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Kreis Unna. Zum nächsten Treffen des Gesprächskreises für Angehörige von Menschen mit einer psychischen Erkrankung, sind interessierte betroffene Angehörige herzlich eingeladen.
Das Treffen findet am Dienstag, 5. August, in der Zeit von 18 bis 19.30 Uhr im Besprechungsraum des Hellmigium im Severinhaus Kamen, Nordenmauer 18 statt. Treffpunkt ist der Haupteingang des Hellmig Krankenhauses.
Bei den Gruppentreffen geht es um gegenseitigen Erfahrungsaustausch und um den Umgang mit Problemen, die sich im Zusammenleben mit einem psychisch erkrankten Angehörigen ergeben. Durch die Gespräche sollen die Teilnehmenden Entlastung finden, Orientierungshilfen erhalten und psychosoziale Einrichtungen kennenlernen. Es ist auch möglich, zu besonderen Themen (Betreuungsrecht, Medikament etc.) Referenten einzuladen.
Für das Gruppentreffen ist eine Voranmeldung erforderlich. Kontakt und Anmeldung: Michelle Hoffmann (Sozialpsychiatrischer Dienst Kreis Unna), Fon 0 23 03 27-21 29, E-Mail
Weitere Informationen zu Selbsthilfegruppen gibt es bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.). Ansprechpartnerin ist Laura Schwarz, Fon 0 23 03 27 28 29, E-Mail
PK | PKU
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Nach der Urlaubsreise unbedingt Wasserleitung vor Gebrauch durchspülen
Kreis Unna. Viele Menschen auch aus dem Kreis Unna verreisen jetzt in den ersehnten Urlaub. Dadurch sind Wohnungen und Büros häufig über mehrere Wochen leer und das Wasser steht in den Rohrleitungen: ideale Bedingungen für Legionellen. Denn der natürliche Biofilm, der in Wasserleitungen vorkommt, bietet diesen Bakterien eine optimale Lebensgrundlage. Deshalb: „Wer längere Zeit nicht in der Wohnung war, sollte alle Wasserleitungen vor der ersten Nutzung einige Minuten heiß und kalt durchspülen. So wird stehendes Wasser aus den Leitungen entfernt und das Risiko einer Infektion reduziert. Dabei empfiehlt es sich, Fenster und Türen zu öffnen, um sich nicht möglicherweise kontaminierten Aerosolen auszusetzen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Im Sommer steigen nicht nur die Temperaturen. In den warmen Monaten des Jahres wächst auch die Infektionsgefahr mit Legionellen. Denn: die Bakterien gedeihen besonders gut in warmem Wasser von 25 bis 45 Grad. Erst ab 60 Grad sterben sie ab. Genau deswegen sollten Verbraucher, die Energiekosten besonders während ihrer Urlaubszeit sparen wollen, nicht ihre Hauswassertemperatur drosseln. Denn die Bakterien gelangen durch das Einatmen feinster Wassertröpfchen in die Lunge, zum Beispiel beim Duschen", sagt AOK-Medizinerin Dr. Katja Schwarzenhölzer. Das Trinken von Legionellenhaltigem Wasser ist in der Regel dagegen ungefährlich, da die Bakterien im Magen von der Magensäure abgetötet werden. Gefährdet sind vor allem Menschen mit einer schwachen Immunabwehr, bestimmten chronischen Krankheiten sowie ältere Menschen. Etwa jeder Fünfte fängt sich den Erreger im Urlaub ein. Die Bakterien übertragen sich nicht von Mensch zu Mensch, Betroffene sind also nicht ansteckend.
