Kamener Einzelhändler im Gespräch mit SPD-Bürgermeisterkandidatin Elke Kappen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Kommunalpolitik

kappen418LSKamener Einzelhändler im Gespräch mit SPD-Bürgermeisterkandidatin Elke Kappen. Foto: Lucas Sklorz für KamenWeb.de

von Lucas Sklorz

Kamen. Leere Regale, leere Kleiderständer und viel Fläche: Bereits nach Betreten des Veranstaltungsortes waren die gut 20 Gäste direkt im Thema. Am Donnerstag (12.04.2018) hatte die SPD-Bürgermeisterkandidatin Elke Kappen die Einzelhändler der Kamener Innenstadt zum Dialog in die ehemalige Chisu-Filiale in das Quadrat eingeladen.

Um das erste Gespräch handelte es sich jedoch nicht. So brachte Kappen einen Großteil der Einladungen persönlich zu den Einzelhändlern und stand sehr zur Freude einiger Händler so bereits vor der Veranstaltung Rede und Antwort.

Thema des gemeinsamen Gesprächs war die Vitalisierung der Innenstadt. Dabei brachte die SPD-Kandidatin Kappen zunächst Fragen mit in die Runde: „Was läuft gut? Wo besteht Nachholbedarf? An welchen Stellen funktioniert die Arbeit mit der Stadt und wo wird Unterstützung benötigt?“ wollte Kappen unter anderem wissen.

Positiv wurde dabei das kostenlose Parken in der Innenstadt durch die Händler hervorgehoben, auch wenn der Wunsch geäußert wurde, an der Oststraße und an weiteren Stellen die Beschilderung zu verbessern. Überwiegend positiv bewerteten die gekommenen Händlerinnen und Händler auch das Veranstaltungsangebot, das für Leben in der Innenstadt sorgt. Allerdings sollte die Stadt nach Wunsch der Händler überlegen, wie diese Veranstaltung noch attraktiver gestaltet und ausgebaut werden können. So wurde zum Beispiel die Idee eines Abendmarktes in die Diskussion eingebracht.

Als deutliches Problem nannten die Händler die Miethöhe in der Kamener Innenstadt. Diese sei im Vergleich zu anderen Städten überdurchschnittlich hoch. „Miete ist ein Thema, das sich langsam verändert“, berichtete Kappen. So versuche die Stadt auf die Vermieter einzuwirken, umsatzabhängige Mieten einzuführen.

Erwartungsgemäß spielte auch der Online-Handel in der Diskussion eine Rolle. KIG-Vorsitzender Bernd Wenge, der ebenfalls der Einladung gefolgt war, berichtete davon, dass sich die Kamener Händler in der Vergangenheit gegen eine gemeinsame Online-Plattform entschieden hätten. Hohe Einstiegskosten und fehlende Erträge in Hamburg, Wuppertal und anderen Städten bestätigten laut Wenge diese Entscheidung im Nachhinein. Dennoch soll auch die Innenstadt an das Internet angeschlossen werden. Die Einführung von W-LAN ist in Arbeit.

Auch mit alternativen Shop-Konzepten beschäftige sich die Verwaltung. Wirtschaftsförderin Ingelore Peppmeier berichtete davon, dass bereits in der Vergangenheit der Versuch unternommen worden sei, Händler für die Einführung von Pop-Up-Stores zu begeistern. Derzeit werde überlegt, ein Shop-in-Shop-System einzuführen. Dies würde bedeuten, dass große Ladenflächen von mehreren Anbietern angemietet und betrieben werden. Gemeinsam würden sich die Händler Mietkosten und dementsprechend auch ein Teil des Risikos teilen.

Ein weiterer Wunsch der Händler war die gestalterische Attraktivierung der Innenstadt. In diesem Zusammenhang wurden auch der Bau des Fahrradpavillons und der Bau des Sesekeparks lobend erwähnt. Darüber hinaus sollen in der Innenstadt selbst weitere Sitzgelegenheiten geschaffen, Bäume gepflanzt und Pflaster sowie Lampen ausgebessert werden. Dieser Forderung schloss sich auch Elke Kappen an. Sie wolle die Stadt „erlebbarer und familienfreundlicher“ gestalten. „Es gibt zum Beispiel die Überlegung, dass die Stadt ein leerstehendes Ladenlokal mietet und dort Kinderbetreuung anbietet“, gab Kappen einen Einblick in die Überlegungen. Auf diesem Weg sollen insbesondere Familien entlastet und zum Einkauf in Kamen bewegt werden.

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