Wellington – The coolest little capital in the world

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Wellington – The coolest little capital in the world (C) Marie FuhrEs sind jetzt ziemlich genau acht Wochen seitdem ich Deutschland verlassen habe und in Wellington wohne. In diesen zwei Monaten habe ich schon Einiges über meine neue Heimatstadt gelernt und viel gesehen, denn die Hauptstadt Neuseelands hat einiges zu bieten.
Wellington ist nach Auckland (über 1 Mio. Einwohner) mit 450.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Neuseelands. Dadurch dass die Stadt am südlichsten Ende der Nordinsel liegt, ist es hier praktisch niemals windstill, denn der Wind wird in der Meerenge Cook Strait zwischen den beiden Hauptinseln Neuseelands wie in einem Kanal beschleunigt. Obwohl die Stadt geschützt in einer Bucht liegt, hat sie den Spitznamen „Windy Wellington“ mehr als verdient. Man spricht aber auch vom San Fransisco des Südens, da Wellington der kalifonischen Stadt mit seinen vielen Hügeln topographisch sehr ähnelt.
Im Hafen von Wellington legen nicht nur Frachtschiffe an, sondern auch die Fähren, die in drei Stunden von Wellington nach Picton auf die Südinsel fahren. Das Nahverkehrsnetz ist in Wellington zwar sehr gut aufgestellt, was die Quantität von Nahverkehrszügen und Bussen betrifft, allerdings muss man bei letzteren fast immer mit 10 bis 15 Minuten Verspätung rechnen, was mich als eine „pünktliche Deutsche“ ziemlich nervt. Die Busse könnten sich wirklich mal was von unserer VKU abgucken.
Wellington ist zwar sehr multikulturell geprägt was einige Stadtteile und die Gastronomieszene betrifft, allerdings rechen sich 80 % der Bevölkerung den europäischen Kulturen zu. Trotzdem ist Wellington ein absolutes Kulturzentrum mit vielen Museen, wie dem Nationalmuseum Te Papa oder Kulturfesten an fast jedem Wochenende.
Seit 2001 steht in Wellington das Westpac Stadium, was bei Rugbyspielen der All Black, dem Nationalteam Neuseelands, mit 36.000 Zuschauern immer ausverkauft ist. Die Kiwis nennen es auch cake tin, weil es von außen sehr an die Form einer Keksdose erinnert.
Ansonsten ist Wellington nicht nur Regierungssitz mit dem Parlament (was wegen seines Aussehens auch „Bienenstock“ genannt wird), sondern auch Finanzzentrum. In der City sieht man meist gestresste Anzugträger und Frauen in High Heels, die sich in ihrer Pause schnell einen Kaffee To Go holen.
Das Nachtleben ist fantastisch. Nichts gegen die Kamener Kneipenszene, aber am Courtenay Place lässt sich wirklich die perfekte Nacht verbringen. Es reiht sich eine Bar an die andere und überall kann man super tanzen oder es gibt Live-Musik. Kein Wunder dass meine Freunde und ich fast jeden Freitag- und Samstagabend unterwegs sind.
Wellington genießt man am besten von den vielen Aussichtspunkten auf den Bergen rund um die Stadt oder an den Stränden, von wo man bei gutem Wetter bis zur 90km entfernten Südinsel blicken kann.
Kurzum: Wellington ist wirklich die coolste kleine Hauptstadt der Welt und ich habe mich absolut in diese Stadt verliebt, auch wenn ich ja eigentlich kein Großstadtkind bin und Kamen manchmal vermisse.

