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Motivation zum Gesundheits-Check lässt mit zunehmendem Alter nach
Kreis Unna. Im Kreis Unna geht nur jeder vierte Teenager zum Gesundheits-Check für Jugendliche. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach wurden die Jugenduntersuchungen J1 und J2 im vergangenen Jahr zwar wieder mehr in Anspruch genommen. Aber unterm Strich bleibt das Niveau zu gering: Insgesamt nutzten nur 26,6 Prozent der AOK-versicherten Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren die medizinischen Checks, die von der AOK NordWest für ihre Versicherten kostenfrei angeboten werden. Im Vorjahr waren es gerade 23,9 Prozent. „Wachstum, körperliche Veränderungen, Stimmungsschwankungen – all das ist normal in der Pubertät. Auch wenn es augenscheinlich keinen Grund für einen Arztbesuch gibt, appellieren wir dringend an alle Eltern, ihre Kinder zu diesen wichtigen Vorsorgeuntersuchungen zu motivieren“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Jugenduntersuchungen J1 und J2 nicht vergessen
Nach den bekannten U-Untersuchungen für Kinder werden die sogenannten Jugenduntersuchungen angeboten, denn die Entwicklung ist auch als Jugendlicher nicht abgeschlossen. Die AOK als größte gesetzliche Krankenkasse in Westfalen-Lippe schreibt alle bei ihr versicherten Jugendlichen sogar persönlich an und weist auch auf verschiedenen digitalen Kanälen auf die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen gezielt hin. Die J1 für Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren gehört zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Während im Jahr 2024 immerhin 44,8 Prozent der Jugendlichen zumindest diese Untersuchung genutzt haben, nahmen nur 9,6 Prozent die J2 wahr, die die AOK NordWest als besondere Mehrleistung für ihre Versicherten im Alter zwischen 16 und 17 bezahlt.
Jugenduntersuchungen: Warum sie genutzt werden sollten
„Neben den Veränderungen in der Pubertät geht es bei den Jugenduntersuchungen um die Früherkennung von Krankheiten“, so Kock. Im Rahmen der J1 werden Größe, Gewicht und der Impfstatus sowie Blut und Harn überprüft. Bei der körperlichen Untersuchung klärt die Ärztin oder der Arzt die pubertären Entwicklungsstadien sowie den Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen ab. Fehlhaltungen aufgrund von Wachstumsschüben sowie chronische Krankheiten können frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Auch auf eventuelle Hautprobleme und Essstörungen wie Magersucht oder Übergewicht wird eingegangen. Außerdem wird auf Allergien geachtet, die für die spätere Berufswahl wichtig sein können.
Die Jugenduntersuchung J2 zielt zusätzlich unter anderem auf das Erkennen von Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, Haltungsstörungen und Diabetes-Risiko ab. Zu den Terminen sollten die elektronische Gesundheitskarte und der Impfpass mitgebracht werden.
Vertraulich: Ohne Eltern zum Arzt
Beide Untersuchungen bieten neben einem Gesundheits-Check auch immer die Chance, ausführlich mit der Ärztin oder dem Arzt zu sprechen. Denn in dem Alter ist es wichtig, nicht nur die körperliche Entwicklung zu kontrollieren, sondern auch über die geistigen und sozialen Kompetenzen sowie eine gesundheitsfördernde Lebensführung zu beraten. Das persönliche Gespräch ist selbstverständlich vertraulich und häufig eine Premiere, denn bis zu den Jugenduntersuchungen sind üblicherweise die Eltern beim Kinderarzt mit dabei. Zu beiden Jugenduntersuchungen können die Jugendlichen dann auch allein gehen.
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Über 100 Experten verschiedener medizinischer Fachrichtungen beim Westfälischen Wundkongress in den Knappschaft Kliniken Dortmund
Dortmund. Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am vergangenen Samstag zum Zweiten Interdisziplinären Westfälischen Wundkongress ins Knappschaftskrankenhaus Dortmund gekommen und erlebten ein vielfältiges Programm mit spannenden Vorträgen, eindrucksvollen Bildern und sechs interaktiven, interdisziplinären Workshops.
