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KamenWeb.de on Tour: Bryce Canyon - Schön und bizarr zugleich

Ein besonderer Anblick: Der Bryce-Canyon-Nationalpark lockt regelmäßig über 2 Millionen Besucher im Jahr an. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de Ein besonderer Anblick: Der Bryce-Canyon-Nationalpark lockt regelmäßig über 2 Millionen Besucher im Jahr an. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Im Süden des US-Bundesstaats Utah gibt es eine der wohl bizarrsten Schönheiten der ganzen Welt zu sehen - den Bryce-Canyon-Nationalpark. In den Listen der Besucherzahlen der 63 Nationalparks in den USA rangiert das 145 Quadratkilometer große Areal zwar oft nicht ganz in den Top Ten, dennoch aber ist der Park auf dem Colorado-Plateau definitiv erlebenswert.

Im vergangenen Jahr lockte das Naturspektakel über 2 Millionen Besucher an. Die Hauptattraktion sind die sogenannten Hoodoos. Diesen Namen haben die Amerikaner den skurril geformten Sandsteintürmen gegeben, die hier in unzähliger Zahl in den Himmel ragen. Sehenswerte Canyons haben viele Nationalparks im Angebot, wer aber die Gesteinsformationen in dem nach dem Einwanderer Ebenezer Bryce benannten Park einmal gesehen hat, wird diese kaum mehr vergessen.

Auch aus der Wanderer-Perspektive erinnern die Hoodoos an eine bizarre Märchenlandschaft. Auch aus der Wanderer-Perspektive erinnern die Hoodoos an eine bizarre Märchenlandschaft.

Der Bryce Canyon ist dabei kein klassischer Canyon, weil das Gebiet nicht wie in anderen Nationalparks durch einen Fluss geformt wurde, sondern durch Erosionen. Die eisenreichen und kalkhaltigen Gesteine wurden in einem Süßwasserseebecken abgelagert, das sich wiederholt gefüllt und entleert hat. Die Existenz der einzigartig geformten Felsnadeln ist also auf das Zusammenspiel von Wind, Wasser und Eis zurückzuführen.

Touristen, aber auch der Großteil der Amerikaner, sind gern möglichst bequem zu den Naturschönheiten unterwegs, daher führt die 29 Kilometer lange Hauptstraße durch den Park nicht nur am Plateaurand vorbei, sondern bietet etliche Aussichtsplattformen mit Parkplätzen. Da die Plätze in der Hochsaison teils nicht für die hohe Frequenz an Besucherfahrzeugen ausreichen, gibt es im Park Busse, die die beliebtesten Punkte im Park anfahren.

Mit etwas Geduld laufen Besuchern im Nationalpark auch Uinta-Streifenhörnchen über den Weg.Mit etwas Geduld laufen Besuchern im Nationalpark auch Uinta-Streifenhörnchen über den Weg.

Besucher, die nicht nur den beeindruckenden Blick von oben auf die unregelmäßig erodierten Gesteinstürme genießen möchten, können die Perspektive bei einer Wanderung wechseln. Festes Schuhwerk, Sonnenschutz samt Kopfbedeckung und genügend Getränke sollten im Sommer dabei auf jeden Fall zur Ausstattung gehören. Der Nationalpark hält insgesamt 95 Kilometer an Wanderwegen bereit.

Die Übernachtungsmöglichkeiten innerhalb des Parks sind überschaubar. Die historische Lodge besteht aus Motelzimmern und Hütten und ist in der Regel zwischen Mai bis September ausgebucht.  Interessierte sollten ihre Zimmer mindestens ein halbes Jahr vor dem geplanten Aufenthalt reservieren. Wer preisbewusster unterwegs sein möchte, kann unter anderem im Örtchen Tropic, das mit dem Auto keine 20 Minuten vom Parkeingang entfernt ist, auf die Suche nach einer Unterkunft gehen. Für Wohnmobilisten stehen zwei Campingplätze im Park zur Verfügung.

Im Bryce-Canyon-Nationalpark sind etwa 200 Vogelarten, 70 verschiedene Säugetiere sowie diverse Reptilienarten beheimatet. Besonders bei Touristen beliebt sind die kleinen Präriehunde. Nicht minder gefragt als Fotomotiv sind die Uinta-Streifenhörnchen, die oftmals recht nahekommen, weil sie Essensreste der Besucher vertilgen.

Der Bryce Canyon ist das ganze Jahr über geöffnet. Beste Reisezeiten sind im Frühling oder Herbst.

An verschiedenen Aussichtsplattformen lässt sich die besondere Schönheit der Gesteinsformationen erleben. An verschiedenen Aussichtsplattformen lässt sich die besondere Schönheit der Gesteinsformationen erleben.

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