Was sonst gerade so hier los ist?
Vor ein paar Tagen wurden vier Vorschläge für Neuseelands neue Flagge vorgestellt. Ja, die haben hier wirklich vor ihre Flagge zu ändern, weil sie der australischen zu sehr ähnelt. Auch wenn das teilweise auf Kritik in der Bevölkerung stößt, finde ich die Idee gar nicht so schlecht, da die beiden Flaggen bis auf einen Stern wirklich fast identisch aussehen. Außerdem identifizieren sich die Menschen hier kaum mit ihrer Flagge. Bei Nationalspielen der All Blacks tragen beispielsweise alle Zuschauer schwarze Trikots und man sieht die Flagge praktisch überhaupt nicht im Stadion und auch während des Ersten Weltkriegs kämpften die Soldaten für eine Flagge mit dem neuseeländischen Farn darauf und nicht für die Nationalflagge. Außerdem finden viele dass es an der Zeit ist, den Union Jack von der Flagge zu verbannen. Auch wenn das alles einen großen Berg Steuergelder kosten wird, gibt es also durchaus Gründe die Flaggenänderung durchzuziehen. Im November gibt es eine Vorentscheidung welche der vier Flaggen gegen die aktuelle Flagge ins Rennen geht und im März wird dann endgültig in einer Volksabstimmung über die Flagge Neuseelands entschieden. Vielleicht wird ja während ich hier bin Geschichte geschrieben. Hier hat die Regierung die Alternativen vorgestellt: https://www.govt.nz/browse/engaging-with-government/the-nz-flag-your-chance-to-decide/the-four-alternatives
Vor zwei Tagen gab es außerdem in unserer Nachbarstadt einen Terroranschlag. Ein Mann holte in einem Fast Food Restaurant auf einmal ein Gewehr heraus und schoss in die Luft. Als er schließlich einen Polizeihund erschoss, wurde er von der Polizei mit Schüssen getötet. Seitdem herrscht hier ziemliche Unsicherheit, da Neuseeland eigentlich eine der niedrigsten Kriminalitätsraten weltweit hat.
Am Wochenende geht es mit elf Freunden zum Mount Taranaki, einem einsamen Vulkan an der Westküste der Nordinsel, etwa vier Autostunden von Wellington entfernt. Das wird sicher ein tolles Wochenende, ein Bericht folgt.

