Corona-Impfungen in Kamener Alten- und Pflegeheimen laufen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Gesundheit

Volkermann 01 0121CVDr. Oliver Heine bereitete am Dienstag insgesamt 215 Impfdosen für Beschäftigte und Bewohner des Hauses Volkermann vor. Hier wird die Impfung gegen Corona am Donnerstag fortgesetzt. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Volkermann 02 0121CVKevin Jäschke ist Pflegekraft im Haus Volkermann. Er ließ sich am Dienstag von Dr. Eberhard Gläser impfen. „Das hat er gut gemacht“, lobte er hinterher den Arzt. Kamen. Die Corona-Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen in Kamen über die mobilen Teams laufen auf Hochtouren. Eins der größten Pflegeheime hat die erste Schutzimpfung bereits an zwei Tagen in der vergangenen Woche erhalten, jetzt sind weitere Einrichtungen an der Reihe.

Der Startschuss der laufenden Woche erfolgte am Montag im Haus am Koppelteich. Hier haben rund 80 Bewohner und über 40 Mitarbeiter die Spritze erhalten. Während in dieser Einrichtung die Impfung an einem Tag durchgeführt wurde, sind dafür im deutlich größeren Haus Volkermann, zu der neben der Seniorenpflege auch der Bereich der Jungen Pflege gehört, zwei Tage angesetzt.

Der Auftakt in der zum kleinen Impfzentrum umgestalteten Cafeteria an der Heerener Straße erfolgte am Dienstag - allerdings mit Verspätung. „Ursprünglich hatte man uns mitgeteilt, dass der Impfstoff zwischen 6 und 8 Uhr bei uns eintrifft. Die Lieferung ist aber erst um 11.34 Uhr angekommen“, so Heimleiter Sebastian Ahlers. Aufgrund der ersten Ankündigung hatte das Team ab 9 Uhr Termine verteilt, die dann am Montag neu organisiert werden mussten, nachdem die Nachricht eintraf, dass sich die Lieferung am Dienstag verzögert.

Insgesamt 210 Menschen werden im Haus Volkermann im Bereich der Seniorenpflege und bei der Jungen Pflege betreut. Am Dienstag sind 215 Injektionen für Bewohner und Pflegekräfte durchgeführt worden. Für den Bereich der Jungen Pflege stehen am Donnerstag 100 weitere Impfungen von Bewohnern und Beschäftigten an. Von den 274 Mitarbeitern der Einrichtung lassen sich knapp 60 Prozent impfen. „Das ist viel im Vergleich zu den Zahlen, die ich aus Krankenhäusern und anderen Pflegeheimen kenne“, erklärte Ahlers und wies darauf hin, dass der landesweite Durchschnitt bei Pflegekräften, die sich impfen lassen, bei 50 Prozent liege.

Dass im Haus Volkermann in der Cafeteria geimpft wird, hat mehrere Gründe. Dies ist der größte Raum der Einrichtung, der über Kühlschränke für den Impfstoff verfügt und genug Platz für die Verwaltungskräfte bietet, die die Einwilligungsbögen kontrollieren. Zwei Plätze für die Durchführung der Impfungen hat das Team des Pflegeheims vorbereitet, um die Wartezeiten möglichst gering zu halten. Der enorme Aufwand für das Volkermann-Team hat aber nicht erst mit der Einrichtung der Räumlichkeiten begonnen. „Wir mussten vorher die Impfbögen für die Bewohner erstellen und diese von den jeweiligen Betreuern freigeben lassen. Daraufhin haben wir alle Bögen kontrolliert, damit es beim Impf-Ablauf nicht zu Verzögerungen durch falsch ausgefüllte Bögen kommt“, sagte Ahlers. Insgesamt fünf Seiten sind pro Bewohner auszufüllen. „Das war ein enormer zeitlicher Aufwand - so etwas gibt es wohl nur in Deutschland“, so der Heimleiter über die bürokratische Arbeit.

Der Impf-Auftakt in den Kamener Heimen erfolgte bereits am vergangenen Mittwoch und Donnerstag im Perthes-Zentrum in Südkamen. Pflegedienstleiter Andreas Barthels meldete auf Anfrage eine hohe Beteiligung. Demnach haben sich von den knapp 150 Bewohnern 95 Prozent impfen lassen, zudem haben 154 Beschäftigte, was einer Quote von 85 Prozent entspricht, eine Impfung erhalten. „Wir sind erleichtert, dass die erste Impfung erfolgt ist. Das gibt den Angehörigen und uns ein gutes Gefühl“, fasste Barthels seine Eindrücke zusammen. Die zweite Schutzimpfung erfolgt etwa drei Wochen nach dem ersten Pieks und ist notwendig, damit der Impfstoff seine volle Wirksamkeit erhält. Im Perthes-Zentrum waren auf drei Stationen Impfplätze eingerichtet worden, an denen drei Hausärzte parallel zum Einsatz kamen.

Noch in dieser Woche stehen Corona-Impfungen im Altenzentrum Peter und Paul in Methler an. Voraussichtlich Mitte nächster Woche folgen die Impfungen in der Laureos Residenz in Heeren-Werve. Geschäftsführerin und Einrichtungsleiterin Nicola Dreisewerd wartete am Dienstagabend noch auf die Termin-Bestätigung durch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe.

Archiv: Corona-Impfung: Terminvergabe beginnt noch im Januar

Perthes Zentrum0121CVBereits in der vergangenen Woche sind Großteile des Personals und der Bewohner des Perthes-Zentrums in Südkamen gegen Corona geimpft worden

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