Eine Infektion mit Legionellen kann unterschiedliche Erkrankungen auslösen. Die Legionärskrankheit mit Pneumonie ist eine Form der Lungenentzündung und entwickelt sich typischerweise sehr rasch mit Brust- und Kopfschmerzen, Husten, Schüttelfrost und hohem Fieber von mehr als 40 Grad. Dabei kann es zu schweren Verwirrtheitszuständen kommen. Gelegentlich treten Bauchschmerzen mit Durchfall und Erbrechen auf. Die Lungenentzündung verläuft häufig schwer und dauert rund vier Wochen. Bei etwa jedem zehnten Betroffenen verläuft sie tödlich. Das Pontiac-Fieber ist eine milde Verlaufsform der Legionelleninfektion, die ohne Lungenentzündung einhergeht. Es beginnt mit Beschwerden wie bei einer Grippe: Fieber, Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen, auch Brustschmerzen und Husten sind möglich. In der Regel heilt die Erkrankung von selbst innerhalb von zwei bis fünf Tagen aus. Spätfolgen und Todesfälle sind bisher nicht bekannt. In einigen Fällen können Legionellen auch zu einem Harnwegsinfekt führen.
Der beste Schutz gegen eine unerwünschte Vermehrung von Legionellen ist eine ganzjährig ausreichend hohe Wassertemperatur des Trinkwassers. Bei einem Haus mit zentraler Wassererwärmung und zentralem Warmwasser-Speicher sollte die Regler-Temperatur am Trinkwasser-Erwärmer auf mindestens 60 Grad Celsius eingestellt sein. Bei Wassertemperaturen oberhalb von 55 Grad Celsius wird das Legionellenwachstum wirksam gehemmt, oberhalb von 60 Grad Celsius sterben die Keime ab. Legionellen können auch in kaltem Wasser vorkommen, vermehren sich bei weniger als 20 Grad Celsius jedoch nicht nennenswert.
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Kreis Unna. Sommerzeit ist Insektenzeit. Die Stiche von Mücken, Bremsen, Wespen und anderen Insekten können nicht nur schmerzhaft, sondern auch gefährlich sein. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest mussten im vergangenen Jahr allein im Kreis Unna 521 AOK-Versicherte wegen Insektenstichen ambulant behandelt werden. „Für die meisten Menschen sind Insektenstiche harmlos. Doch es wird gefährlich, wenn der Körper allergische Reaktionen zeigt“, warnt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Insbesondere anaphylaktische Schocks können lebensbedrohlich sein. Bei solchen Reaktionen sollte umgehend der notärztliche Dienst unter der Nummer 112 verständigt werden. Das ist keinesfalls übertrieben, denn allein in Deutschland sterben jährlich durchschnittlich 200 Menschen an einer anaphylaktischen Reaktion. Es wird von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen, da die Ursache Insektenstich nicht immer erkannt wird.
Sofort-Maßnahme: Kühlen
Jeder Mensch wird hin und wieder von einem Insekt gestochen – gerade im Sommer, wenn Mücken, Bremsen, Wespen und Bienen zuweilen in Scharen unterwegs sind. Meist ist ein Stich harmlos: Er schmerzt eventuell ein wenig, die Einstichstelle rötet sich und juckt. Es bilden sich kleine Quaddeln und Schwellungen. Anstatt zu kratzen hilft vor allem kühlen. Manche setzen auf Hausmittel wie eine Quarkpackung oder das Einreiben mit einer Zwiebel. Bei starken Symptomen hilft ein Antihistaminikum oder eine cortisonhaltige Salbe aus der Apotheke.
Vorsicht bei Infektionen
Ein Insektenstich kann gefährlich werden, wenn etwa durch Kratzen Bakterien in tiefere Schichten gelangen. Dann droht eine massive Umgebungsinfektion. Diese muss im Einzelfall sogar mit einem Antibiotikum behandelt werden. Auf jeden Fall gilt: Bei einer zunehmenden und langanhaltenden geröteten Schwellung sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
Allergische Reaktionen auf Insektenstiche
In der Regel ist der Stich spätestens nach ein paar Tagen wieder vergessen.