Dr. Kathrin Niemöller, Chefärztin der Klinik für Angiologie in Brackel, und Dr. Björn Schmitz, Chefarzt der Chirurgie in den Knappschaft Kliniken Kamen, hatten dafür hochinteressante Themen und renommierte Referenten ausgewählt.
Im Mittelpunkt standen diesmal chronische Wunden beim älteren Patienten, und zwar aus interdisziplinärer Sicht: Erfahrene Referenten aus den Fachbereichen Geriatrie, Neurologie, Scherzmedizin, Chirurgie und Angiologie sowie der Plastischen Chirurgie boten Einblicke in ihre alltägliche Praxis und stellten interessante Fallbeispiele zur Diskussion. Es gab Informationen über den Einfluss der Ernährung auf die Wundheilung und Vorstellungen neuer Verbandsmethoden und -Materialien, die die Teilnehmer in diversen Workshops direkt ausprobieren konnten.
Externe und interne Experten, darunter neben Medizinern auch Wundmanager und Pflegekräfte, nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Weiterbildung. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Chronische Wunden beim älteren Menschen zählen zu den herausforderndsten Krankheitsbildern im klinischen und pflegerischen Alltag. Eine wirksame Versorgung erfordert Erfahrung und vor allem eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, wie sie in den Knappschaft Kliniken bereits bestens etabliert ist.
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Kreis Unna. Zum nächsten Treffen des Gesprächskreises für Angehörige von Menschen mit einer psychischen Erkrankung sind interessierte Angehörige herzlich eingeladen. Das Treffen findet Dienstag, 7. Oktober, in der Zeit von 18 bis 19.30 Uhr im Besprechungsraum des Hellmigium im Severinshaus Kamen, Nordenmauer 18 statt. Treffpunkt ist der Haupteingang des Hellmig Krankenhauses.
Bei den Gruppentreffen geht es um gegenseitigen Erfahrungsaustausch und um den Umgang mit Problemen, die sich im Zusammenleben mit einem psychisch erkrankten Angehörigen ergeben. Durch die Gespräche sollen die Teilnehmenden Entlastung finden, Orientierungshilfen erhalten und psychosoziale Einrichtungen kennenlernen. Es ist auch möglich zu besonderen Themen (Betreuungsrecht, Medikament etc.) Referenten einzuladen.
Teilnahme nur mit Voranmeldung unter der Telefonnummer 0 23 03 / 27 21 29 oder per Mail an
Weitere Informationen zu Selbsthilfegruppen gibt es bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.). Ansprechpartnerin ist Laura Schwarz, Tel. 02303 27-28 29, E-Mail
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Heiße Flüssigkeiten sind für Kleinkinder gefährlich
Kreis Unna. Achtung, heiß! Jedes Jahr kommen nach Aussagen der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) etwa 30.000 Kinder in Deutschland wegen Verbrühungen und Verbrennungen in die Arztpraxis. Circa 7.000 Kinder und Jugendliche verletzen sich dabei so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die AOK NordWest möchte im Kreis Unna die Verhütung von Kinderunfällen in der öffentlichen Wahrnehmung stärken und mahnt: „Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten sind die häufigsten Unfallverletzungen bei Kindern im Zusammenhang mit Hitze. Kinder unter zwei Jahren haben dabei das höchste Risiko, ins Krankenhaus zu kommen. Ihre Kinderhaut ist viel dünner und sensibler als bei älteren Kindern oder Erwachsenen", sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Kinder bis zwei Jahre sind besonders betroffen
Mehr als zwei Drittel der Verbrühungsunfälle passieren Kleinkindern, die neugierig ihre Umgebung erforschen wollen. Die allermeisten Verbrühungsunfälle passieren dabei in der Küche, beispielsweise mit Wasserkochern oder durch kochendes Wasser auf dem Herd, und am Essplatz durch Heißgetränke. Gefährlich wird es auch an Heißwasserhähnen ohne Thermostat im Bad, besonders an der Badewanne.
Unfallforscher haben festgestellt, dass insbesondere Kinder unter zwei Jahren ein besonders hohes Risiko haben, wegen einer Verletzung durch Hitze ins Krankenhaus zu kommen.
