Wo ist Marie?

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Neuseeland, Hawaii, Kamen... Es ist an der Zeit, dass ich mal berichte, wo ich mich eigentlich gerade so rumtreibe.von Marie Fuhr

Neuseeland, Hawaii, Kamen... Es ist an der Zeit, dass ich mal berichte, wo ich mich eigentlich gerade so rumtreibe.

Wie im letzten Beitrag erwähnt, bin ich Anfang Mai für zwei Wochen nach Oahu, Hawaii geflogen. Zurück nach Neuseeland kam ich mich gebrochenem Herzen, denn ich habe mich absolut in Hawaii verliebt und ich wollte Oahu einfach nicht zurück lassen. Die Menschen die ich in meinem Hostel in Waikiki kennengelernt habe, sind so toll gewesen und die Insel ist einfach das Paradies auf Erden! Hawaii ist genauso wie man es sich vorstellt. Grüne Berge, weißer Sand und türkisblaues Wasser. Ich habe fast jeden Tag eine Wanderung auf Vulkane, zu Stränden, Wasserfällen oder Aussichtspunkten gemacht und dabei die Insel absolut ins Herz geschlossen. Dorthin will ich so schnell wie möglich zurück!

Danach war ich nochmal für 5 Tage in Wellington und habe mich am Montag von meiner Gastfamilie verabschiedet, die auch noch eine Abschiedsparty mit meinen Freunden organisiert hatte. Das hat es mir wirklich schwer gemacht zu gehen. Besonders der Abschied von Charlie war sehr hart: "Marie? Versprichst du mir, dass du mich in den nächsten zwei Jahren besuchen kommst, Schwester?" Natürlich konnte ich das nicht versprechen, aber ich bin mir sicher, dass ich meine Glitter-Sister nochmal wiedersehen werde.

Update - Besuch aus der Heimat und Urlaub in Hawaii?!?

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Zunächst mal hatte ich dieses Wochenende Familienbesuch aus Deutschland. Mein Cousin, der gerade mit dem Backpack durch Asien, Neuseeland und Australien unterwegs ist, hat am Wochenende bei uns geschlafen.Heute gibt es nichts von irgendwelchen Wochenendausflügen oder Schwärmereien wie schön doch Neuseeland ist, sondern mal wieder ein Update aus meinem Alltag.
 