Nicht so bei Menschen mit einer Insektengiftallergie. Hier wehrt sich das Immunsystem gegen bestimmte Eiweißbestandteile des jeweiligen Gifts. Für Betroffene kann diese allergische Reaktion gefährlich werden und zu einem anaphylaktischen Schock führen. In den meisten Fällen sind es die Stiche von Bienen oder Wespen, die eine allergische Reaktion hervorrufen. Dabei führt ein Bienenstich häufiger zu schweren Symptomen als ein Wespenstich. Örtliche Sofortreaktionen wie kreisförmige Schwellungen, Rötungen und starker Juckreiz breiten sich in der Regel innerhalb von Sekunden aus. Bei der allergischen Systemreaktion können Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit und Herzrasen auftreten. Gefährlich wird es, wenn Kreislaufreaktionen, asthmatische Beschwerden und Schwellungen in den oberen Atemwegen mit starker Luftnot und Bewusstlosigkeit hinzukommen. Dann ist ein anaphylaktischer Schock ein Notfall, der notfallärztliche Versorgung erfordert. Eine Insektengiftallergie kann im Extremfall zu einem Atem- und Herz-Kreislauf-Stillstand führen.
Stiche im Mundraum
Besonders gefährlich sind Wespen- aber auch Bienenstiche im Mund- und Rachenraum. In einem solchen Fall sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Wenn möglich, sofort innerlich und äußerlich kühlen: Dazu eignen sich kalte Umschläge oder ein in ein Handtuch eingewickelter Kühlbeutel mit Eiswürfeln. Um eine Schwellung zu verhindern, hilft es, Eiswürfel zu lutschen. Besonders vorsichtig müssen Menschen mit einer Insektengiftallergie sein. Für sie kann der Stich einer Wespe sogar lebensgefährlich sein. Allergiker sollten sich von ihrem Arzt beraten lassen und stets ein Notfall-Set bei sich tragen, das wirksame Medikamente enthält. Im Ernstfall sollte der Notarzt gerufen werden.
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Kreis Unna. Im Kreis Unna läuft noch bis zum 31. August die Mitmach-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ der AOK NordWest. Teilnehmen können alle, die im Aktionszeitraum an mindestens 20 Tagen das Fahrrad im Zusammenhang mit ihrer Arbeit nutzen – auch bei Pendelfahrten zur Haltestelle oder bei Fitnessfahrten im Homeoffice.
Die Aktion, die seit über 20 Jahren stattfindet, soll Bewegung im Alltag fördern. Die Teilnahme ist noch möglich. Die geradelten Tage sind im Online-Aktionskalender unter www.mdrza.de zu dokumentieren. Der ausgefüllte Kalender kann bis zum 17. September eingereicht werden.
Unter allen Teilnehmenden werden Preise wie E-Bikes und Fahrradzubehör verlost.
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Kamen. Wer Fragen rund um das Thema Gesundheit hat, kann am Donnerstag, 17. Juli, in der Familienbande an der Bahnhofstraße 46 kostenlose und unbürokratische Unterstützung bekommen. Der Mobile Gesundheitskiosk des Kreises Unna ist dort von 14:30 bis 16:00 Uhr mit einer offenen Sprechstunde vertreten.
Gesundheitslotsin Jana Krethen berät Interessierte individuell – etwa zu Verordnungen, Behandlungsangeboten oder Fragen rund um bestehende Erkrankungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen, auch zu Beratungsmöglichkeiten außerhalb der offenen Sprechstunden, gibt es online unter www.kreis-unna.de (Stichwort: Mobiler Gesundheitskiosk) oder telefonisch unter 02303 27-3553, -4252 oder -2759.
