Politik-Diskussion beim Männerforum

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Kommunalpolitik

Politik1417CVPolitik-Diskussion beim Männerforum. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deSüdkamen. Die Landtagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen findet am Sonntag, den 14. Mai 2017, statt. Schon seit einigen Wochen ist der Wahlkampf auch in Kamen nicht zuletzt mit der Aufstellung zahlreicher Plakatwände in die entscheidende Phase gegangen. Gestern Abend stellten sich auf Einladung des Evangelischen Männerforums einige der Kandidaten für die Wahl im Buxtorfhaus vor.

„Es ist eine tolle Sache, dass sich Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung stellen, um uns zu vertreten. In der jetzigen politischen Lage ist das wichtiger denn je. Wir brauchen unterschiedliche Denkweisen, die vom Grundsatz her demokratisch ausgerichtet sind, um unser Land Nordrhein-Westfalen würdig politisch zu regieren“, so Pastor Karl-Ulrich Poth zur Begrüßung der Politiker und vielen Besucher, die an diesem Abend auch ihre Frauen mit zur offenen Veranstaltung des Männerforums mitgebracht hatten.
Die Podiumsdiskussion leitete Alfred Weber, der Hanns-Jørg Rohwedder (Piraten), Ina Scharrenbach (CDU), Rüdiger Weiß (SPD), Anke Dörlemann (Die Grünen) und Thomas Rosemann (FDP) begrüßen konnte. Um möglicht ausführlich ins Gespräch zu kommen, waren die Themenbereiche mit der Finanzierung der Kommunen und der Stärkung der Inneren Sicherheit bewusst begrenzt.
„Bei einer Diskussion um die Bereiche Sicherheit und Freiheit würden wir uns immer für die Freiheit entscheiden“, sagte Hanns-Jørg Rohwedder. „Die Anbringung von Überwachungskameras ist nicht mehr als ein Placebo und schafft nicht mehr Sicherheit, denn wenn etwas passiert, kommt aus der Kamera kein Polizist herausgesprungen.“ Stadt dessen sei es wichtiger, die Polizeibeamten - unter anderem durch Neueinstellungen - mehr zu entlasten.
„Die Grundaufgabe des Staates ist es, für den Schutz von Bürgerinnen und Bürgern zu sorgen“, so Ina Scharrenbach. „Im Bereich der Inneren Sicherheit gibt es in NRW schwere Versäumnisse, die politisch programmiert sind.“ So verzeichne NRW seit 2011 eine Zunahme in der Alltagskriminalität. „Auffällig ist, dass SPD und Grüne da nicht genau hingucken und die operative Arbeit in den einzelnen Kreispolizeibehörden nicht unterstützen“, kritisierte die 40-Jährige.

„Wir haben die Einstellungszahlen pro Jahr bei der Polizei sehr deutlich erhöht“, so Rüdiger Weiß. Die Ausbildung neuer Polizisten ist auf 2000 gesteigert worden. Künftig sollen es 2300 sein. „Diejenigen, die jetzt in den Büros sitzen und eine Uniform tragen, müssen wir weiter entlasten. Daher hat die Landesregierung im Rahmen des 15-Punkte-Programms zur Stärkung der Inneren Sicherheit 350 Stellen für zusätzliche Tarifbeschäftigte geschaffen, um die Polizeibeamten zu entlasten“, so Weiß.
Politik2417CVPolitik-Diskussion beim Männerforum. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de„Innere Sicherheit ist nicht nur die Präsenz der Polizei auf der Straße. Für uns bedeutet das auch Prävention vor Ort“, gab Anke Dörlemann zu bedenken. „Dazu gehört es, dass man sich gegenseitig respektiert und miteinander redet, denn Innere Sicherheit ist auch der Dialog miteinander“, so Dörlemann weiter, die als Beispiel die Trinkerszene am Kamener Marktplatz erwähnte, wo der Einsatz von Sozialarbeitern helfen könne, die Situation nicht nur temporär durch Vertreibung zu entspannen.  
„Natürlich brauchen wir mehr Polizeipräsenz vor Ort. 2300 Polizisten einzustellen ist zwar gut, aber das wird auf Dauer nicht reichen“, erklärte Thomas Rosemann. Als Negativbeispiel nannte er Bönen, wo die Zahl der Zahl der Mitarbeiter, die täglich im Einsatz sind, von zwei Polizisten auf einen Beamten reduziert worden sei. „Das halte ich für einen Ort mit 18000 Bewohnern problematisch“, so Rosemann. Seine Partei wolle sich zudem für eine bessere technische Ausstattung der Beamten stark machen.
Auch am nächsten Donnerstag, 27. April 2017, lädt der Männerdienst wieder ins Buxtorfhaus ein. Dann ist Bürgermeister Herrmann Hupe zu Gast.

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