Eine heiße Tasse Tee oder Kaffee kann lebensbedrohlich werden
Eine Tasse heißer Kaffee oder Tee: Ganz wenig heiße Flüssigkeit reicht aus, um 30 Prozent der zarten Haut eines Kleinkindes zu schädigen. Je nachdem, wie schwer die Hitzeeinwirkung ist, kann das tatsächlich lebensbedrohlich für ein Kind werden.
Unser Tipp
Eltern sollten keine heißen Flüssigkeiten trinken, wenn sie ein Kind auf dem Arm, Schoß oder in der Trage haben. Sie sollten bedenken, dass sich die Reichweite eines Kindes täglich vergrößert. Daher ist die Wohnung regelmäßig kindersicher zu machen, indem Eltern beispielsweise darauf achten, dass keine Kabel vom Wasserkocher runterhängen und heiße Getränke oder auch Mahlzeiten sicher und unerreichbar für die Kleinen sind. „Wenn Kleinkinder im Haus sind, sollten Tischdecken nach Möglichkeit nicht verwendet werden. Beim Badewasser sollte immer zunächst kaltes und dann erst warmes Wasser eingelassen werden. Eltern sollten ältere Kinder frühzeitig über die Gefahren durch heiße Flüssigkeiten aufklären“, sagt Kock.
Weitere Informationen und Sicherheitstipps zur Vermeidung von Kinderunfällen durch Verbrühungen unter www.kindersicherheit.de oder beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit Tipps zum sicheren Aufwachsen unter www.kindergesundheit-info.de.
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Kreis Unna. Misophonie: bitte was? Viele Menschen auch im Kreis Unna können mit diesem Begriff zunächst nichts anfangen. Die Bezeichnung leitet sich von den griechischen Begriffen „misos“ und „phone“ ab und bedeutet wörtlich übersetzt ‚Hass auf Geräusche‘. Menschen, die an Misophonie leiden, reagieren stark emotional auf bestimmte Geräusche, die für andere Personen normalerweise nicht störend oder sogar kaum wahrnehmbar sind. „Die Lautstärke der Geräusche ist dabei nicht ausschlaggebend. Kauen, ein tropfender Wasserhahn oder Schmatzen bringen Betroffene in Rage und lassen sie regelrecht ausflippen. Dabei können alle Arten von Geräuschen als Auslöser fungieren“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Bei der Misophonie handelt es sich um ein recht junges Krankheitsbild. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde es durch zwei US-amerikanische Neurowissenschaftler erstmals beschrieben und benannt. Sie fanden heraus, dass sich Misophonie überwiegend in der Pubertät entwickelt, da sich in dieser Phase das Gehirn am stärksten entwickelt. Junge Menschen beginnen, feiner zu hören und Gehörtes anders zu bewerten. Studien gehen davon aus, dass etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung betroffen sind.
Wie entsteht Misophonie überhaupt?
Misophonie kann sehr plötzlich und in jedem Alter entstehen. Besonders häufig beginnt sie allerdings zwischen dem achten und dem 13. Lebensjahr. Prinzipiell kann jeder Mensch Misophonie-Symptome entwickeln. Experten vermuten, dass Misophoniker negative oder traumatische Erfahrungen erlebt haben, die sie mit einem bestimmten Geräusch verbinden. Diese führen dann im weiteren Verlauf zu immer ausgeprägteren emotionalen Reaktionen, wenn dieses Geräusch erneut gehört wird. Betroffene sind dann irritiert, verspüren Ärger, Angst und Frustration bis hin zu Wut und sogar Hass.
Diagnose einer Misophonie:
Bisher wird die Misophonie nicht in den offiziellen Diagnose-Klassifikationen (ICD-10) geführt. Betroffene sollten sich dennoch nicht scheuen, sich hausärztlich zu einer möglichen Bewältigungsstrategie beraten zu lassen. Von dort könnte im Bedarfsfall eine begleitende HNO-ärztliche Therapie koordiniert werden. Um die Symptome von anderen auditiven Störungen abzugrenzen und auch deren Schweregrad zu ermitteln, wird neben einer körperlichen und neurologischen Untersuchung zunächst ein Fragenkatalog abgearbeitet. Dieser arbeitet heraus, auf welche Geräusche besonders empfindlich reagiert wird und setzt diese in Zusammenhang mit bestimmten Orten, Menschen und Situationen.