Auf den Spuren von Frodo und Sam

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Auf den Spuren von Frodo und Sam (C) Marie FuhrAuf den Spuren von Frodo und Sam (C) Marie FuhrNeuseeland ist ja bekanntlich nicht nur das Land der Schafe, sondern auch der Drehort für Mittelerde. Für mich als Herr der Ringe und Hobbit Fan war daher klar, dass ich unbedingt die Originaldrehorte sehen wollte. Also buchte ich mit meiner Au Pair Freundin Josi eine "Wellington Movie Tour". Eine kleine Warnung vorweg: Wer weder "Der Herr der Ringe", noch den "Hobbit" gesehen hat, wird sich wahrscheinlich bei 80% dieses Posts fragen, wovon hier eigentlich die Rede ist, wenn ich über Bruchtal oder Aragorn rede.
Die Tour startete am Samstag um 10 Uhr. Nachdem Josi und ich kurz im Mc Donalds am Hauptbahnhof eine Kleinigkeit gefrühstückt hatten, holte uns ein Van ab. Unser Tour Guide hieß Ted und außer ihm war noch eine Frau aus Australien und eine Mann aus Kanada mit an Board. Den ersten Teil der Tour, die den ganzen Tag dauern sollte, verbrachten wir im Hutt Valley, was etwa eine halbe Stunde von Wellington entfernt ist. Unser erster Stopp war ein Steinbruch. Er war nicht besonders groß und mit Gras überwuchert. Kurzum: es sah nicht sonderlich spektakulär aus. Hier allerdings, so verriet uns Ted, wurden sowohl die Szenen für Helms Klamm, als auch Minas Tirith gedreht. Er zeigte uns einige Bilder, auf denen man die Burgen sehen konnte, die die Filmcrew in die Felswand gebaut hatte. Heute allerdings war von dem einzigen Set nichts mehr übrig.
Unser nächster Halt war da schon interessanter. Wir kamen an einem Fluss an, wo die Szene gedreht wurde, in der Aragorn von seinem Pferd am Flussufer gefunden wird. Es handelte sich um einen wunderschönen kleinen Strand am Fluss und anhand der Bilder, die uns wieder gezeigt wurden, konnte man sehen, dass die Felsformationen aus Film und Wirklichkeit tatsächlich übereinstimmten. Nachdem wir in einem Park waren, in dem die Außenszenen von Isengard gedreht wurden, fuhren wir zum Highlight der Tour. Der Filmort von Bruchtal liegt mitten in einem Wald, der von einem Fluss durchzogen ist. Ted beschrieb uns genau die Stellen, wo die Schauspieler vor 17 Jahren gestanden hatten und zeigte uns wieder einige Bäume oder Felsen, die auch im Film zu sehen sind und heute noch dort stehen. Schließlich zog er Pfeil und Bogen aus seinem Rucksack. „So, wer will jetzt Legolas nachspielen?“ Natürlich musste ich es mal wieder sein, die sofort rief: „Ja klar, ich!“ Genau dort auf den Baumwurzeln zu stehen, wo Orlando Bloom als Legolas für ein Filmplakat, das Ted mir vor die Nase hielt, gestanden hatte, noch dazu mit Pfeil und Bogen fand ich als Freak natürlich super. Als Ted dann allerdings sagte, ich solle meine Mütze abnehmen, die Jacke ausziehen und dann auch noch Elbenohren und einen grünen Umhang aus seiner Tasche zog, verflog meine Euphorie. „Nein, das zieh ich nicht an!“, sagte ich. Ich machte mich ja so schon zum Affen, aber auch noch mit Spitzohren? Josi konnte sich vor Lachen kaum noch halten, als Ted mir ohne weiter zu diskutieren das Kostüm überzog. Schließlich stand ich mit Pfeil und Bogen, einem Umhang und spitzen Elbenohren auf den Wurzeln und versuchte möglichst Legolas-Like in Josis Kamera zu gucken. Das Lachen von Josi, Ted und dem Kanadier machte die Sache ebenso unangenehm wie die Tatsache, dass die Australierin meine gesamte Verwandlung, sowie mein Elben-Gepose für Snapchat mitgefilmt hatte, um die verrückte Deutsche mit ihren Followern zu teilen. „Australia loves you!“, schrie sie. Für alle die dieses Bild jetzt unbedingt sehen wollen: Sorry, aber es reicht ja wenn ganz Australien schon über „German Legolas“ lacht.
Nach dieser Performance wollte natürlich niemand mehr aus unserer Gruppe Legolas spielen und so machten wir uns auf eine kleine Wanderung durch den Wald. Wir kamen an einem Tor vorbei, was von den Dreharbeiten noch zurückgeblieben war und waren von der Natur beeindruckt, als wir durch den Wald liefen und auf einer Hängebrücke den Fluss überquerten.
Ted hatte uns ein paar Sandwiches und Cookies von Subway zum Mittag geholt, die wir bei einem kleinen Picknick im Wald aßen.
Dann ging es zurück nach Wellington. Auf dem Weg dorthin schauten wir auf einem kleinen Fernseher ein paar Filmausschnitte von Drehorten, die wir bereits besichtigt hatten. Wir sammelten für den zweiten Teil der Tour noch ein paar Engländer und Italiener ein und dann ging es zum Mount Victoria, der Drehort für Frodos und Sams Weg nach Bree war. Auch hier spielten wir wieder einige Szenen nach und genossen die Aussicht auf Wellington.
Als Abschluss ging es in die Weta Caves, einem kleinen Museum. Dieses gehört zu Weta Workshops, der Produktionsfirma für die Specialeffekte von Herr der Ringe und dem Hobbit. Außerdem bekamen wir einen Einblick in der Herstellung der Rüstungen, Schwerter oder den  Gesichtszügen der Orks. Wir waren alle beeindruckt wie viel Arbeit in den ganzen Prozessen steckte.
Schließlich setzte uns Ted wieder in Wellington ab und zurück in meinem Bett gab es für mich nur eine Möglichkeit diesen Tag nach einer achtstündigen Mittelerde-Tour richtig abzuschließen: Herr der Ringe gucken natürlich!