Zunächst mal hatte ich dieses Wochenende Familienbesuch aus Deutschland. Mein Cousin, der gerade mit dem Backpack durch Asien, Neuseeland und Australien unterwegs ist, hat am Wochenende bei uns geschlafen. Da er nur drei Nächte in Wellington hatte, habe ich als fürsorgliche Cousine natürlich dafür gesorgt, dass er alles von unserer Hauptstadt sieht, was man gemacht und gesehen haben muss. Auf den Aussichtspunkt Mt Victoria gehen, das Nationalmuseum besuchen, Cable Car fahren und sogar ins Stadion zu einem Rugby Spiel gehen. Ich muss sagen, dass es wirklich gut tat mal wieder jemanden aus der Familie zu sehen und ich habe das Wochenende sehr genossen. Genau wie mein Cousin, nur dass er sich wahrscheinlich noch mehr über ein gemütliches Bett, funktionstüchtiges Internet und selbstgekochtes Essen meiner Hostmum gefreut hat. Nach 6 Monaten in Hostels mal wieder echter Luxus!
Ansonsten sind die meisten meiner Freunde inzwischen schon wieder in Deutschland oder reisen noch ein bisschen durch die Welt. Die Wenigsten haben sich im Vorfeld dazu entschieden für 12 Monate als Au Pair zu verpflichten, sondern haben meist nur 6 Monate in ihren Gastfamilien verbracht. Nun sind nur noch wenige von uns übrig und wir fühlen uns ganz schön verlassen, auch wenn natürlich immer wieder neue Au Pairs nachkommen. Aber trotzdem gehe ich mit den Verbliebenen noch gerne abends aus oder wir erkunden für uns neue Teile von Wellington, wie zum Beispiel Somes Island, eine kleine Insel in der Bucht von Wellington, die man mit der Fähre erreichen kann. Aber auch Pizzaabende mit Filmen und Popcorn sind sehr beliebt bei uns Au Pairs. Langeweile kommt also definitiv nicht auf!
Was gibt es Neues von meiner Gastfamilie? Die Herbstferien (schon komisch, Herbst im April) haben angefangen und Charlie hat ein langes Wochenende bei ihrer Oma verbracht und ist seit zwei Tagen wieder in Wellington. Das heißt, dass ich in den Ferien nun 12 Stunden am Tag auf sie aufpasse. Mein Alltag besteht also daraus in den Park zu gehen und zu picknicken, Spiele zu spielen oder zusammen zu backen. Inzwischen verstehe ich meine Eltern, wenn sie früher gesagt haben: "Gut dass die Ferien bald vorbei sind!" Wenn man nicht gerade das Kind ist, sind Ferien nämlich echt anstrengend!
Allerdings heißt es für mich nach den Ferien: Bye Bye Neuseeland. Der aufmerksame Leser wird sich nun fragen: Moment, eigentlich sollte sie doch 10 Monate da bleiben und nicht 9. Ganz genau so ist es auch, aber statt des 20. Mai ist nun der 29. April mein letzter Arbeitstag. Warum? Nun, meine Hostmum möchte weniger arbeiten und selber mehr Zeit mit Charlie verbringen und diese Regelung beginnt eben nun schon nach den Herbstferien, drei Wochen früher als geplant. Für mich bedeutet das, dass ich nicht mehr gebraucht werde und da meine Wohnung renoviert werden soll, haben mir meine Gasteltern nahe gelegt doch noch ein bisschen reisen zu gehen, bis ich am 23. Mai nach Australien fliege. Nach dem ersten Schock sah ich auch schließlich die Chance darin und da ich in Neuseeland so ziemlich alles gesehen habe, schaute ich mich mal auf der Website von Air New Zealand nach günstigen Flügen um. Das erste was mir ins Auge sprang: Flüge nach Hawaii im Angebot. Na das klang ja mal interessant, aber irgendwie viel zu unrealistisch. Nachdem ich dann aber zwei Nächte darüber geschlafen hatte, setzte ich mich schließlich wieder an den Laptop und irgendwie hatte ich ein paar Minuten später Tickets nach Honolulu in meinem Mail-Postfach. Dass sich die Dinge so entwickeln würden hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Also werde ich in weniger als zwei Wochen auf Oahu am Strand liegen und die Natur Hawaiis genießen, bis es nach zwei Wochen im einen Paradies noch mal zurück ins andere Paradies (nämlich Neuseeland) geht. Fünf Tage werde ich zum Abschluss noch in Wellington bei meiner Gastfamilie bleiben, bis dann mein Flieger geht und ich mir noch 10 Tage Australien (von Sydney nach Melbourne) und 4 Tage Dubai angucke. Dann geht es aber auch endlich wieder zurück nach Deutschland. Fünf Länder in einem Monat, das wird ganz schön verrückt…
Wie man sehen kann geht es mir also auch nach 284 Tagen im Ausland immer noch gut und die neuen Abenteuer sind nicht mehr weit entfernt.
Heute gibt es nichts von irgendwelchen Wochenendausflügen oder Schwärmereien wie schön doch Neuseeland ist, sondern mal wieder ein Update aus meinem Alltag.

 