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Checkliste rechtzeitig vor Reiseantritt erstellen
Kreis Unna. Endlich Urlaub und die schönste Zeit des Jahres gesund genießen. Krank im Urlaub – das wünscht sich im Kreis Unna wirklich niemand. Noch schlimmer ist es, wenn der Krankheitsfall nicht vorbereitet ist. Eine gut sortierte Reiseapotheke ist deshalb unverzichtbar. Sie enthält alle Medikamente, die auch sonst regelmäßig eingenommen werden und ebenso in der Hausapotheke im Kreis Unna zu finden sind. Darüber hinaus gilt: Egal, wohin die Reise auch geht, der Inhalt der Reiseapotheke sollte darauf abgestimmt sein. Die Zusammenstellung richtet sich aber auch nach dem persönlichen Gesundheitszustand der Reisenden. „Für chronisch kranke Reisende, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, ist eine gute Reisevorbereitung besonders wichtig. So sollte bereits vor Reiseantritt sichergestellt sein, dass die benötigten Arzneimittel auch in ausreichender Menge vorrätig sind“, rät AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Eine Wanderung in den bayrischen Bergen, ein Familienurlaub mit mehreren Generationen an der Algarve oder eine Radtour durch Italien erfordern eine jeweils andere Zusammenstellung der Reiseapotheke als eine Fernreise nach Kenia, Kambodscha oder Japan. Für Letztere stehen Medikamente gegen eine der häufigsten Reisekrankheiten schlechthin ganz oben auf der Liste: den Reisedurchfall. Hilfreich für unterwegs ist auch ein Desinfektionsmittel für die Hände zwischendurch – am besten immer griffbereit, auch problemlos im Handgepäck bei der Flugreise. Auch Schmerz- und Fiebermittel sollten immer dabei sein. Bei Reisen in Malariagebiete wie Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas gehören Malariamedikamente in die Reiseapotheke. Für manche ist die Autofahrt, See- oder Flugreise schon das Problem: ein Mittel gegen Reiseübelkeit sollte griffbereit sein und frühzeitig eingenommen werden. Flugreisende sollten bei Bedarf aufgrund der trockenen Luft im Flieger, befeuchtendes Nasenspray und Augentropfen gegen die Trockenheit im Handgepäck mitführen. Säuglinge, Kleinkinder und Kinder brauchen im Krankheitsfall eine kindgerechte medizinische Versorgung.
Wenn es in die Sonne geht, ist neben einer ausreichenden Menge Sonnenschutzmittel je nach Hauttyp, auch eine kühlende Salbe gegen Sonnenbrand ein wichtiger Reisebegleiter. Insektenschutzmittel und juckreizstillendes Gel gegen Insektenstiche haben sich schon auf vielen Reisen bewährt. Wer sich viel in der freien Natur aufhält, sollte sich über Zecken-Risikogebiete informieren und vorsorglich eine Zeckenzange oder -karte einpacken. Vorsichtig und rechtzeitig entfernt, ist eine Infektion mit den gefährlichen Erregern, die von den Zecken übertragen werden, unwahrscheinlicher. Ergänzt wird die Reiseapotheke durch Verbandmaterial wie Schere, sterile Kompressen, Mullbinden, Pflaster, Einmalhandschuhe sowie Wund- und Heilsalben. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die meisten Medikamente unter 25 Grad Celsius gelagert werden sollen. Insbesondere Arzneimittel, die im Kühlschrank aufzubewahren sind, wie beispielsweise Insuline, erfordern auf Reisen besondere Vorbereitungen und können die Reiseplanung vor Herausforderungen stellen. Der gesamte Inhalt der Reiseapotheke - auch Verbandstoffe und Pflaster- sollte regelmäßig auf das Verfallsdatum hin überprüft werden.
„Wer seinen Urlaub lieber im Ausland verbringt, sollte bei aller Vorfreude den Krankenversicherungsschutz nicht vergessen. In den meisten Ländern Europas besteht ein weitgehender Krankenversicherungsschutz. Es genügt, die Europäische Krankenversicherungskarte vorzulegen, die sich auf der Rückseite der eGK befindet. Die medizinische Akutversorgung ist damit in vielen Fällen gesichert, allerdings nicht die medizinisch notwendigen Rücktransporte. „Auch mögliche höhere Behandlungskosten oder Eigenanteile müssen Versicherte aus eigener Tasche bezahlen“, so Kock. Deshalb empfiehlt die AOK den Abschluss einer ergänzenden Versicherung für die schönsten Tage im Jahr.
