GSW bringen Schulausschuss auf neuesten Stand der Kombibad-Planung

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Kommunalpolitik

schulausschuss1 921AGDie Mitglieder des Schul- und Sportausschusses des Rates der Stadt Kamen wurden auf ihrer letzten Sitzung von den GSW auf den neuesten Stand der Kombibad-Planung gebracht. Grafik: Archiv

von Alex Grün

Kamen. Zwar steht seine Eröffnung noch in weiter Ferne, dennoch wirft das geplante Kamener Kombibad immer konkretere Schatten voraus. Im Schul- und Sportausschuss brachte der Centerleiter für die GSW-Bäder, Marcus Müller, die Mitglieder auf den neuesten Stand der Planungen.

Müller rekapitulierte in seinem Sachstandsbericht, dass im Juni dieses Jahres der Beschluss im GSW-Aufsichtsrat zur Wiederaufnahme der Planung und der Baumaßnahmen unter der Bedingung der Zuleitung des Bewilligungsbescheides seitens der Stadt Kamen getroffen wurde, der im August eintraf. Am 5. September war dann "Schicht": die Kamener Wasserratten nahmen im Rahmen einer Poolparty mit Frühschwimmerfrühstück für die nächsten drei Jahre Abschied von ihrer angestammten Sportstätte, die fürs erste trocken bleibt. Bevor die Teilabrissarbeiten beginnen, werden aktuell Gefahrstoffuntersuchungen, Vermessungen, Baumkartierungen und sonstige Detailplanungen in allen Bereichen durchgeführt, die von Stadt, Stadtentwässerung, Kreis und Lippeverband gleichermaßen abgestimmt werden. Das Architektenbüro sei gerade dabei, ein 3-D-Modell anzufertigen, in dem nicht nur die neuen Deckenbauten und Filteranlagen sichtbar würden, sondern auch die geplanten Schließsysteme und Umkleiden. Eine Weiterentwicklung in der Planung sieht vor, das Kinderbecken mit einem Piratenschiff zu attraktivieren. Außerdem sei eine Regenwassereinleitung in die Seseke vorgesehen.

Wichtig für mögliche weitere Förderungen: das Bad soll demnächst in eine Energieeffizienzklasse eingeteilt werden. Eine der wichtigsten Neuerungen bei der "Wiederauferstehung" des Kamener Bades wird der Umstieg von gefliesten auf Edelstahlbecken sein. Die Vorteile, so Müller, lägen auf der Hand: Fliesenschäden gehörten demnächst der Vergangenheit an, weitere Vorteile seien mehr Wirtschaftlichkeit im laufenden Betrieb und kürzere Revisionszeiten. Die Becken seien insgesamt ungleich pflegeleichter als ihre Vorgänger. Eine weitere Neuerung sei die Einführung eines einheitlichen Eintrittstarifs für alle Bereiche, also innen wie außen. Die Vorteile sieht Müller darin, dass die Schließfassade flexibler eingesetzt werden könne, wodurch wiederum nach Bedarf auf schlechtes Wetter und ebenso auf den entsprechenden Personaleinsatz reagiert werden könne. Dies komme auch dem "Gedanken des Kombibades mehr entgegen", so Müller.

Sachstand heute: im kommenden Winter sollen zunächst Bäume und Sträucher entnommen werden. Im Dezember soll die Abgabe des Bauantrags erfolgen, parallel soll die Ausführungs- und Ausschreibungsplanung beginnen. Ab April sollen die Abbrucharbeiten an Gebäude, Becken und dem ehemaligen Sporthotel beginnen. Die Gründungsarbeiten sind für den kommenden Sommer vorgesehen, bevor dann im Hochsommer der Rohbau in Angriff genommen wird und der Hochbau beginnt. Die Eröffnung ist für Herbst 2024 geplant.

Mit kritischem Blick verwies die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Christiane Klanke, auf eventuelle Probleme, die sich durch die geplante Tarifänderung ergeben könnten: sei der Ansturm zu groß, könne es sein, dass sich manche das Schwimmen nicht mehr leisten könnten. Centerleiter Müller versprach, den Einwand in die Planung mit einzubeziehen. SPD-Fraktionsvorsitzender Daniel Heidler äußerte sich "froh, dass die GSW das machen". Es sei letztlich auch die "ureigenste Aufgabe" des Versorgers, "trotzdem werden wir bei der Planung mitgenommen - das ist großartig", so Heidler. Auch im Sozialausschuss werde die Planung noch vorgestellt, insbesondere in Bezug auf das Thema Barrierefreiheit, kündigte Bürgermeisterin Elke Kappen an. Überhaupt gingen die Planungen vor dem endgültigen Beschluss noch durch alle relevanten Gremien, versicherte sie.

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