2. Reisebericht - Jennas Austauschjahr in Südamerika - Kamens Botschafterin in Argentinien

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Jennas Austauschjahr in Südamerika

JR1018 2Mittlerweile bin ich seid über einem Monat in Argentinien und die ersten Wochen waren sehr beeindruckend. Kurz nach meiner Ankunft bin ich einer Tanzgruppe vom “Estudiantina” beigetreten. Das ist ein Fest auf der Straße, wo alle Schulen Musik und Tänze vorführen und letztens waren die vier Nächte der Estudiantina. Dafür musste ich mein Kostüm bis auf das Kopfteil allerdings selber machen, was eine menge Arbeit bedeutete. Dabei war meins nicht viel Arbeit im Gegensatz zu den anderen Kostümen der Spezials. Ich bin froh darüber diese Erfahrung gemacht zu haben, denn hier ist es ein wirklich wichtiger Bestandteil der Kultur meiner Stadt. Falls jemand Interesse hat, kann er gerne auf den Link klicken. Meine Schule ist in den ersten 20 Minuten zusehen. Link zum Video: https://youtu.be/E8jCYcK76Bc

JR1018 3Ein weiterer Höhepunkt der letzten Wochen war „los Jóvenes“. Dabei treten alle Schulen gegeneinander an und ein paar Schüler und Schülerinnen singen, tanzen oder spielen Musik. Die restlichen Schüler kleiden sich dann nach einer Farbe, um die Schule zu repräsentieren und feiern, tanzen und werfen mit Zeitungspapierstücke. Am Ende gewinnt eine Schule 25.000 ARS$, umgerechnet sind es ungefähr 530€. Meine Schule hat die Prämie sogar gewonnen.

In einer Woche war „die Woche der Schüler“ und an einem Tag haben sich alle Klassen nach einer Serie verkleidet und es gab eine Talentshow. Mein Kurs verkleidete sich als Grey’s Anatomy. Außerdem wurde „rey y reina de la primaveria“ (König und Königin des Frühlings) gewählt. Dafür wurden erst die beiden aus der Klasse bestimmt und danach der gesamten Schule. Am Ende entschied die Jury sich für Nano und mich. Beide Austauschschüler.

Für die Estudiantina gibt es auch noch extra Wahlen, aber die waren schon lange bevor ich ankam, doch die werden total ernst genommen und letztens wurde ein JR1018 1Paar der gesamten Stadt ausgesucht. Dies ist ein total wichtiges Event hier und die Gewinner sind kleine Berühmtheiten der Stadt. Meine Schule hier ist auch sehr anders als ich es gewohnt war. Hier ist es nicht so wichtig, ob man mal nicht erscheint oder auch einfach zu spät. Falls man sich dann entscheidet zu kommen, kann man auch gerne schlafen. Für mich ist sie auch sehr klein, aber dies ist schon eine große Schule mit ca. 150 Schülern.

Besonderes für mich ist es sehr langweilig, weil ich keine Noten bekomme oder geschweige denn alles verstehe, was der Lehrer sagt. Die meiste Zeit verbringe ich damit mit meinen Freunden zu reden.

Nach dieser kurzen Zeit kann ich aber auch schon sagen, was mir nicht so gut gefällt. Eigentlich ist da nur eine Sache. Undzwar habe ich kaum Freiraum d.h., dass ich überall mit dem Auto hingebracht werde und mir nicht erlaubt ist alleine zu laufen, weil es wohl zu gefährlich ist. Doch als ich dieses Thema höflich angesprochen habe, hat sich hier auch ein wenig geändert. Meine Gastmama zeichnet mir zwar jetzt jedesmal eine Karte, aber ich darf auch alleine laufen, jedoch ohne mein Handy zu benutzen und auch ohne mit Fremden zu sprechen. Ich freue mich, bald mehr von meinem Leben hier zu berichten. Jenna!!