Wer in fernen Ländern Urlaub machen möchte, sollte sich über die von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfohlenen Reiseschutzimpfungen für das jeweilige Urlaubsland informieren. Die Impfungen schützen vor gefährlichen Krankheiten wie z.B. Cholera, FSME, Malaria (Tablettenprophylaxe), Tollwut, Gelbfieber oder Hepatitis A/B. Reiseimpfungen gehören jedoch nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.
Mehr Infos rund um Reisen und Medizin gibt es im Internet unter ww.aok.de/nw in der Rubrik ‚Gesundheitsmagazin‘ unter dem Thema ‚Reisen‘ und unter der Rubrik ‚Medizin & Versorgung‘ in den Faktenboxen.
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Kreis weitet Angebot ab August 2025 aus
Kreis Unna. Immer mehr Menschen benötigen Unterstützung im Alltag oder sind auf Pflege angewiesen – und damit wächst auch der Beratungsbedarf. Ab dem 1. August 2025 übernimmt der kommunale Pflegestützpunkt des Kreises Unna die Pflegeberatung auch in Lünen und Unna. Das hat der Kreistag am 1. Juli beschlossen.
Damit steht das kostenlose, unabhängige Angebot künftig allen Menschen im gesamten Kreisgebiet offen. Bisher waren in Lünen und Unna Pflegekassen für die Beratung zuständig. Diese konnten den steigenden Beratungsbedarf aber nicht immer für alle zufriedenstellend decken. Daher ist vereinbart worden, dass der Kreis übernimmt.
Kreis Unna: Verlässlich vor Ort
"Das Thema Pflege wird immer komplexer – umso wichtiger ist eine von Leistungserbringern und Versicherungen unabhängige, verlässliche und leicht erreichbare Beratung für Betroffene und Angehörige", so Sozialdezernent Torsten Göpfert. "Wir übernehmen Verantwortung und schließen diese Lücke jetzt kreisweit."
Der Pflegestützpunkt in Kamen bietet Beratung zu allen Fragen rund um Pflege, Versorgung, Finanzierung und Wohnsituation – unabhängig von der Krankenkasse oder sonstigen Anbietern. Auch Hausbesuche sind möglich. Die Beraterinnen und Berater des Pflegestützpunktes organisieren regelmäßig Termine in allen Städten und Gemeinden, um Ratsuchende ein Beratungsangebot vor Ort machen zu können.
Statistik
Die Zahl der Beratungen aus Unna und Lünen war in den letzten Jahren hoch: Rund 16 Prozent der in 2024 dokumentierten Pflegeberatungen (insgesamt 752) im Kreisgebiet waren aus Lünen (117) und rund 14 Prozent aus Unna (103). Trotz des zusätzlichen Arbeitsaufwands soll die Aufgabe zunächst ohne neue Stellen bewältigt werden.
Informationen zur Pflege- und Wohnberatung ist unter www.kreis-unna.de/pwb zu finden. Dort sind auch alle Beratungstermin für die aktuelle Kalenderwoche zu finden. PK | PKU
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(ADAC Versicherung AG) Viele Urlauber glauben, dass ihre gesetzliche Krankenkasse auch im Ausland alle Behandlungskosten übernimmt. Tatsächlich ist der Schutz meist sehr begrenzt. Der ADAC empfiehlt dringend eine Auslandskrankenversicherung, da sonst hohe Kosten drohen – vor allem bei privaten Ärzten oder Kliniken, die oft überteuerte und intransparente Rechnungen stellen.
