Kamen. (AG) "Familie Mustermann" muss sich in Kamen auf eine Erhöhung ihrer Mietnebenkosten einstellen: diese steigen im Gebührenhaushalt für das Jahr 2026, den Kämmerer Christian Völkel jetzt im Rat vorstellte, insgesamt auf durchschnittlich 1979 Euro im Jahr. Das ist für eine vierköpfige Familie im Schnitt eine Erhöhung um 134 Euro jährlich.
An vorderster Stelle ist die Schmutzwassergebühr zu nennen, die bei einem Durchschnittsverbrauch von 140 Kubikmetern um stattliche 62,40 Euro auf 676 Euro steigt. Schuld daran ist die Lippeverbandsumlage, die im nächsten Jahr um 300.000 Euro erhöht wird, von denen alleine 284.000 Euro ausschließlich in die Entsorgung des Schmutzwassers fließen. Insofern sei einen Anhebung leider unumgänglich gewesen, bedauert Völkel. Durch die künftige Anwendung der differenzierten Steuerhebesätze ergibt sich auch bei der Grundsteuer B für den Musterhaushalt mit einem Messbetrag von 69 Euro eine Mehrbelastung von 51 Euro auf durchschnittlich 692 Euro – für die "Mustermanns" der zweitdickste Batzen im Erhöhungspaket. Unmaßgeblich von 245 auf 247,80 Euro steigt die Gebühr für die Entsorgung des Niederschlagsabwassers bei durchschnittlich 140 Quadratmetern. Leicht gesenkt werden konnten die Gebühren für die Straßenreinigung von 94 auf 89 Euro, und für den Biomüll von 59 auf 58 Euro – noch vorhandenen Überdeckungen sei Dank. Diese gab es im Bereich des Restmülls leider nicht, die Gebühr für ein 80 Liter-Gefäß steigt immerhin um satte 24 Euro auf 215 Euro.