Therapieansätze:
Kann die Ursache einer Hassreaktion für ein bestimmtes Geräusch gefunden werden, arbeiten die Experten häufig mit einer Gegenkonditionierung, bei der das Geräusch mit einem neuen, positiven Erlebnis verbunden wird. „Wenn die Ursache nicht ermittelt werden kann, bieten sich Methoden zur Stressreduktion oder zur Entspannung wie zum Beispiel Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Thai-Chi an“, so Kock. Betroffene lernen dabei, ihre heftige emotionale Reaktion zu kontrollieren. Weitere Informationen zu anerkannten Entspannungsmethoden bei den Präventions-ExpertInnen der AOK NordWest oder online unter www.stress-im-griff.de , dem kostenlosen Anti-Stress-Programm der AOK auch für Nicht-Mitglieder.
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Kostenlose Beratung am 26. September
Kamen. Gesundheit wirft oft Fragen auf – nicht nur bei einer Erkrankung selbst, sondern auch beim Umgang mit Rezepten, Anträgen oder der Suche nach passenden Angeboten. Unterstützung bietet hier der Mobile Gesundheitskiosk des Kreises Unna.
Am Freitag, 26. September 2025, stehen die Gesundheitslotsen in Kamen für eine offene Sprechstunde bereit. Von 9.00 bis 10.30 Uhr können Interessierte in den Räumlichkeiten ChanGe! AWO, Unnaer Straße 29A, individuelle Fragen rund um die eigene Gesundheit stellen. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und unbürokratisch.
Ob es um die richtige Anlaufstelle nach einer Verordnung geht oder um Angebote zur Unterstützung bei einer chronischen Erkrankung – die Gesundheitslotsen nehmen sich Zeit, informieren und helfen beim nächsten Schritt.
Auch außerhalb der offenen Sprechstunden sind Termine möglich. Diese können telefonisch unter 0 23 03 / 27-3553, -4252 oder -2759 oder per Mail an
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Kreis Unna. Ob Verkehrsunfall, Herzstillstand oder häuslicher Sturz – Erste Hilfe kann in Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Dennoch liegt die Reanimationsquote durch Laien in Deutschland bei nur rund 30 Prozent. Der neue Gesundheitsbericht des Kreises Unna widmet sich deshalb dem Thema Erste Hilfe und zeigt, wie wichtig Wissen, Mut und regelmäßige Schulung sind.
Jährlich erinnert am 13. September der Welt-Erste-Hilfe-Tag an die Bedeutung der Ersten Hilfe. Gleichermaßen stärken und schulen viele Aktionen während der landesweiten Initiative "Woche der Wiederbelebung" vom 22. bis 28. September die Laienreanimation. Dazu wird weltweit der World Restart a Heart Day am 16. Oktober gefeiert, der ebenfalls das Bewusstsein für das richtige Handeln bei Herz-Kreislauf-Stillständen fördern soll.
Der Bericht beleuchtet zentrale Maßnahmen wie Bewusstseinskontrolle, Atemprüfung, stabile Seitenlage, Blutstillung und Herz-Lungen-Wiederbelebung. Dabei wird auch die Rolle der Beatmung differenziert betrachtet: Während sie bei Kindern und Ertrinkungsunfällen besonders wichtig ist, raten Fachgesellschaften Laien im Zweifel zur Konzentration auf die Herzdruckmassage. Ergänzend wird die Funktionsweise automatisierter Defibrillatoren (AED) erklärt – Geräte, die durch klare Sprachansagen auch von ungeübten Helfern sicher eingesetzt werden können.
Zahlen, die bewegen
Jährlich erleiden über 60.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur etwa 10 % überleben – oft, weil Hilfe zu spät kommt. Im Kreis Unna verzeichnete der Rettungsdienst allein im Jahr 2024 rund 67.400 Einsätze. Die Notwendigkeit schneller Hilfe ist also allgegenwärtig.