Urlauber werden häufig gezielt zu Hotelärzten oder Privatkliniken vermittelt, die die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) meist nicht akzeptieren. Sie werden dort unter Druck gesetzt, sofort zu zahlen, und nicht über günstigere öffentliche Medizineinrichtungen informiert.
Die Rechnungen sind oft überhöht und müssen sofort bezahlt werden, manchmal wird sogar der Reisepass einbehalten. Sascha Petzold, Vorstand für Schaden bei der ADAC Versicherung AG, kennt solche Fälle – gerade jetzt zur Hauptreisezeit – zur Genüge. „Wenn jemand erkrankt, ist die erste Anlaufstelle für Urlauber in der Regel der Hotelarzt“, erklärt der Experte. Selbst bei harmlosen Fällen ist die Rechnung meist höher als erwartet. „Das ist zwar extrem ärgerlich, bringt Urlauber in der Regel jedoch nicht in finanzielle Schwierigkeiten“, beschreibt Petzold.
Anders sieht es oft aus, wenn es sich um einen Notfall und eine stationäre Behandlung handelt. Denn dann wird mit der medizinischen Not der Menschen oft ein Geschäft gemacht. „Hotelärzte, Hotelangestellte oder auch Taxifahrer erhalten häufig eine Vermittlungsprovision. So werden Urlauber als Privat-Patienten zu einer wichtigen Einnahmequelle für alle Beteiligten“, beschreibt Petzold die Masche. Und die erkrankten Reisenden bleiben nicht selten auf ihren Kosten sitzen.
Warum Auslandskrankenschutz wichtig ist
Die EHIC gilt nur bei öffentlichen Ärzten und Kliniken, private Behandlungen werden nicht oder nur teilweise erstattet.
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur das, was die Behandlung in Deutschland kosten würde. Die Differenz muss der Betroffene selbst bezahlen.
Bergungskosten, z.B. ein Transport per Hubschrauber nach einem Wander-, Rad- oder Skiunfall werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen und kosten schnell mehrere tausend Euro.
Der Krankenrücktransport in die Heimat wird mit der EHIC nie übernommen. Ist er nötig, können sehr hohe Kosten entstehen.
Mit der ADAC Auslandskrankenversicherung oder für alle ADAC Plus- und Premium-Mitglieder gibt es darüber hinaus noch einen besonderen Service: Über den Reisemedizinischen Informationsservice des ADAC kann einer von über 20.000 zertifizierten Ärzten in 75 Ländern gebucht werden. Der Vorteil - neben einer bestmöglichen medizinischen Versorgung - ist, dass die Abrechnung direkt zwischen Arzt und der ADAC Auslandskrankenversicherung abgewickelt wird. Der Patient muss vor Ort also nichts bezahlen. Der Service ist telefonisch unter der Nummer +49 89 76 76 77 erreichbar und ganz neu auch über die ADAC Medical App.
Sonderfall Türkei
Die EHIC wird in der Türkei nicht anerkannt. Hier ist ein spezieller Urlaubskrankenschein (Formular T/A 11) nötig, der vor dem Urlaub bei der gesetzlichen Krankenkasse beantragt werden muss. Ohne dieses Formular muss die Behandlung oft privat bezahlt werden, und die Erstattung ist kompliziert und eingeschränkt.
Auch simple medizinische Fälle können die Urlaubskasse weit mehr belasten als dies in Deutschland der Fall ist. Wir haben die Kosten einer Durchfallbehandlung für einen Privatpatienten in Deutschland den Kosten für eine Behandlung bei einem Privatarzt in der Türkei gegenübergestellt. In Deutschland würde eine solche Behandlung mit Untersuchung, Infusion und Medikamenten (Imodium, Elektrolyte) zwischen 35 und 75 Euro kosten. Beim Privatarzt in der Türkei werden zwischen 280 und 380 Euro fällig, die sofort zu bezahlen sind. Die Kosten für Behandlung können in Einzelfällen auch deutlich höher ausfallen.
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