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Jennas Austauschjahr in Südamerika - Kamens Botschafterin in Argentinien

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Jennas Austauschjahr in Südamerika

jennaDie Ankunft918

jennaDer FlugHallo, ich bin Jenna Rost und ich bin 16 Jahre alt. Ich nehme an dem Schüleraustauschprogram von Rotary International teil. Das ermöglicht mir ein Jahr lang im Ausland zu leben. Das Jahr über werde ich hier meine Erfahrungen mit euch teilen. Ab sofort wohne ich in Posadas, Argentinien mit meiner ersten Gastfamilie. Sie bestehen aus meiner Gastmutter Nancy, Gastbruder Tobias (13 Jahre) und Gastschwester Martina (17 Jahre).

Für mich beginnt alles am 16.08.2018, denn da ging vom Frankfurter Flughafen mein Direktflug nach Buenos Aires und dort habe ich den Flughafen gewechselt und hatte einen Anschlussflug nach Posadas, in der Stadt in der ich lebe. Dort warteten schon meine Gastfamilie mit Cousins, eine weitere Gastfamilie mit dem Austauschschüler Nano aus den USA. Als ich das sah, war ich überwältigt vor Freunde, aber auch überfordert zu gleich, denn ich kannte niemanden und hatte ebenfalls keine Ahnung, wie ich sie begrüßen soll. Schnell wurde mir klar gemacht, dass man sich in Argentinien mit zwei Küssen auf die Wange begrüßt, ob man sich kennt oder nicht. Daraufhin sind wir dann nach Hause gefahren. Auf dem Weg dahin sind mir schon die ersten Unterschiede aufgefallen. Und zwar ist die Fahrweise eine ganz andere. Keine Spuren auf der Straße, dass heißt man kann fahren wo man möchte. Außerdem schließt man die Türen von innen ab, damit niemand sie öffnen kann, als Sicherheitsmaßnahme.

jennaMeine Familie und Freunde918Als wir angekommen waren, war meine Aufregung verflogen und ich bekam ich eine Menge Geschenke zur Begrüßung, wie z.B. einen Kuchen, Tasse mit Namen und Süßigkeiten. Mein einziges Problem war zu diesem Zeitpunkt nur noch die Sprache, denn ich hatte Spanisch weder in der Schule, noch habe ich jemals mit einem anderen Menschen gesprochen. Ich habe nur Zuhause die Basis Kenntnisse gelernt. Auch jetzt habe ich noch große Probleme mich damit zu Verständigen. Hier spricht niemand gut Englisch, vorausgesetzt man spricht die Sprache überhaupt. Meine Gastschwester allerdings schon und hilft mir mit dem lernen und auch übersetzten.

Das häufigste konsumierte Getränk ist der Mate-Tee. Er wird aus einem Becher mit einem speziellen Strohhalm getrunken. Beliebtes Essen ist „cheaper“ oder „Milanesa“, so ähnlich wie Schnitzel.

Am Dienstag dann bin ich zum ersten Mal in die neue Schule „San Basilio Magno“ gegangen. Zunächst etwas ungewohnt mit Schuluniform, jedoch gefällt es mir, weil es mal etwas anders ist. Dort war meine Klasse total aufgeregt und stellte mir total viele Fragen, die man teilweise gar nicht beantworten kann. Die Menschen hier sind viel offener habe ich dadurch festgestellt, denn alle kommen auf dich zu. Am Wochenende gaben sie sogar eine Party für mich, um mich willkommen zu heißen.

Ansonsten unternehme ich viel mit Martina und ihrer Familie, ihren Freunden und auch Nano. Auch wenn wir auch nur zur Costanera fahren, um dort etwas Essen zu gehen und zu reden. Alleine etwas unternehmen, wie z.B. mir die Gegend anschauen, darf ich nicht, weil es wohl zu gefährlich ist. Dazu kommt noch, dass ich blond bin, was hier sofort auffällt. Jeden Samstag und Sonntag wird hier allerdings erst mit der gesamten Familie zu Mittag gegessen. Die letzte Woche sind noch zwei weitere Austauschschüler angekommen. Nelli, ebenfalls aus Deutschland und William aus Dänemark.

jennaMeine Gastschwester918

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