Ausbildung & Angebote im Kreis Unna
Erste-Hilfe-Kurse sind Voraussetzung für den Führerschein und viele Berufe – und sollten regelmäßig aufgefrischt werden. Im Kreis Unna bieten Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter und die Malteser entsprechende Schulungen an. Zusätzlich informiert der Mobile Gesundheitskiosk bürgernah und kostenfrei über Erste-Hilfe-Themen – sowohl in individuellen Beratungen als auch bei Veranstaltungen vor Ort.
Der vollständige Bericht "Erste Hilfe – Grundlagen, Bedeutung und Maßnahmen" ist online abrufbar unter www.kreis-unna.de/gesundheit PK |
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Kreis Unna. Etwa jedes zweite Kind im Kreis Unna geht nicht zur Zahnvorsorge. Das ergab eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest anlässlich des Tages der Zahngesundheit am 25. September. Danach wurde die Zahnvorsorge im Rahmen der Individualprophylaxe von Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 17 Jahren im vergangenen Jahr mit einem Plus von 3,6 Prozent gegenüber 2023 wieder mehr genutzt, aber rund die Hälfte der Kinder nutzt das Angebot nicht. Insgesamt nahmen 7.107 Kinder und Jugendliche die kostenfreien Untersuchungen in Anspruch. Das entspricht 54,8 Prozent aller AOK-versicherten Kinder und Jugendlichen in der Altersgruppe im Kreis Unna. „Bei der Zahnvorsorge ist noch viel Luft nach oben. Kontinuierliche Zahnarztbesuche sind entscheidend für die lebenslange Erhaltung der Mundgesundheit. Je früher dabei mit der gezielten Zahnpflege begonnen wird, desto besser“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Zahngesundheit so früh wie möglich
Kinderzähne sind bereits ab dem ersten Zahn anfällig für Karies und Zahnfäule. Daher gibt es für Kinder bis sechs Jahre die zahnmedizinische Früherkennung. So nutzten im vergangenen Jahr im Kreis Unna 2.320 Kinder die Untersuchungen zur Frühprävention, in 2023 waren es 2.198. „Um Karies im Milchzahngebiss von Kleinkindern zu vermeiden, sollte die Zahnvorsorge schon mit dem Durchbruch des ersten Zahns beginnen“, so Kock. Denn gesunde Milchzähne verringern das Risiko von Zahn- und Kieferfehlstellungen der bleibenden Zähne. Auch die Eltern sollten die Phase, in der die ersten Zähne durchbrechen, gut mitbegleiten und das Kind an eine regelmäßige Zahnpflege gewöhnen. „Mit der zahnmedizinischen Früherkennung stärken wir die frühkindliche Mundgesundheit und wollen den Kindern direkt am Lebensanfang die Basis für eine zahngesunde Zukunft geben“, so Kock.
Halbjährliche Untersuchung ab dem sechsten Lebensjahr
Nach der zahnärztlichen Früherkennung werden die Kinder von sechs bis 17 Jahren im Rahmen der Individualprophylaxe dann halbjährlich untersucht. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Prophylaxe ab dem sechsten Lebensjahr zweimal im Jahr. Auch die Fissurenversiegelung der bleibenden großen Backenzähne wird bis zum 18. Lebensjahr vollständig bezahlt.
Neue Dokumentation der Früherkennung
Damit Eltern besser über die vorhandenen zahnärztlichen Früherkennungsangebote informiert sind, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) geplant, das Kinderuntersuchungsheft umfangreich anzupassen. Ab dem 1. Januar 2026 werden auch die Ergebnisse der sechs zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen in einem eigenen Abschnitt dokumentiert und mit Hinweisen für die Eltern ergänzt. Bisher erfolgte das gesondert in eigenen Heften der Zahnärzteschaft, den sogenannten Kinderzahnpässen.
Gesund beginnt im Mund – von Anfang an!
Der diesjährige Tag der Zahngesundheit steht unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – – Superkraft Spucke“. Denn neben einer gesunden Mundflora und regelmäßiger zahnmedizinischen Prophylaxe ist ein ausreichender Speichelfluss wichtig für die Mundgesundheit. Mehr Informationen dazu gibt es im Internet unter tagderzahngesundheit.de/.
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