie schildern die Behandlungsmöglichkeiten der Koronaren Herzerkrankung und sagen auch, was jeder Einzelne tun kann, um seine Gefäße gesund zu erhalten.
Interessierte sind von 10 bis 13 Uhr im Hellmigium im Severinshaus an der Nordenmauer 18 willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
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Kreis Unna. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat den Verdacht auf Geflügelpest (Aviäre Influenza) bei einer Graugans in Unna bestätigt. Das Tier war Ende Oktober in der Otto-Hahn Straße in Unna gefunden worden. Geflügelhalter im Kreis sollen weiter vorsichtig sein, rät der Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Kreises Unna.
Aufgrund der Vielzahl der Fälle in Deutschland und der damit verbundenen Mehrbelastung beim Friedrich-Loeffler-Institut wurde das Ergebnis dem Kreis Unna erst jetzt mitgeteilt. Die Graugans ist der erste bestätigte Fall im Kreis Unna, während andere untersuchte Tiere negativ getestet wurden, wie beispielsweise Ende Oktober die Gans und der Kranich aus Lünen oder eine Gans, die Anfang November nähe des Kamener Kreuzes auf der A2 gefunden wurde. Bei allen drei Fällen wurden stumpfe Traumata festgestellt, die vermutlich in Folge von Verkehrsunfällen zustande kamen.
Das Kreisveterinäramt sieht zum jetzigen Zeitpunkt von einer Aufstallpflicht ab, da die rechtlichen Voraussetzungen für diesen Schritt derzeit nicht gegeben sind. Trotzdem werden allen Geflügelhaltern im Kreisgebiet empfohlen, ihr Geflügel eigenverantwortlich aufzustallen beziehungsweise sich auf eine Aufstallung vorzubereiten, um die Verbreitung der Geflügelpest zu verhindern.
Wachsam bleiben
Außerdem bittet Kreisveterinär Dr. Kirschner Geflügelhalter, Ornithologen sowie alle Bürgerinnen und Bürger um Wachsamkeit. "Gehäufte Funde toter Wildvögel, insbesondere Wasser- und Greifvögel, sollten dem zuständigen Ordnungsamt und außerhalb der Dienstzeit der Leitstelle des Kreises Unna unter Angabe des genauen Fundortes gemeldet werden", so Dr. Kirschner. "Bürger sollten kranke oder verendete Vögel sowie Wildtiere generell nicht anfassen." Ansonsten ist das Veterinäramt unter
Der Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung erinnert zudem daran, dass alle Geflügelhaltungen gemeldet werden müssen – und zwar unabhängig von der Anzahl der gehaltenen Tiere. Neben Schweinen, Rindern, Pferden, Ziegen und Schafen ist auch die Haltung von Geflügel beim zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse der Landwirtschaftskammer NRW anzuzeigen. Konkret betrifft dies Hühner, Puten, Enten, Gänse, aber auch Tauben und alles sonstige Geflügel.
Sollten Geflügelhaltungen bislang nicht bei der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen registriert worden sein, muss dies schnellstens nachgeholt werden – ab dem ersten Tier in der Haltung. Eine Neuanmeldung ist unter https://nw.agrodata.de/newreg-nw möglich.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich beim TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) des FLI über den aktuellen Stand der Vogelgrippe informieren unter https://tsis.fli.de/cadenza/. Außerdem hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz auf seiner Internetseite nützliche Informationen zum Thema Geflügelpest zusammengestellt. Unter www.lanuk.nrw.de sind unter dem Suchwort "Geflügelpest" auch zwei Merkblätter für Halterinnen und Halter zu finden. PK | PKU
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Zum Welt-Diabetestag am 14. November: Interaktive Hilfe für positiven Umgang und praktische Tipps
Kreis Unna. Am 14. November ist Welt-Diabetestag - ins Leben gerufen, um den Kampf gegen Diabetes weltweit zu koordinieren. Die Erkrankung bleibt oft lange unerkannt und kann gefährliche Begleit- und Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt sich langsam, seine Symptome sind eher unspezifisch und können auch andere Ursachen haben. Oft wird Diabetes Typ 2 erst bei Routineuntersuchungen festgestellt. Im Kreis Unna leben rund 43.700 Betroffene. Sie müssen ihr Leben auf diese Krankheit einstellen. Der AOK Online-Coach Diabetes gibt praktische Tipps zur Umstellung des Lebensstils und bietet Hilfe für einen positiven Umgang mit der chronischen Erkrankung. Sowohl Betroffene als auch deren Angehörige und Interessierte können den Online-Coach jederzeit kostenfrei nutzen. „Mit dem AOK Online-Coach Diabetes möchten wir die Menschen im Kreis Unna unterstützen, die Erkrankung besser zu verstehen und sie zu einem gesunden Lebensstil motivieren“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Diabetes Typ 2 ist in der Regel eine durch einen ungesunden Lebensstil erworbene Erkrankung. Zu den Ursachen zählen nicht nur das Alter und erbliche Veranlagung, sondern auch Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress oder ungesunde Ernährung. Am Alter und an den Genen können Betroffene nichts ändern. Anders sieht es bei Übergewicht und Bewegungsmangel aus. Hier sind vor allem Lebensstiländerungen wie ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und Gewichtsreduktion geeignete Mittel. Experten gehen davon aus, dass dadurch mehr als 50 Prozent der Diabetes-Erkrankungen vermieden werden könnten. Hierbei hilft der Online-Coach Diabetes. Er erklärt, wie die Krankheit entsteht, was genau im Körper passiert und warum bei Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes ein erhöhtes Risiko für bestimmte Folgeerkrankungen haben.