Warum es ein Au Pair nicht immer einfach hat

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Foto: Marie FuhrNach den ersten 4 Wochen in meiner Familie hat sich langsam eine kleine Routine in meinen Alltag etabliert. Morgens nach dem Aufstehen alles für Charlies Schultag vorbereiten, Charlie und meine Mum in die Stadt fahren, Hausarbeiten erledigen, dann den Nachmittag mit Charlie verbringen und schließlich Abendessen kochen. Doch leider läuft nicht immer alles nach Plan…
Das kann schon morgens anfangen, wenn man vergessen hat in den letzten Tagen mal einen Blick auf die Tankanzeige zu werfen und plötzlich feststellt, dass bereits die Reservelampe leuchtet. Erster Gedanke: Seit wann leuchtet sie?!? Natürlich war ich au dem Weg in die Stadt an diesem Morgen ziemlich nervös. An jeder roten Ampel vor der man hält dieser Gedanke: Bitte fahr an Auto, bitte fahr an. Das Gefühl endlich an der Tankstelle angekommen zu sein war auf jeden Fall sehr erlösend. Gut, wenn man dann auch auf der richtigen Seite mit dem Tankdeckel halten würde und nicht eine Frau an der Zapfsäule gegenüber fragen müsste wie man hier den Tankdeckel aufbekommt…
Eine andere Sache ist das typische Phänomen von Kindern, die einige Sachen für die Schule vergessen. An einem Morgen ist es vielleicht der Hockeyschläger und die passende Hose, die noch zu Hause liegen, an einem anderen Tag kann es auch mal der Mundschutz für Hockey sein, der in einem anderen Auto vergessen wurde, das sich gerade zwei Stunden entfernt befindet. Also heißt es zuerst Charlie pünktlich bei der Schule absetzten, den 15minütigen Weg zurück nach Hause fahren und die Sachen holen, oder zur nächsten Pharmacy fahren, wo man hier überall einen Mundschutz kaufen kann, allerdings eine halbe Stunde davor warten muss bis sie dann mal um 9 Uhr öffnet.
Das nächste Problem des Alltags ist das Parken. Parken in Wellington ist generell eine absolute Katastrophe. Kaum Platz und dazu noch furchtbar teuer. Aber einen Parkplatz vor Charlies Schule zu finden, um sie wieder abzuholen, ist ein wahrer Albtraum. Kurze Schilderung der Situation: Die Schule ist um 15 Uhr aus. Vor dem Schulgebäude befinden sich ca. 30 Parkplätze parallel zur Hauptstraße und 20 weitere in einer kleinen Seitenstraße. Das ist schon mal nicht viel wenn man bedenkt, dass eigentlich keine der Schülerinnen ihren Heimweg zu Fuß antritt, sondern alle von Mama, Papa, der Oma oder eben dem Au Pair abgeholt werden. Hinzu kommt nun aber noch, dass ca. 15 der 30 Parkplätze an der Hauptstraße nur von Anwohnern genutzt werden dürfen und die meisten der restlichen Parkplätze an Haupt- und Seitenstraße sind nur 5 Minuten Parkplätze sind. Es bleiben also insgesamt ca. 10 Parkplätze übrig, auf denen man dann maximal 2 Stunden stehen bleiben darf. Für mich bedeutet das daher jeden Tag etwa 45 Minuten vor Schulschluss mit dem Auto an der Schule vorzufahren und einen Parkplatz zu suchen, was selbst dann manchmal 15 Minuten dauern kann. Es herrscht dort wirkliche ein regelrechter Krieg um die Parkplätze. Wenn man zu den Verlieren gehört und mit Mühe und Not nur einen 5 Minuten Parkplatz abbekommen hat, sind die Menschen vom Ordnungsdienst in den neongelben Jacken deine größten Feinde. Sie tauchen immer aus dem Nichts auf und sind knallhart was die Parkzeit angeht. Bisher habe ich zum Glück noch keinen Strafzettel bekommen, aber mal gucken wie lange das anhält. Das Auto eines anderen Au Pairs wurde nebenbei bemerkt letzten Monat vor der Schule abgeschleppt… Falls jetzt die Frage aufkommt, warum man nicht einfach kurz nach Schulschluss an der Schule vorfährt, die Kinder einsammelt und nach Hause fährt: Man fährt nicht nach Hause, denn alle Kinder wollen nach der Schule unbedingt noch auf dem Spielplatz im Park neben der Schule zusammen spielen. Also beginnt jeden Tag der Kampf erneut…
Das Parkproblem hatte ich diese Woche allerdings nicht, denn Charlie darf erstmal nicht in die Schule gehen. Windpocken! Ich hatte sie glücklicherweise schon mit 5, aber für Charlie war diese Woche ganz schön hart und auch für mich, denn ein neunjähriges Mädchen den ganzen Tag zu Hause zu beschäftigen kann ganz schön anstrengend sein… Noch dazu wenn man immer vor den Narben warnen muss, die entstehen wenn man sich kratzt.
Wie man sieht ist der Alltag hier alles andere als eintönig und langweilig und wer glaubt dass man als Au Pair ja nur auf der Couch chillt, liegt etwas falsch. Also meistens.

