Ein Aufkleber auf Reisen: KamenWeb.de ist bei der Europameisterschaft in der Schweiz unterwegs gewesen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer
Kamen/Schweiz. Fußball verbindet - nicht nur die eigene Mannschaft, sondern auch die Fans. Bestes Beispiel ist die am Sonntag, 27. Juli, mit dem Finale zu Ende gehende Europameisterschaft in der Schweiz. Im Rahmen der Reihe KamenWeb.de on Tour ist die Redaktion in die Begeisterung eingetaucht, die sich weit über die Grenzen der Alpenrepublik verbreitet hat.
In Zeiten, in denen die unterschiedlichen Wettbewerbe für Vereins- und Nationalmannschaften längst nicht mehr an nur einer Hand abzählbar sind, ist ein kompaktes Turnier mit 16 Mannschaften in vier Gruppen eine echte Wohltat, die an die Turniere früherer Zeiten erinnert.
Echte Begeisterung hat die Europameisterschaft in der Schweiz ausgelöst, die auch optisch in den Städten bis zur kommenden Woche für Hingucker sorgt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Damit steht das Turnier der Frauen zugleich im krassen Gegensatz zur Fußball-Weltmeisterschaft der Männer im kommenden Jahr. Diese WM wird die erste mit 48 Teams sein. Mit Kanada, Mexiko und den USA findet das Turnier in drei Gastgeberländern statt. Zum Vergleich - die Spielorte in der Schweiz sind mit gut funktionierenden öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Friedliches Familienfest
DCoole Idee: Die EM-Ampeln in Basel. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deer Besuch der Spielorte - die Redaktion ist in Bern und Basel unterwegs gewesen - hat aus vielerlei Gründen Spaß gemacht. Schon bei der (pünktlichen) Ankunft an den Bahnhöfen weisen unübersehbare Wegweiser den Weg, egal ob es zum Stadion oder der Fan Zone geht. Dass es kein Gezanke unter den Anhängern der unterschiedlichen Nationen gibt, zeigt sich nicht nur, wenn Fangruppen gemeinsam zum Stadion ziehen, sondern auch in den Sportstätten. Selbst wenn die Blocks hinter den Toren eigentlich einer Nation zugeteilt sind, sitzen immer auch Fans der anderen Mannschaft dort - völlig friedlich. Der viel zitierte Slogan "Fußball verbindet", der die integrative Kraft des Fußballs hervorhebt, wird hier erfahrbar.
Erlebbar ist das Turnier für viele Familien mit Kindern auch deshalb, weil die Preise für die Karten bei den Gruppenspielen ab 25 Franken, was rund 27 Euro entspricht, moderat waren. Die Preise für die Gastronomie innerhalb der Stadien sind - im Vergleich zu dem, was in der Schweiz üblicherweise aufgerufen wird - ebenfalls im Rahmen.
Selbst wer als weniger fußballinteressierter Besucher durch die Spielorte schlendert, kommt an dem Turnier nicht ganz vorbei. In Bern, wo insgesamt sechs Kilometer lange Arkaden zum Einkaufsbummel bei jedem Wetter einladen, gibt es an vielen Häusern wahre Fahnenmeere zu bestaunen. Dass sich das Gastgeberland mit viele Liebe zum Detail auf die Ausrichtung vorbereitet hat, ist auch in Basel merkbar. Wer dieser Tage beispielsweise auf dem Weg zum Barfüsserplatz im Zentrum der Stadt ist, kommt an Fußgängerampeln vorbei, bei der bei Grün eine Fußballerin aufleuchtet. Insgesamt zwölf umgestaltete Ampeln sind in Basel zu finden.
Selbst wenn die Heim-EM für die tapfer agierende Schweiz zu Ende ist, hat die sogenannte "Nati" ein ganzes Land in den Bann gezogen und aus teils wenig bekannten Spielerinnen neue Vorbilder für den Nachwuchs geschaffen. Ähnlich sieht es bei der Nationalmannschaft aus Deutschland aus, die mit dem hart erkämpften Sieg im epischen Spiel gegen Frankreich im Viertelfinale schon jetzt für viele Fans die Turniersiegerinnen der Herzen sind.
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Die Fans der Schweiz haben ihr Team in den Stadien lautstark unterstützt - auch in Bern. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de