Surfen, Wandern, Raften! – Ein Actionwochenende

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Surfen, Wandern, Raften! – Ein Actionwochenende. Foto: Marie FuhrDie Zeit in Neuseeland vergeht nun wirklich wie im Flug. In den letzten 8 1/2 Monaten habe ich so ziemlich jeden Fleck von dem Land der Kiwis gesehen, den man gesehen haben muss. Mit nur noch 1 1/2 Monaten vor mir wird es Zeit, auch die letzten Highlights auf der  Landkarte abzuhaken. Also ging es über das letzte lange Wochenende nach Norden in die Stadt Tauranga und die Halbinsel Coromandel.
Surfen, Wandern, Raften! – Ein Actionwochenende. Foto: Marie FuhrNach einer achtstündigen Fahrt in unserem in Wellington gemieteten Leihwagen, kamen ich und die vier mit mir reisenden Au Pairs endlich in Tauranga an. Die Stadt am Pazifik gilt als absolutes Surferparadies Neuseelands und da wir alle sowieso immer schon mal die Wellen reiten wollten, nutzten wir die Chance und buchten uns einen Anfänger-Surfkurs. Unser Surflehrer erfüllte mit seinen von der Sonne gebleichten Haaren, der gebräunten Haut und seinem sportlichen Körper so ziemlich jedes Surferboy-Klischee und sollte uns innerhalb der nächsten zwei Stunden die Grundlagen des Surfens beibringen. Nach einer kurzen Einführung am Strand ging es dann auch endlich in die Wellen und schon im zweiten Versuch schaffte ich es immerhin in der Hocke zurück zum Strand zu fahren. Das Aufstehen auf dem Brett gestaltete sich dann aber doch schwieriger als gedacht und während zwei von uns Au Pair es immerhin für einige Sekunden schafften sich aufzurichten, machte ich dann doch eher mehr Bekanntschaft mit der Kraft der Wellen, die mich, immer wenn ich halbwegs auf den Beinen stand, ins Meer zogen. Trotzdem hat es riesig Spaß gemacht sich einmal wie ein Surfergirl zu fühlen. Surfen, Wandern, Raften! – Ein Actionwochenende. Foto: Marie FuhrTauranga hat außerdem einen kleinen Berg (na ja, eher einen Hügel) direkt am Strand, den Mount Maunganui. Da man von dort eine wunderschöne Aussicht auf Tauranga und Umgebung haben soll, wollten wir natürlich unbedingt auf die Spitze laufen. Nach 40 Minuten hatten wir es geschafft und wurden mit dem schönsten Ausblick über die Stadt und das Meer belohnt. Der einzige Nachteil: Dort oben gab es die bereits im Artikel über die Südinsel erwähnten Sandflies. Lange hielten wir es also leider nicht dort oben aus.
Am nächsten Tag ging es für uns auf die Halbinsel Coromandel, etwa 2 Stunden von Tauranga entfernt. Hier wollten wir unbedingt zu einem der angeblich schönsten Strände der Welt. An der „Cathedral Cove“ wurde beispielsweise schon der zweite Teil der Filmreihe "Narnia" gedreht. Nach einem 40minütigen Marsch vom Parkplatz durch den Wald, schoben wir schließlich einige Äste beiseite und sahen einen Strand mit Puderzucker-Sand, vorgelagerten Felsen und wunderschönem blauen Wasser. An einer Seite hatte das Wasser eine Höhle in den Sandstein geformt, in der man sich wie in einer Kathedrale vorkam, daher auch der Name Cathedral Cove. Und es stimmte wirklich, es handelt sich tatsächlich um einen absoluten Traumstrand. Nach einem Snack am Strand erkundeten wir den Rest des Tages noch die Coromandelhalbinsel und deren weitere Traumstrände, bevor es abends wieder auf den Weg richtig Süden ging.