Fragen und Antworten Teil 2

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Foto: Marie FuhrIn den letzten Wochen wurden mir einige Fragen zu meinem Au Pair Jahr in Wellington gestellt. Daher habe ich in zwei Teilen ein paar der gestellten Fragen und Fragen, die ebenfalls interessant sein könnten, hier beantwortet. Vor einer Woche gab es die ersten neun Fragen, heute die restlichen neun.
 
Was erwartest du von diesem Jahr?
Ich will einfach mal etwas anderes sehen. Ein fremdes Land, mit einer anderen Kultur und viele neue Erfahrungen mit nach Hause nehmen, die mich und mein Leben beeinflussen. Außerdem wird man natürlich automatisch verantwortungsbewusster und irgendwie hofft man auch ein bisschen sich selbst hier am anderen Ende der Welt zu finden.

Was vermisst du am meisten?
Natürlich stehen da Familie und Freunde ganz oben auf der Liste. Einfach nicht die Möglichkeit zu haben, sich mal eben in der Stadt zu treffen und zu quatschen. Aber ziemlich überrascht bin ich auch, dass ich die deutsche Musikszene sehr vermisse. Ich bin wirklich ziemlich traurig wie viele Konzerte meiner deutschen Lieblingskünstler ich verpasse und ich hätte selber nie gedacht, dass mir das hier so fehlen wird.

Was vermisst du nicht?
Das Essen! Ich hatte wirklich erwartet, dass ich Brot und anderes deutsches Essen vermissen werde, aber hier gibt es einfach so viel neues Essen, dass ich mich einfach darauf konzentriere. Natürlich ist das Meiste davon weniger gesund… Kleine Randnotiz: Die meisten Au Pairs in Neuseeland nehmen in einem Jahr etwa 10 kg zu!!!

Was willst du nach dem Jahr machen?
Mein Plan bisher ist Kommunikationswissenschaften und Geschichte zu studieren. Geschichte einfach weil es mir Spaß macht und ich es unglaublich interessant finde, und Kommunikationswissenschaften, weil man damit später in den Medien, der Werbe- oder PR-Branche arbeiten kann, was mein Ziel ist.

Was willst du in Neuseeland auf jeden Fall sehen?
Ganz oben steht auf jeden Fall die Südinsel, weil sie sich einfach noch mal extrem von der Nordinsel unterscheidet und viel unberührter ist. Da ist zum Beispiel der Milford Sound, ein wunderschöner Fjord. Aber auch Städte wie Auckland, Christchurch oder Dunedin will ich unbedingt sehen.

Was sind deine Ziele für dieses Jahr?
Möglichst viel von Neuseeland zu sehen, meinen Job erfolgreich und mit viel Spaß zu erledigen und einfach die beste Zeit meines Lebens zu haben.

Wie gehst du mit der unterschiedlichen Kultur um?
Um ehrlich zu sein ist Neuseeland schon ziemlich europäisch, besonders Wellington, wo ich ja wohne. Die größte Umstellung für mich war die Offenheit der Menschen, weil alle viel freundlicher zu einander sind als in Deutschland und einen einfach auf der Straße anquatschen. 

Was hält deine Familie in Deutschland von deinem Auslandsjahr?
Meine Eltern haben mich von Anfang an unterstützt. Für meine Mama war das sicherlich alles noch etwas schwieriger ihr einziges Kind für 10 Monate wegzuschicken, aber beide freuen sich für mich und helfen mir wenn ich sie brauche.

Worauf freust du dich am meisten?
Auf die Natur. Es ist hier wirklich ein traumhaftes Land und an machen Orten fühlt man sich, als wäre man auf einem anderen Planeten oder als würden gleich ein paar Hobbits hinter den Bäumen hervor kommen.

 

Fragen und Antworten Teil 1

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Foto: Marie FuhrIn den letzten Wochen wurden mir einige Fragen zu meinem Au Pair Jahr in Wellington gestellt. Daher werde ich in zwei Teilen ein paar der gestellten Fragen und Fragen, die ebenfalls interessant sein könnten, hier beantworten. Heute gibt es die ersten neun Fragen, heute in einer Woche die restlichen neun.