Der Online-Coach enthält außerdem zahlreiche Videos und Animationen. Szenen aus dem Alltag vermitteln praktische Tipps, wie Patientinnen und Patienten ihre Ernährung umstellen oder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren können. An der Entwicklung war ein Expertenteam aus den Bereichen der Diabetologie, Psychologie sowie Ernährungs- und Sportwissenschaften beteiligt.
Darüber hinaus bietet das digitale Angebot verständliche Informationen zur Behandlung von Diabetes und zu den Vorteilen der Disease-Management-Programme (DMP) der gesetzlichen Krankenkassen. „Unser Online-Coach ist eine ideale Ergänzung zu unserem strukturierten Behandlungsprogramm ‚AOK-Curaplan‘ Diabetes Typ 2“, so Kock.
Weitere Infos zum neuen Online-Coach Diabetes: aok.de/nw/online-coach-diabetes
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Im Kreis Unna leiden deutlich mehr Männer als Frauen an einem zu hohen Harnsäurespiegel
Kreis Unna. Der Schmerz beginnt meist nachts – oft in der Großzehe. Das Gelenk ist gerötet, geschwollen und schmerzt bei der kleinsten Bewegung. Ursache ist ein zu hoher Harnsäurespiegel im Blut, der zu Entzündungen in den Gelenken führt. Im vergangenen Jahr suchten 1.375 AOK-Versicherte im Kreis Unna wegen Gicht ärztliche Hilfe. Deutlich mehr Männer (889) als Frauen (486) waren betroffen. „Schlechte Ernährungsgewohnheiten sind häufig der Grund für einen erhöhten Harnsäurespiegel und die damit verbundenen schmerzhaften Gicht-Anfälle“, erklärt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Warum Frauen seltener erkranken
Gicht-Beschwerden beginnen meistens ab einem Alter von 45 Jahren. Frauen erkranken später als Männer, da die weiblichen Geschlechtshormone einen Schutz gegen diese Erkrankung bieten. Im Kreis Unna beträgt der Anteil der an Gicht erkrankten Männer 64,7 Prozent.
Es beginnt meistens in der Großzehe
Zu viel Harnsäure im Blut (Hyperurikämie) bildet sich, wenn der Körper sie nicht über die Nieren ausscheiden kann. Sie lagert sich dann in den Gelenken ab, häufig zuerst in der Großzehe, aber auch an Ellenbogen, Handgelenken, Fingern und Knien. Große Gelenke wie Schulter oder Hüfte sind seltener betroffen. Die Symptome reichen von schmerzenden Gelenken über Bewegungseinschränkungen bis hin zu Nierensteinen und langfristigen Gelenkverformungen.
Gicht verläuft schubweise
In der akuten Phase kommt Gicht plötzlich und schmerzhaft. Ein Gichtanfall tritt auf, wenn der Harnsäurespiegel einen kritischen Punkt erreicht. Experten empfehlen dann eine sofortige Umstellung der Ernährung und des Lebensstils, um die Beschwerden zu lindern und eine chronische Erkrankung zu vermeiden. Auch wenn die Symptome zwischen den Anfällen verschwinden, schreiten die Gelenkveränderungen fort. Ein dauerhaft erhöhter Harnsäurespiegel kann zu bleibenden Schäden und Deformationen an den Gelenken führen.
Gicht ist nicht heilbar, aber gut behandelbar
Nicht immer ist der Lebensstil schuld: Auch angeborene Störungen der Harnsäureausscheidung oder Nierenerkrankungen können zu einem Anstieg des Harnsäurespiegels führen. Medikamente zur Senkung des Harnsäurespiegels, schmerzlindernde Mittel und Beratungen zur gesunden Ernährung sind Teil der Behandlung. „Die gute Nachricht: Gicht ist zwar nicht heilbar, aber eine konsequente Therapie verbessert die Prognose deutlich“, so Kock.
Die AOK NordWest unterstützt Betroffene mit Gesundheitskursen, Ernährungsschulungen und individueller Beratung. Weitere Information unter www.aok.de Stichwort ‚Ernährungsberatung‘.
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Knappschaft Kliniken Kamen bieten interessante Einblicke und jede Menge Informationen rund um die Arbeit in der Pflege
Kamen. Den neuen Arbeitsplatz und die Teamkollegen schon vor der Bewerbung kennenlernen? Mit diesem Angebot gehen die Knappschaft Kliniken Kamen jetzt an den Start.
Am kommenden Mittwoch, 5. November, laden sie zum Bewerbertag ein und öffnen ihre Türen für alle, die an einem Job im Krankenhaus interessiert sind. Geboten werden Einblicke in die Arbeit der Stationen und Fachabteilungen, Kennenlerngespräche mit den Teams, Treffen mit der Pflegedienstleitung und Informationen über die einzelnen Arbeitsabläufe. Die Besucher dürfen natürlich auch persönliche Fragen stellen, können sich über die vielfältigem Arbeitszeitmodelle der Knappschaft Kliniken informieren und sich vorab schon einmal ihren künftigen Arbeitsplatz ansehen.
Als Ansprechpartner vor Ort stehen der stellvertretende Pflegedirektor Thorsten Muschinski sowie die Pflegedienstleitungen Gabriele Heinze und Stefanie Vollstädt bereit.
Interessierte können am Mittwoch um 10, 13 oder 16 Uhr einfach vorbeikommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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