Surfen, Wandern, Raften! – Ein Actionwochenende. Foto: Marie FuhrIn der Stadt Rotorua legten wir nicht nur Halt für die Nacht ein, sondern planten auch die Aktivität für den nächsten Tag: Raften! In Rotorua gibt es einen Fluss, der sich perfekt für das Raften eignet. In großen Gummibooten kann man mit bis zu sieben Leuten in einem Boot die Strömungen und Wasserfälle bewältigen. In der Hütte der Raftingorganisation angekommen, begrüßten uns drei junge vollbärtige Männer. Einer von ihnen stellte sich uns als Robb vor und sollte unser Guide für die heutige Fahrt sein. Mit uns sollten noch ein weiteres Boot und ein Guide im Kayak fahren, der für die Sicherheit garantieren sollte, denn: "...wenn wir unseren höchsten Wasserfall runterfahren, fallen wir sieben Meter in die Tiefe!", erklärte und Robb. Als er den Schock in unseren Gesichtern sah, fing er laut an zu lachen und erklärte uns, dass es völlig normal sei dabei aus dem Boot zu fallen. Sehr beruhigend.
Nach einer kurzen Einweisung trugen wir die Boote zum Fluss und ließen sie vorsichtig zu Wasser. Und dann ging es auch schon los. Die ersten Meter auf dem Wasser bestanden für uns daraus unser Gleichgewicht im Boot zu finden. Doch nach etwa 5 Minuten warnte uns Robb schon: "Girls, in 100 Metern kommt der erste Wasserfall!" Dieser war glücklicherweise nur 3 Meter hoch, doch das Kribbeln im Bauch war auch hier beim Runterfahren schon fantastisch. 10 Minuten später waren wir schließlich oberhalb des 7 Meter-Wasserfalls angekommen. Nach einem Schlachtruf von Robb paddelten wir fast bis zur Kante, setzten uns auf den Boden des Bootes, hielten uns fest... und fielen. Ich genoss das Kribbeln im Bauch. Plötzlich schlug mir das Wasser ins Gesicht, eine riesige Welle riss mich aus dem Boot und ich war unter Wasser. Ich zog die Beine an den Oberkörper und hielt diese umklammert, während ich die Luft anhielt und unter Wasser umher geschleudert wurde, wie Robb mir es vorher erklärt hatte. Nach einigen Sekunden wurde ich nicht mehr so stark herumgewirbelt, also löste ich mich aus der Kugel und schwamm nach oben zur Wasseroberfläche. Nachdem ich nach Luft geschnappt und mich umgeschaut hatte, stellte ich fest, dass alle fünf Au Pairs aus dem Boot gefallen waren. Der Mann im Kayak fragte mich, ob ich okay wäre und schickte mich dann zur Seite des Flusses. Von unserem Boot her hörte man Robb schallend lachen, er hatte sich als einziger im Boot halten können. Wir stimmten schließlich in sein Gelächter mit ein, da es trotzdem ein riesiger Spaß gewesen war. Nachdem wir wieder zurück ins Boot geklettert waren, bewältigten wir noch den Rest des Flusses und bedankten uns anschließend bei Robb für die tolle Erfahrung.
Den Rest des Tages verbrachten wir im Auto, bis wir abends wieder in Wellington angekommen waren. Dieses lange Actionwochenende war rückblickend mit dem Surfen, Wandern und Raften einfach fantastisch gewesen und das tollste Wochenende hier in Neuseeland überhaupt. Klar dass ich nach diesen Adrenalin-Tagen den Schlaf wirklich gut gebrauchen konnte.

