Der Times Square ist seit 120 Jahren ein Wahrzeichen der Stadt New York und viel mehr als nur eine Straßenkreuzung. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer
Schätzungsweise knapp 400. 000 Menschen laufen jeden Tag und in der Nacht über den Times Square in der XXL-Metropole New York. In diesem Jahr feiert einer der faszinierendsten und zumeist überfülltesten Orte der Welt Jubiläum, denn vor 120 Jahren bekam die dreieckige Kreuzung in Manhattan ihren Namen. Die Redaktion hat den besonderen Ort im Rahmen der Reihe KamenWeb.de on Tour besucht.
Stoßzeiten kennt jeder, der mit dem Auto zur Arbeit fährt. Doch auf dem Platz, der zu einer der berühmtesten Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt geworden ist, herrscht eigentlich immer hektischer Hochbetrieb. Autos und vor allen Dingen unzählige Taxis rollen am Rand langsam über die vollen Straßen, daneben sorgen in den Fußgängerbereichen viele Menschen dafür, dass der Time Square der Ort mit dem meisten Fußverkehr in den USA ist.
Hell erleuchtet zu später Stunde
Das Areal, das mit den bunten Leuchtreklamen auch zu später Stunde noch hell erleuchtet ist, hat seinen Namen von den New York Times, die dort 1904 ihr Hauptquartier mit dem Namen „One Times Square“ baute. Schon wenige Jahre später sind die New York Times aus dem Hochhaus in anderes, größeres Gebäude gezogen. Am 8. April 1904 unterzeichnete der damalige Bürgermeister eine Resolution, mit der die nördlich des Gebäudes gelegene Kreuzung offiziell in „Times Square“ umbenannt wurde.
Da, wo sich heute Touristen aus der ganzen Welt drängeln, dominierten ab den 1960er Jahren Pornokinos und Sexshops. Der Times Square war ein Ort für Prostitution, Drogen und Kriminalität. Filmisch ist diese Szenerie unter anderem in „Taxi Driver“, dem Meisterwerk von Martin Scorsese, festgehalten worden. Irgendwann wurde es der Stadtverwaltung zu bunt, denn Einheimische und Touristen mieden den Ort. Im Laufe der 1980er Jahre wurde daher viel restauriert, renoviert und aufgeräumt.
Zum Erfolg und zum bis heute anhaltenden Boom trugen in der Folge die vielen erfolgreichen Inszenierungen am Broadway bei, die oftmals von New York aus eine weltweite Erfolgsgeschichte starteten. Legendär sind zudem die Silvester-Feierlichkeiten auf dem Times Square, wenn um Mitternacht dichter Konfetti-Regen auf Hunderttausende Schaulustige regnet.
Der Turm der Pauluskirche hat es auch schon nach New York geschafft - auf der Dose des Kamener Kultgetränks Sesecco. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de