Warum hast du dich dazu entschieden ein Au Pair zu werden?
Den Traum ins Ausland zu gehen hatte ich schon seit der 8. Klasse. Ich wusste dass es nach dem Abi sein musste, da ich ansonsten dank G8 ein Schuljahr hätte wiederholen müssen, was ich nicht wollte. Work and Travel war mir etwas zu unsicher, weil das Konzept in den letzten Jahren ziemlich überrannt wurde und es oft nicht genügend Jobs für die vielen jungen Leute gibt. Die Idee als Au Pair Teil einer neuen Familie und für die Kinder ein Vorbild zu sein gefällt mir sehr und so kann man natürlich auch viel besser das Leben der Kiwis kennenlernen.

Warum gerade Neuseeland?
Ein paar Freunde und Familienmitglieder waren bereits für längere Aufenthalte in Neuseeland und haben mir von den offenen Menschen, der atemberaubenden Natur und dem Land allgemein vorgeschwärmt. Dadurch hat Neuseeland klar die USA und Australien ausgestochen und weiter weg als Neuseeland geht auch eben nicht. Wenn nicht jetzt, dann nie!

Welche Agentur und warum?
In Deutschland bin ich bei TravelWorks (https://www.travelworks.de/), die in Neuseeland mit ihrer Partnerorganisation Dream Au Pair zusammenarbeiten. Das Konzept und das allgemeine Angebot von TravelWorks hat mich im Vorfeld einfach überzeugt, genauso wie die freundlichen Koordinatoren und auch hier in Neuseeland fühle ich mich gut betreut.

Wann hast du dich beworben?
Meine Bewerbung habe ich Anfang Dezember 2014 abgeschickt, was empfohlen wird, um genug Zeit zu haben eine Familie zu finden. Allerdings habe ich vorher etwa zwei Monate gebraucht, bis ich alle Dokumente und Unterlagen für die Bewerbung zusammen hatte. Man sollte also möglichst früh anfangen.

Wie viel Erfahrung mit Kinderbetreuung hast du?
Ich habe im Vorfeld bei unterschiedlichen Familien die Kinder gesittet und mit ihnen gespielt. Außerdem habe ich in meinem Tanzverein bei jüngeren Gruppen ausgeholfen und in der Schule viele jüngere Mitschüler in der Schülervertretung unterstützt. So kam ich am Ende auf etwas über 400 Stunden Erfahrung. Die meisten Organisationen verlangen mindestens 200.

Wie lange hat es gedauert bis du deine Familie hattest?
Nur zwei Wochen nach dem Abschicken der Bewerbung hat sich meine jetzige Familie bei mir gemeldet. Ich war auch von deren Steckbrief total begeistert und auch das erste Skype-Gespräch verlief super. Nach einem zweiten Gespräch, bei dem auch die Tochter dabei war, erhielt ich schließlich die Zusage und wusste, dass ich zu dieser Familie wollte. Das Auswahlverfahren dauerte etwa 5 Wochen, ist aber von Familie zu Familie unterschiedlich.

Wie ist der erste Eindruck von deiner Gastfamilie?
Ich hätte es nicht besser treffen können. Ich fühle mich seit meiner Ankunft super in die Familie integriert und kann mit meinen Gasteltern über alles reden. Wir sitzen abends zusammen auf der Couch und auch mit Charlie komme ich super klar.

Auf wie viele Kinder passt du auf?
Für Au Pair habe ich echt einen einfachen Job. Charlie ist ein Einzelkind. Eigentlich heißt sie Charlotte und ist jetzt 9 Jahre alt und somit schon ziemlich eigenständig.

Was sind deine 3 größten Befürchtungen/ Ängste?
Die größte Herausforderung ist sicherlich meine Arbeit gut zu meistern, denn so viel Hausarbeit wie hier habe ich zu Hause schließlich nicht gemacht und auch nicht für so viele Leute eine ganze Mahlzeit gekocht. Auch Charlie gegenüber habe ich natürlich eine riesige Verantwortung, die auf mir lastet.
Außerdem habe ich Angst etwas in Deutschland zu verpassen. Direkt in der ersten Woche hier in Neuseeland ist jemand aus meiner Familie gestorben und da wünscht man sich natürlich in Deutschland zu sein.
Als letztes habe ich Angst, den Kontakt zu meinen Freunden in Deutschland zu verlieren oder hier keinen Anschluss zu finden. Aber hier gibt es wirklich unglaublich viele andere Au Pairs, denen es genauso geht und zu den wahren Freunden und wichtigen Menschen wird man mit Sicherheit auch in 18.000 km Entfernung noch Kontakt halten, egal was passiert.

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