Südinsel Tour - Teil 3

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Die dritte Woche unseres Südinseltrips startete für uns in Dunedin, der zweitgrößten Stadt der Südinsel. Die dritte Woche unseres Südinseltrips startete für uns in Dunedin, der zweitgrößten Stadt der Südinsel.
Früh morgens fuhren wir in die Innenstadt und schauten uns in der Stadt um, die von den Schotten gegründet wurde und dadurch noch bis heute starke schottische Züge aufweist. Allein die Architektur mit den vielen Kirchen, unter anderem der ältesten Neuseelands, erinnert eher an Edinburgh anstatt Neuseeland. Doch die Studentenstadt hat noch mehr zu bieten: Die steilste Straße der Welt. An der Baldwin Street angekommen, können wir gar nicht glauben dass es dort wirklich Autos hoch schaffen, bis ein alter, klappriger Toyota wirklich die Straße hochfährt, nachdem die Fahrerin ordentlich Anfahrt genommen hat. Innerhalb von 10 Minuten haben auch wir es zu Fuß hoch geschafft und sind wirklich nicht neidisch auf die Leute, die auf der Baldwin Street wohnen. Nicht nur wegen des steilen Anstiegs, sondern natürlich auch wegen der vielen Touristen wie uns. Trotzdem war es sehr witzig die Häuser an der steilen Straße zu sehen.
Am nächsten Tag geht es weiter zur nächsten Stadt, diesmal ist es die mit 500.000 Einwohnern größte Stadt der Südinsel: Christchurch. Traurige Berühmtheit erlangte Christchurch im Februar 2011. Bei einem starken Erdbeben kamen damals fast 200 Menschen ums Leben und fast die gesamte Innenstadt wurde zerstört. Bis heute wird am Wiederaufbau der Stadt gearbeitet, aber trotzdem kommt man sich vor wie in einer Geisterstadt, die statt einer Innenstadt ein Containerdorf als Zentrum hat. Ein sehr bedrückendes und trauriges Gefühl.
MFKIWI416 2Nur eineinhalb Stunden von Christchurch entfernt liegt die Halbinsel Akaroa. Dieses kleine Paradies ist definitiv eines der Highlights der Südinsel für mich. An der riesigen Bucht mit türkisblauem Wasser liegt die kleine Stadt Akaroa, die einen wunderschönen französischen Charme besitzt. Hier an diesem wunderschönen Fleck hatten Natalie und ich uns dazu entschieden mit Delfinen zu schwimmen. Nach einer kurzen Einweisung ging es im Neoprenanzug auf unser Boot, mit dem wir nach 20 Minuten Fahrt auch schon die ersten Delfine entdeckten. Es handelte sich um die kleinsten Delfine der Welt, die nur bis zu 1,3 Meter lang werden. Es war unglaublich schön die Tiere in ihrem natürlichen Element zu erleben. Als wir im Wasser waren, kamen uns die Tiere teilweise sogar sehr nah und unser Tourleiter sprach von Glück, dass die Tiere heute so zutraulich wären und sich schließlich in einer Gruppe von fünfzehn Delfinen um uns tummelten. Ein tolles Erlebnis.
MFKIWI416 3Von Akaroa ging es wieder weiter Richtung Norden. Auf der Höhe von Kaikoura verbrachten wir eine Nacht auf einem Campingplatz direkt am Strand, weswegen ich morgens durch die Rufe eines Seelöwen, nur 7 Meter von unserem Auto entfernt, aufwachte. Unser nächstes Ziel waren die Malborough Sounds, die als Fjorde weit ins Landesinnere reichen und die auch von der Fähre genutzt werden, um die Südinsel zu verlassen und wieder zurück nach Wellington zu kommen. Doch da unsere Fähre erst in zwei Tagen zurück ging, verbrachten wir die letzten Tage auf der Südinsel in einer traumhaft schönen Bucht fast ganz alleine in den Malborough Sounds. Nach dem anstrengenden Rumreisen einfach nur am Strand zu liegen und abends zu grillen war nach den letzten Wochen einfach der perfekte Abschluss unserer Tour. Am letzten Tag ging es dann zurück nach Picton, wo wir nach einem schönen Abendessen die Nachtfähre zurück nach Wellington nahmen. Nach drei Stunden erschienen schließlich die Lichter meiner neuseeländischen Heimatstadt am Horizont und ich war froh wieder zurück zu sein. Zurückblickend waren die drei Wochen auf der Südinsel sicherlich die verrücktesten, aufregendsten und tollsten Wochen, die ich je hatte, gepaart mit einer Natur, die man selbst erlebt haben muss!

