4. Reisebericht: Weihnachtszeit und Neujahr

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Jennas Austauschjahr in Südamerika

JR119Der Obelisk von Buenos Aires ist ein 1936 gebautes 67 Meter hohes Denkmal in der Stadt Buenos Aires. von Jenna Rost

An den Tagen vor Weihnachten bin ich mit meiner Familie nach Buenos Aires gefahren, die Autofahrt dauerte ungefähr 12 Stunden. Dort sind wir in einen Zoo gegangen, in einen Freizeitpark und noch ins Theater colón.

Am 23. Dezember sind wir zuhause angekommen, und da fand dann eine Kostümfeier statt. Doch der einzige Grund, warum ich das erwähne ist, dass ich dort Santiago getroffen habe. Santiago war ein argentinischer Austauschschüler aus dem vorherigen Jahr in Kamen. Eigentlich wohnt er mehr als 10 Stunden Autofahrt von mir entfernt, aus diesem Grund, war es eine totale Überraschung – und purer Zufall.

Während der Vorweihnachtszeit habe ich zuerst herausgefunden, dass Argentinier keinen Adventskalender kennen und total davon überrascht waren, dass es sowas gibt. Genauso wenig gibt es hier einen Adventskranz. Naja, dann war es so weit und Weihnachten stand vor der Tür, doch mit fast 40 Grad und kurzer Hose, war ich nicht so in Weihnachtsstimmung. Trotzdem habe ich dann am Morgen mit meiner argentinischen Mutter die Geschenke für die Familie verpackt und noch einige Erledigungen gemacht. Am Abend haben wir mit meinem Gastvater und mit seinem Teil der Familie zu Abend gegessen. Um 0:00 Uhr wird dann hier mit Sekt auf Weihnachten angestoßen, und einige zünden ein Feuerwerk. Ich habe mich da schon wie an Neujahr gefühlt. Zuletzt durften wir die Geschenke öffnen. Später sind wir nach Hause gekommen und saßen noch bis um 4 Uhr mit dem anderen Teil der Familie draußen. Nach dem Familienessen gehen Viele auf eine Weihnachtsparty mit ihren Freunden.

Einige Tage später war dann der letzte Tag von 2018 gekommen. Am 31.12. habe ich den Tag über meiner Mutter geholfen, alles zu säubern, weil sich hier die gesamte Familie versammelt hat. Wir haben zusammen zu Abend gegessen, und um Mitternacht wurde dann einander

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„Frohes Neues Jahr“ gewünscht, doch dies lief ohne Feuerwerk ab. Mir wurde erklärt, dass es nicht gemacht werden kann, weil hier viele Straßenhunde sind und ein anderer Grund ist, dass es teuer ist. Jedoch gibt es andere Traditionen: Zum Beispiel zieht man sich weiße Kleidung an, um den Neuanfang des Jahreswechsels zu symbolisieren.

Außerdem bin ich vor wenigen Tagen zu einer Hochzeit gegangen, was sich ebenfalls als „anders“ herausgestellt hat: Hier beginnt man abends mit der Hochzeit, d.h. wir gingen um 20.30 Uhr in die Kirche zur Vermählung und danach in einen Saal zum Essen und zum feiern. Dabei gibt es ein paar Bräuche einzuhalten. Natürlich wird auch der Brautstrauß geworfen, aber zusätzlich gibt es noch den Brauch, dass alle Frauen an Bändern ziehen, die in einer Schüssel enden, und wer den Ring aus der Schüssel zieht, soll als nächstes heiraten. Um ca. 2 Uhr nachts wurden Perücken, Hüten und Lichterbrillen hervorgebracht, um den Karneval einzuläuten.

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