Südinsel Tour - Teil 2

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Südinsel Tour - Teil 2 Die zweite Woche auf der Südinsel Neuseelands begann für uns recht schmerzhaft. Auf dem Campingplatz in den neuseeländischen Alpen, auf dem wir die Nacht verbracht hatten, gab es wie sich herausstellte "Sandflies". Diese Fliegen sind nicht viel größer als die Fruchtfliegen, die wir manchmal zu Hause in Deutschland haben, aber sie stechen. Und das tut wirklich sehr weh, ich bin bei so etwas wirklich nicht pingelig, aber es fühlte sich tatsächlich so an, als würde man Nadeln in unsere Haut bohren. Da es auf dem Platz von diesen Plagegeistern nur so wimmelte, entschieden wir uns dazu sofort aufzubrechen. Da aber auch das ganze Auto voll von den Sandflies war, schlugen wir auch noch nach zwei Stunden an die Scheiben, um die letzten Tiere zu töten.
Südinsel Tour - Teil 2 Unser Weg führte uns durch wunderschöne Berglandschaften, mit tiefblauen Seen und grünen, dichten Wäldern. Schließlich erreichten wir Wanaka, eine kleine Stadt am Lake Wanaka, kurz vor unserem eigentlichen Ziel Queenstown. Wenn man eines über diese Region sagen kann, ist es dass es hier fast immer heiß ist und alles ziemlich verdörrt ist. Daher auch absolutes Feuerverbot in der gesamten Region. Nach einem kurzen Frühstück ging es weiter Richtung Queenstown, die "Abenteuerstadt Neuseelands". In Queenstown kann man so ziemlich alles machen, was das Adrenalinjunkie-Herz begehrt. Fallschirmsprung, Bungiesprung, Jetboot fahren, mountainbiken und vieles mehr. Wir wollten die nächsten drei Tage dort verbringen und hatten trotz unseres kleinen Budgets jede Menge Spaß. Durch die süße, aber sehr touristische Innenstadt laufen, mit der Gondel auf einen Berg fahren und die tolle Aussicht auf Queenstown und Lake Wakatipu genießen oder einfach Minigolf spielen waren nur einige unserer Aktivitäten, mal davon abgesehen dass die Natur einfach unbeschreiblich schön dort ist. Auch wenn man die Seen mal als Badewanne benutzen muss, da auf dem Campingplatz keine Dusche vorhanden ist, aber pssst…
Südinsel Tour - Teil 2 Unser nächstes Ziel sollte dann der Milford Sound sein, eines der angeblichen Highlights von ganz Neuseeland. Der Fjord liegt nicht weit von Queenstown entfernt, da aber eine Bergkette die beiden Orte trennt, muss man den 300km langen Weg außen herum nehmen (einen Tunnel zu bauen wäre wohl zu viel des Guten gewesen). Für diesen kurvigen Weg über Berge und durch dichte Wälder braucht man allerdings über 5 Stunden. Neuseeländische „Autobahnen“ eben. Als wir endlich im kleinen Ort Milford angekommen waren, war es bewölkt und es herrschte eine hohe Luftfeuchtigkeit. Wir schnappten uns ein Ticket für die nächste Bootsfahrt auf dem Milford Sound und eine Stunde später saßen wir mit Kaffee und Tee auf einem Boot, welches im strömenden Regen über den Milford Sound fuhr. Der Nebel verbreitete ein mystisches Gefühl auf dem Fjord und durch den Regen hatten sich einige Wasserfälle an den Hängen gebildet, die in den Fjord ragen. Das Highlight der Tour war definitiv als das Boot unter einen der Wasserfälle fuhr, aber alles in allem muss ich sagen dass ich deutlich mehr erwartet hätte, besonders weil es heißt dass der Milford Sound an einem regnerischen Tag am schönsten ist, trotzdem sollte man sich diesen Ort nicht entgehen lassen, wenn man schon mal in Neuseeland ist und viele Leute sind auch deutlich anderer Meinung, was die Einzigartigkeit dieses Ortes angeht.
Nachdem wir die nächsten zwei Tage nur im Auto auf der Straße verbracht hatten, kamen wir schließlich am Nugget Point an, einem Leuchtturm, der über Felsformationen im Wasser liegt, die aussehen wie Chicken Nuggets, daher der Name. Die Gegend dort ist fast der äußerste Süden Neuseelands und bekannt für seine Seelöwen und Seeelefanten. Letztere konnten wir beim Leuchtturm zwar nicht spotten, dafür aber Seelöwen und sogar zwei Pinguine. Ja, Pinguine im Hochsommer zu sehen hat schon etwas Abstraktes, wenn man sich nicht gerade im Zoo befindet.
Nach einer Übernachtung auf einem Campingplatz am Meer (sogar mit Dusche!), ging es am nächsten Tag für uns weiter zur Stadt Dunedin und unser Plan sah vor, danach die Ostküste hoch und zurück nach Picton zu fahren. Dazu dann aber später mehr...

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